Beiträge von Terry

    Martina > :2thumbs: :D

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    und wie mach ich das mit dem Kleinen


    Tja, nun bist du in einer Zwickmühle. Da ihr in einer Gruppe geht ist die Gruppe gefragt, nicht der Einzelne.

    Ich bin Anfangs auch zwei Jahre in einer Gruppe mit Balu und dann mit Barry glaufen. Und dort war es einfach Normal das die Führung immer die Menschen hatten.

    Der souveräne "Leithund", der übrigens ohne Aufhebens von allen Hunden sofort so akzeptiert wurde (also dazu auserwählt wurde) hat allein durch seine Präsenz geschlichtet, gesplittet. Da ist es zu keinen Konfrontationen in der Form wie der hier vorliegenden gekommen.

    Denn das wurde von den Besitzern geregelt, ohne das die Hunde deswegen "einen Knacks" bekommen hätten.

    Also nach meinen Erfahrungen müsste die Gruppe besser geführt werden. Spielen können diejenigen die wollen und kein anderer Hund hat sich da einzumischen. Einzige Ausnahme wäre ein souveräner Rüder oder eine Hündin die allein durch ihre Präsenz dies regelt, also ein Hund der ohne Wenn und Aber (also ohne körperliche Auseinandersetzungen) von den anderen Hunden akzeptiert wird.

    Körperliche Zurechtweisungen sind in meinen Augen nur von demjenigen gerechtfertigt der direkt "angemacht" wird, also im vorliegenden Fall die Hündin, die, wenn es ihr zuviel wird, mal zulangt.

    Aber einem anderen Hund "Resourcen" in einer Gruppen verteidigen zu lassen zeugt nicht wirklich von Führung des Menschen.

    Und da geht es gar nicht darum mit dem anderen Rüden zu schimpfen. Denn dem wurde ja suggeriert das dies erlaubt wird. Hier ist jetzt das ruhige, souveräne Handeln der beteiligten Besitzer wichtig: es gar nicht soweit kommen zu lassen. Durch Schimpfen würde das Ganze nur eskalieren weil die Hunde gar nicht erkennen können um was es geht.

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    Und ich bestreite einfach, dass wir als Menschen überhaupt die Fähigkeit haben "richtiges" und "falsches" (Sozial-)Verhalten einer anderen Art immer sauber zu unterscheiden!


    Das muss ich gar nicht. Der Hund lebt in der Menschwelt. Wir bürden ihm Alles auf was untypisch für einen Hund ist.

    Und dann erwarten wir das Hunde mit dieser "künstlichen" Konstellation umgehen können? Ein wenig viel verlangt.

    Wir stellen Gruppen zusammen. Wir nötigen Hunde "die brauchen Kontakte".

    Also haben WIR auch die Pflicht in diesen unnatürlichen Situationen unsere Führung zu präsentieren. Denn in anderen Bereichen machen wir es auch.

    Ein Hund ist nicht souverän wenn er, wie im vorliegenden Fall, den anderen Hund so kontrolliert. Wäre dieser Hund souverän und hätte auch natürliche Führungsqualitäten würde es soweit gar nicht kommen.

    Wir schaffen künstliche Gruppen, künstliche Begegnungen. Also haben wir auch die Pflicht den Hund durch diese künstlichen Bedingungen zu FÜHREN.

    Das bedeutet: er hat nichts selbst auszumachen. Er hat nichts zu kontrollieren.

    Werde ich dieser Rolle gerecht, gebe ich dem Hund die Chance souverän zu werden. Und genau dies ermöglicht ihm Hundekontakte mit Allem was dazu gehört. Auch mal den Macker raushängen zu lassen und per Körpersprache und Stimme sich mit einem anderen Hund auszutauschen.

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    Haben wir einen schwererziehbaren Hund


    wie äussert sich für dich "schwererziehbar"?

