Beiträge von Terry

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    Auch ging es um den emotionslosen Umgang mit dem Hund und glasklare Unterscheidung zwischen richtig und falsch.


    hiermit habe ich auch Probleme.

    Ich glaube zu wissen wie er es meint (bekomme es zu 80 % bei Barry auch hin) aber meine Befürchtung ist das dies falsch interpretiert wird.

    Machen Hunde "Fehler", die in ihren Augen gar keine sind, geht die "Gefühlswelt" des Menschen sofort los (ist uns angeboren, siehe "Das andere Ende der Leine"): wir sind sauer das der Hund es immer noch nicht kapiert hat, wir sind ärgerlichd das wir uns evtl. gerade in dem Moment plamiert haben und was weiß ich noch.

    Damit kommt die Information falsch bei dem Hund an. Denn er weiß nichts von Fehlern, er kann sich nur daran orientieren was wir dulden und was nicht und wenn das dann noch als Kauderwelsch bei ihm ankommt wird der Hund sich so verhalten wie es ihm der entsprechende Halter beigebracht hat: unterwürfig (ah das schlechte Gewissen), "wie bitte?" (ach jetzt wird er auch noch frech) oder "du kannst mich mal, habe besseres zu tun als dein Geschwafel zu übersetzen" (man, hab ich einen dominanten Hund).

    Also (vernünftige) Korrekturen emotionlos aber verständlich dem Hund rüberbringen (und natürlich fair). Wer sich über eine Handlung des Hundes ärgert, soll sich einfach ärgern, irgendwo abreagieren (an keinem Lebewesen) wenn es dann sein muss und nach dem Beruhigen die Sache nochmal verständlich für den Hund angehen.

    So MEINE Interpretation.

    Und der abgewendete Kopf ist für den Hund das Signal das er nicht bedroht wird. Außerdem bedeutet Blickkontakt immer Kommunikation. Und auf irgendeine Art und Weise wird der Hund darauf eingehen. Ist dieses darauf eingehen dann nicht das was wir wünschen kommt es zum nächsten Missverständnis (das größte Problem in der Ablage).

    Barry ist zwar Einzelhund aber zu seinem Leidwesen stolpern hier doch ab und an Gasthunde in sein Revier.

    Seitdem ich Hundebegegnungen im Allgemeinen regle steht er da auch zuhause gelassen drüber.

    Barry läuft immer offline wenn Gasthunde da sind. Ganz am Anfang war er sehr irritiert wenn ich die anderen Hunde ansprach: er fühlte sich immer mit angesprochen (ob nun sein Name fiel oder auch nicht); dann kam eine Zeit indem er sich gar nicht angesprochen fühlte (ob nun sein Name fiel oder auch nicht) und heute kann ich mich auf ihn verlassen. Er weiß wie er sich unterwegs zu verhalten hat und ich kann mich überwiegend um die Hunde kümmern, die ich an der Leine habe.

    Ich habe für mich entschieden (vielleicht weil schon immer so praktiziert): bevor nicht ein Hund soweit mit mir zusammen arbeitet das er offline laufen kann bzw. ich mich auf ihn verlassen kann, gibt es auch keinen Zweithund.

    Hundebegegnungen werden auch kontrolliert wenn ich mal einen Hund mehr mit habe (oder aber auch zwei). Dann kann u.U. nur abwechselnd getobt werden. Kommt immer auf den jeweiligen Hund an den ich noch mithabe.

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    Wenn mich ein fremder Hund anknurrt (das kann wohl eher passieren als wenn der eigene es tut), würde ich selbstbewusst einen Schritt auf ihn zumachen, mich in die Hocke begeben (beim kleinen Hund) und mit fester Stimme "Nein" sagen, dabei meinen Finger vor seiner Nase "positionieren". Wenn er nicht aufhört, würde ich in den Nacken greifen und ihn so festhalten, mich etwas über ihn beugen (also drohende Haltung) und nochmal "Nein" sagen. Ich denke, in der Regel fluppt das dann.


    sei bitte Vorsichtig mit solchen Tipps. Das kann dir und vielleicht dem der es nachmacht das Leben kosten.

