Beiträge von Terry

    Och ist schon ganz lustig: wenn ich sonst mit Barry mit der Bahn unterwegs bin fährt er ohne Mauli (SBahn, hab ihn nur bei). Er wird entweder ignoriert, lächelnd beobachtet oder die Knuddelfraktion zeigt Interesse.

    Letzten November bin ich zu meiner Tochter nach Hamburg und hab ihn zuhause schon den Mauli umgemacht. Soviel Platz zum Laufen hatte ich noch nie. Keiner sagte etwas aber alle hielten Abstand.

    Auf den Rückweg nach Berlin war es mir dann zu blöd und er fuhr ohne Mauli. Und schon wurde er wieder wohlwollend betrachtet (auch vom Bahnpersonal). Wobei es beim Personal immer darauf ankommt ob sie Angst vor Hunden haben.

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    Also, das Bleib habe ich folgendermaßen versucht: Luke neben mir Sitz machen lassen, ganz doll gelobt, langsam versucht mich erstmal vor ihn zu stellen, immer mit Blickkontakt, aber keine Chance...


    Blickkontakt bedeutet Kommunikation. Wenn du ihn anschaust erwartet er irgendwas. Da von dir nichts kommt versucht er was anzubieten. Also erarbeite erstmal das sichere Sitz neben dir ohne das du ihn anschaust.

    Du stellst dich neben ihn, schaust ihn an sagst sitz, schaust weg. Bis drei zählen. Auflösen, gut ist es. Dies steigerst du langsam. Anschauen: Kommando, wegschauen Hund bleibt im Sitz.

    Klappt das, gehst du, wortwörtlich einen Schritt weiter.

    Hund mit Blickkontakt und Aufforderung Sitz; mind. 4 Sekunden warten; Blickkontakt: Sitz wiederholen. Ein Schritt SEITLICH vom Hund weg (OHNE Blickkontakt). Kurzer Blickkontakt mit Wiederholung Sitz. Wegschauen, kurz warten, Schritt zurück zum Hund. Kurz warten. Ruhig loben (Hund bleibt sitzen) und Auflösen.
    Bleibt er ruhig Sitzen wenn du mehrere Schritte von ihm weg bist kannst du dann auch anfangen langsam um ihn herum zu gehen(auch hier: keinen Blickkontakt). Dann um ihn rum zu hüpfen oder was weiß ich; lass dir dann was einfallen. ABER: das hat alles Zeit!

    Dein Hund reagiert vielleicht extrem auf Körpersprache. Wenn du neben ihm stehst und einen Schritt vorgehst ziehst du ihn dadurch automatisch mit (nach vorn Flucht bzw. automatisches Mitlaufen). Das würd ich mir auch nicht verbauen. Denn ein gut geführter Hund wird immer dem HH folgen, außer er wünscht etwas anderes.

    Ein Schritt zurück ist das Gleiche. Hund wird dir autoamtisch folgen. Also bleibe mit ihm Anfangs auf einer Linie. Das Selbe gilt übrigens für Platz.

    Baue alles langsam und wirlich in kleinen Schritten auf. Dein Hund lernt dadurch dir zu vertrauen. Er ist noch zu jung um im Eiltempo (was mir leider immer wieder auffällt das zu früh zu viel erwartet wird) zu erwarten. Auch wenn der HH der Meinung ist das dies nicht zu schnell ist.

    Ihr habt Zeit. Er wird noch viele Entwicklungsphasen haben. Übe es nicht mit ihm extra. Dadurch bekommt es eine besondere Bedeutung. Baue es in dem Alltag mit ein. Ablenkungen sind dabei nicht dramatisch (natürlich nicht gleich volle Power). Du kannst immer wieder einen Schritt zurück gehen.

    Aber ganz wichtig ist es so langsam zu machen das der Hund in seinen Ausführungen gefestigt wird. Beachte ihn im Alltag weniger, schränke es auf wenige Kuschelrunden, die du einläutest, ein. Gib ihm vermehrt Zuwendung wenn er etwas korrekt ausführt.

    Jetzt nicht falsch interpretieren: du sollst ihm nicht die Zuwendung entziehen. Das kann durchgeknallte Auswirkungen haben. Aber soweit runterschrauben das er ohne Aufdringlichkeit Kontakt aufnimmt und du entscheidest kurzfristig ob du knuddeln oder spielen willst o.ä.. Ansonsten Blickkontakt vermeiden.

    Nimm dir einfach Zeit. Wenn du Geduld hast, wird sich immer mehr erkennen lassen wo er "schauspielert" und wo er echte Probleme hat. Die nächsten Monate ist erstmal wichtig Vertrauen, Bindung und Fürhung zu festigen. Die gewünschten Sequenzen (Sitz, Platz usw.) werden in den Alltag integriert und somit werden die Ausführungen für in Selbstverständlich weil sie zu ihm gehören.

    Dadurch wird sich in ca. einem Jahr seine Grundausbildung so gefestigt haben das alles andere leichter von der "Hand" geht.

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    Alles was körpernah geschieht klappt halt auch wirklich meist recht gut, aber sonst...


    Es sieht so aus als wenn er dich wirklich missversteht: für ihn scheint jegliches "Wegschicken" Strafe zu sein. Und er kann nicht einordnen für was diese ist. Vielleicht auch deswegen sein recht übertriebenes Verhalten auf einen Anpfiff? Hast du ihn schon mal "weg geschickt" weil due sauer warst?