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    Mit unserem waren wir in der Hundeschule, haben es mit dem Clicker versucht, mit Leckerlies, ohne Leckerlies, mit Ignorieren, mit nur mündlichen Lob. Naja wir haben uns richtig Mühe gegeben, mehrere Bücher gelesen. Mit ihm mit einem Rettungshund geübt der ihm vieles vorgezeigt hat.


    Eurer Hundi ist jetzt 11 Monate alt. Das hiese (Übernahme mit 8 Wochen) das ihr 9 Monate lang versucht habt mit vielen Methoden in diesen Hund etwas hineinzubekommen. Was?

    Tja, und das passt nicht so ganz

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    Bei ihr hat alles angeschlagen. Sie hat gelernt, war motiviert hat den Blickkontakt gesucht und bei bestätigung gehalten. Klar, sie hat nicht gut gehört aber hatte Potential, das habe ich gemerkt.


    passt nicht so ganz zu dem

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    Der Mann bemüht sich hat aber einfach keine Ahnung.


    Voraus schliesst du das er keine Ahnung hat? Von was hat er keine Ahnung? Weil sie ihm abgehauen ist?

    Mein Barry hätte man die ersten 2 Jahre wie einen Wanderpokal rumreichen können, der ist überall geblieben wo es ihm gut ging, wäre ohne weiteres auch mit jedem mit gegangen (was er auch mal ansatzweise gemacht hat).

    Durch das ganze heutige "Erziehungsgedöns", was man ja angeblich braucht, wird leider so einiges übersehen.

    Versucht doch in einem Hund nicht das erste Jahr alles zu packen was es gibt. Nutzt doch die Zeit um das Individum Hund kennen zu lernen. Seine Stärken, seine Schwächen. Da sind die Ansätze, da kann alles zum eigenen Vorteil genutzt werden.

    Individuelle Grenzen setzen. Grenzen die im Alltag benötigt werden. Führung anzubieten, also dem Hund einfach zeigen das man in der Lage ist alles zu regeln.

    An wirklichen "Befehlen" braucht man max. eines. Ob es Sitz oder Platz ist spielt gar keine Rolle. Dieses eine geduldig, ohne Zeitdruck zu vertiefen, das es in naher Zukunft mal zu 99% klappt, reicht aus. Aber
    das "Programm" das heute durchgezogen wird scheint mehr Probleme zu bringen als zu nützen, denn die Hilferufe werden immer mehr.

    Habe ich "Besuchshunde" gibt es bei mir keine Machtdemonstrationen. Bei lockeren Gemeinschaften lasse ich keine "Rangordnung" zu.

    Der einzige der "Macht" hat bin ich. Weder hat mein Hund noch der andere Hund sich um das "Fressen" des Anderen zu kümmern. Gibet bei mir nicht.
    Ich füttere immer in einem Raum, ich unterbinde jegliches rummaulen oder Verteidigung der Resource Futter, da dies meine ist.

    Allerdings bestehen bei mir auch folgende Voraussetzungen:

    Barry ist souverän genug sich bei allem zurückzuhalten (außer er wird vom anderen Hund so angerempelt - da dieser sich hüpfender Weise über Fraule freut- das es ihn nervt; dann gibt es eine kurze Zurechtweisung). Dadurch gibt es auch keine Probleme wenn ich nicht da bin.

    Bei unverträglichen Hunden wird nur getrennt wenn ich nicht da bin.

    Jenna und Jessy kommunizieren zwar in ihren Augen "normal". Aber ich würde Jenna klar machen das die Wohnung "mein Reich" ist und ich zu Besuch lasse wen ich für richtig halte bzw. dieser dann auch nicht "gemobbt" werden darf.

    Aber das ist nur MEINE Ansicht und MEINE Vorgehensweise. Bin damit immer gut gefahren. Drum interessieren mich irgendwelche "Rangordnungsgeschichten" zwischen meinem und dem Besuchshund auch nicht.

    Ich mache "erzogen sein" nicht an Sitz und ähnlichem fest.