    Dem kleinen Hund würdest du ermöglichen dir ins Gesicht zu springen wenn du in die Hocke gehst; dann würdest du wahrscheinlich wirklich deinen Finger unter "Geschichte" ablegen können; mit dem Nackengriff (von vorn über den Kopf des drohenden Hundes?) zeigst du deutlich deine Beschädigungsabsicht.

    Knurrt ein fremder Hund ist Rückzug angesagt. Da sollte sich bitte der dazugehörige HH drum kümmern. Wüsste nicht warum sich ein fremder Hund von mir massregeln lassen sollte.

    Und bei einem echt angreifenden, beschädigungsbeissenden Hund muss Situationsbedingt gehandelt werden. Da kann man gar keine Tipps geben.

    kleinemonster
    warum sollte dein Hund die anknurren? Gehört nicht zum normalen Pflichtprogramm eines Hundes ("also ich muss in meinem Leben meinen HH unbedingt anknurren"). Zeig das du alles im Griff hast, das dein Hund sich bei dir sicher fühlen kann, das er dir Vertrauen kann.

    also ich sehe das auch eher locker: ich entscheide ob ich aufstehe wenn Barry auf den Balkon möchte (hat es immer noch nicht kapiert wie die Tür aufgeht, dummer Hund), wenn ich Lust habe gebe ich ihm was während des Essens ab usw..

    Für mich ist nur wichtig das ich es selbst entscheide wann und ob ich was tue. Fragen darf mein Hund immer. Nur die Anworten fallen unterschiedlich aus und da bin ich konsequent :D .

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    Denn wenn nicht- wozu sollte man sich hier anmelden und Fragen stellen


    also gerade in der Sparte "Welpen & Junghunde" wird dieses ja fast wöchentlich durchgekaut. Dieselben Fragen, dieselben Antworten.

    Das erste was man als Neuling in einem Forum machen kann: soviel wie möglich lesen. Da kann man sich schon viele Tips holen und auch sehen worauf es in dem jeweiligen Forum ankommt.

    Es ist aber schon auffällig wie viele Nachfrage gerade zu diesem Thema kommen, wieviele Menschen sich Welpen holen ohne daran zu denken was sie sich ins Haus holen: ein Lebewesen das eine andere Sprache spricht (ergo muss der Mensch sie lernen), der unsere Sprache erst lernen muss, ein Lebewesen was unter ganz anderen Bedinungen gelebt hat muss jetzt erstmal seine Welt erkunden (dazu gehört auch das die Zähne benutzt werden, ist nämlich angeboren), muss seine Gemeinschaft kennen lernen und das einzige was dem Menschen einfällt: strafen, strafen und nochmal strafen.

    Und diese ständige "Anfängerausrede". Jeder von uns wird immer Anfänger bleiben. Denn jeder Hund ist anders. Jeder Hund wird uns vor neue Aufgaben stellen.

    Was Bücher betrifft: hier im DF gibt es extra dafür eine Rubrik in der Bücher vorgestellt und kommentiert werden. Also auch da kann man sich im Vorfeld "durcharbeiten".

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    ich hab mir sie die erste Woche erstmal realtiv locker alles gehalten bis aufs Bett hüpfen und diverse Sachen anknabbern....ich hab dann immer ein "Nein" benutzt. Ich habe gedacht...diverse Sachen die ich zulasse das sie anknabbert ist okay und die Dinge die sie nicht anknabbern darf halt mit "Nein".


    nur weil der Mensch das Wort "Nein" erfunden hat heißt das doch nicht dass das auch jeder versteht. Weiß nicht was ein Hund verstehen soll wenn alles mit "Nein" belegt wird. Zusammenhang nicht erkennbar, es wird nichts anderes angeboten (was den Besitzer positiv macht) also wird Hund das machen was ihm angeboren: seinen Unmut äußern.