    Wie baust du das Bleib denn auf? Ablegen lassen, Hund weiter im Auge behalten, langsam vom Hund weg gehen (rückwärts) usw.?

    Da ist nur Geduld und Spuke angesagt.

    Bei meinem Barry hat es 2 Jahre gedauert bis er so richtig bei mir angekommen war (vorher hätte ich ihn wie einen Wanderpokal weiter reichen können, eine echte Bindung existierte nicht).

    Ohne Leine würde ich euren Hund gar nicht mehr laufen lassen. Anfangs würde ich eine ca. 5 m-Leine benutzen damit er lernt einen gewissen Radius dicht bei euch einzubehalten.

    Wenn ihr mit ihm viel Lauft, Bindungsspiele macht und mit ihm zusammen ihm den Alltag nahe bringt sollten in einigen Monaten die ersten Erfolge zu sehen sein :D . Wenn er gut seit sogar früher. Dann käme bei mir eine immer längere Leine zum Einsatz (8 m, 10 m, 15 m). Diese Leinen dann immer an einem Geschirr.

    Kommandos werden bei mir gar nicht geübt. Sie werden im Alltag da abgefordert wo notwendig. Da gibt es viele Möglichkeiten. Dann werden diese als Selbstverständlich angesehen und festigen sich schneller und haltbarer (jedenfalls meine Erfahrungen).

    Was mich jetzt ein wenig irritiert: stehen die meisten HH eigentlich nur als Statisten bei ihren Hunden?

    Vielleicht liegt es aber auch nur daran das die meisten HH der Meinung sind man kontrolliert einen Hund über die Leine?

    Wenn so ein nettes Zwerglein meinen Hund "angreift" werd ich einen Teufel tun und ihn sich wehren lassen. Das braucht mein Hund und auch nicht weil ich mich darum kümmere. So schnell kann Zwergli gar nicht schauen wie ich ihn mir schnappe.

    Bei gleichgroßen größeren Hunden ist das natürlich ein Problem. Aber bei so einem Zwerg sollte es eigentlich möglich sein diesen unter Kontrolle zu bekommen. Oder bei euch laufen kleine Critters rum. An den würd ich mich natürlich auch nicht vergreifen.

    Und sich auf die "Vernunft" anderer verlassen zu wollen ist sowieso fast unmöglich. Also schaue ich zu aus der Situation ohne Schäden rauszukommen.

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    Der gesunde Menschenverstand kommt da leider nicht immer zum Zuge.


    Würde er kommen wenn die Teilnehmer sich quer stellen und ihre Hunde einfach nicht springen lassen würden. Aber soweit scheint die Tierliebe bei vielen Turnierteilnehmern nun doch nicht zu gehen.

    Boh Iris, da haben die Huskys ja ein tolles Gehege. Mit solche einer Draußenhaltung habe ich auch keine Probleme.

    Selbst wenn ein Zwinger kleiner ist und nur für die Nacht, weil der Hund den ganzen Tagen sonst mit seinen Menschen zusammen/unterwegs, ist das noch ok.

    chichabi
    Suche dir mal das Tierschutzgesetz raus, da stehen die Bedingungen für Zwinger drinnen. Sollte alles im Rahmen des Tierschutzgesetzes sein gibt es keine Möglichkeiten. Ansonsten ist glaube ich der Amtstierarzt dafür zuständig. Das OA müsste da am besten Bescheid wissen (mh, glaub ich jedenfalls).

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    Ich will halt auch nicht, dass sie Ärger bekommt,


    Da kann ich mit dir fühlen. Bin auch immer so ein "Dummbeutel". Und zum Schluß war ich bis jetzt immer der Dumme und durfte dann die "Zeche" bezahlen (in welcher Form auch immer).

    Denk jetzt an Euch, schildere der Versicherung so wie du ihn erlebt hast und damit hast du deine Schuldigkeit getan.

    Geholfen wird leider Menschen, die einen Fehler machen (was ja nichts Schlimmes ist) überhaupt nicht, wenn man ihnen die Konsequenzen für ihr Handeln ersparen möchte.

    Der Dame kann nur geholfen werden wenn sie einen führbaren Begleithund hat. Das was da im Moment läuft ist eine Gefahr für die Dame, den Hund und das Umfeld.

    Blindenführhunde werden doch extra ausgebildet. Ist ein teures "Vergnügen". Da wird, so stelle ich es mir vor, doch sicherlich darauf geachtet das die Hunde in vernünftige, brauchbare Hände kommen damit sich der Auffand lohnt. Oder?

    Darum bin ich der Meinung das eine Hundeschule da der falsche Weg ist. Sinnvoller wäre es sich an den Verein zu wenden von dem sie den Hund hat. Dort wäre für mich der richtige Ort um an dem "Problem" des Hundes zu arbeiten.

    Denn wer garantiert das der Hund im Arbeitsgeschirr (das er ja während des Vorfalles dummerweise an hatte, das wird meines Wissens immer abgemacht damit der Hund weiß er hat Freizeit) das nicht vollführt wenn er Frauchen führen soll? Von dem was ich bis jetzt gelesen habe hört sich das Verhalten der Besitzerin erstmal unverantwortlich an.