    Gehen HH und Hund entspannt durch den Alltag, ohne das Hundi irgend jemanden anpöbelt, sich ohne Aufforderung an seinen HH orientiert, sich überall zu "benehmen" weiß, ist dieser für mich gut erzogen.

    Ob er dies liegender, sitzender, stehender, laufender, trabender, schreitender Weise macht ist mir so ziemlich schnuppe :D .

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    Wie mache ich einen Hund sicher oder selbstsicher?


    Gemeinsame Suchspiele z.B., gemeinsamer hungerechter Sport, kleine Aufgaben die sie bewältigen muss usw.. Auch wenn sie es gern vermeidet mit Menschen zu spielen, kann man sicherlich etwas finden das sie zum
    Schluß da steht und fragt "hab ich das toll gemacht Fraule?".

    Ich weiß nur das es bei der Hündin (Kessy) meiner Freundin eine Art Stresabbau ist. Ist sie sehr aufgeregt (hat jetzt nichts mit negativem Streß zu tun) dann ist ihre Zunge fast im dauergebrauch. Was sie damit erwischt ist ihr so ziemlich wurscht.

    Wenn sie bei mir ist bringe ich erstmal Ruhe in den Hund damit man sie wieder "gefahrlos" anfassen kann. Unterdrücken, in Form von Korrekturen, bringt bei ihr gar nichts, eher das Gegenteil. Erst wenn ich ihren Level runtergefahren habe ist es ok.

    Sie hat auch schon den Fußboden bearbeitet weil es ihr nicht gut ging.

    Je ausgeglichener sie ist (schwierig bei einem Boxer/Labbi-/Rottimix) umso weniger benutzt sie ihre Zunge. Da gibt es dann mal eher einen fetten Knutscher.

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    der dich bedrängt und an seine Leckerchen will, muss es aushalten können, wenn er von Mücke verwarnt wird


    das sind beides Resourcen die nur dem HH zustehen sollten (entscheidet natürlich jeder für sich).

    Er ist der einzige der diese "verteidigen" sollte. Erlaube ich hier einem Hund das zu übernehmen, wird er auch in anderen Situationen sich so verhalten weil er es für richtig erachtet. Ob das dann im Sinne des HH ist steht auf einem anderen Blatt. Das der Hund aus seiner Sicht ohne Zweifel richtig agiert hat ist unbestritten.

    Melanie, Situationen kann man nicht voraussehen und du hast es ja in den Griff bekommen. Also alles im Grünen Bereich. Das nächste mal kannst du sicherlich rechtzeitig übernehmen.

    Nun ja, zusammensch**** tue ich Barry nicht wenn er sich genau neben mir befindet bzw. in unmittelbarer Nähe sondern ich splitte bevor es die Möglichkeit gibt das es ausartet.

    Also ich zeige dem anderen Hund das er in meiner Nähe nichts zu suchen hat, Barry darf sich da dezent im Hintergrund halten.

    Versuche Mücke einfach nur in irgendeiner Form klar zu machen das du alles im Griff hast und alles regelst. Und ja, in diesen Fällen immer in Bewegung bleiben. Oder wenn stehen geblieben wird müssen die Hunde halt Ruhe halten wenn es die Umgebung nicht zulässt das sie da rumflitzen können.

    Aber ich würde immer darauf achten das in eurem direktem Umkreis nicht rumgemoppert wird.

    Nö, Kathrin, dann hätt ich dich direkt angesprochen. Hab es schon verstanden das du den Hund so nimmst wie du ihn bekommst, ob mit oder ohne.

    Ist für alle Lesende gedacht. Bestehe ich auf Äusserlichkeiten sehe ich erstmal den Hund nur als Objekt. Den Hund dahinter nehme ich erst wahr wenn ich beginne eine Beziehung aufzubauen.

    Sehe ich den Hund nicht erst als Objekt sondern gleich als Hund, werde ich nicht Mittel und Wege suchen um mir einen kupierten Hund zu besorgen. Gilt allerdings auch für andere Dinge wie Hunde die so platte Nasen haben das sie keine Luft bekommen usw.