    Prinzessin

    Zitat

    Verstehe das "auf den Rücken drehen" nicht. Sieht der Hund Dich dann besser???


    das ist der brüller, muss ich mir merken :D .

    och ich habe vor Barry 22 Jahre 2 eigene Hunde, viele Gast- und Gassihunde gehabt. Und trotzt allem war Barry als Kangalmix eine neue Herausforderung und solch ein Hund zeigt einem erstmal wieviel Ahnung man wirklich hat.

    Wobei: auch am nächsten Hund und am nächsten und..... werde ich immer wieder neue Herausforderungen haben da Hunde (auch innerhalb von Rassen) Persönlichkeiten sind.

    Und was die Haltung eines Rhodesian (wenn es dann einer war, gibt sie übrigens auch ohne Ridge) angeht: den hält man nicht so einfach mal nebenbei im Garten. Da sind Probleme vorprogrammiert.

    hallo Thomas,

    das "Markierproblem" ist, wie alle Auffälligkeiten bei einem Hund, nicht separat zu sehen. Dein Hund ist ein Hund der weiß was er will, weiß das er sich durchsetzen kann und ist damit in seine Rolle hineingeschoben worden. Terrierkopf kommt noch dazu.

    Das Problem separat zu "behandeln" ist sehr aufwändig, bedarf konsequentes Beobachten und ihm Regeln aufzuzeigen (allerdings sehr schwierig wenn alle anderen Bereiche so bleiben wie sie sind).

    Dies ist teilweise aus Zeitgründen bei euch nicht möglich bzw. liebt ihr euren Kerl so wie er ist ;) .

    Ich denke mal es scheitert ein wenig an den Möglichkeiten die Sache anzugehen da diese nicht einfach so nebenbei zu erledigen ist.

    aber Lord Vetinary,
    Diskussionen werden doch nicht nur entfacht indem man dermassen provoziert wie du. Das hat mit "ich möchte doch nur zum diskutieren anregen" überhaupt nichts zu tun.

    Warum war es dir nicht möglich einfach deine Sicht der Dinge (und deine Erlebnisse) darzulegen und zu Fragen wie wir das sehen bzw. welche Erfahrungen wir da vielleicht schon gemacht haben.

    Da gibt es gerade auch von HH sehr viele Erlebnisse die sie mit anderen HH haben und die sie dann auch gern bereit sind zu erzählen.

    Aber das Provokante kommt gerade bei deinen 10 % einfach so an (wobei ich nicht glaube das hier überhaupt einer von denen mitliest) das Phobiker oder andere ängstliche Menschen einfach übertreiben und gegen HH hetzen.

    Also bin ich der Meinung das du damit gerade denen einen Bärendienst erwiesen hast auch wenn hier dann doch noch so einige etwas aus ihrem Alltag erzählt haben.

    Gerade weil dies öffentliche Diskussionsforen sind (ich bemühe mich nach Möglichkeit immer für die Allgemeinheit zu schreiben, darum auch keine indivuellen Tips) müssen brisante wie emotinale Themen mit ein wenig mehr Fingerspitzengefühl geschrieben werden.

    Außerdem, wurde hier auch schon erwähnt, die 10 % HH auf die du dich beziehst sind der festen Überzeugung das sie alles können, alles wissen und werden mit Sicherheit hier nicht mitlesen. Habe schon mit einigen solchen "Patienten" gesprochen und die wissen teilweise gar nicht das es Hundeforen gibt.

    Erst wenn sie an sich selbst zweifeln, wenn sie Hilfe suchen wenden sie sich an Foren. Ich selbst bin eher durch das eigene Vereinsforum darauf gekommen auch nach anderen Hundeforen mich umzusehen.

    Und zwar in erster Linie um zu lernen.