Beiträge von Terry

    och MASSA meint - behaupte ich jetzt mal und da gebe ich ihm recht (wenn ich es richtig verstanden habe):

    ersteinmal muss der HH lernen was das "Führen" des Hundes bedeutet und dieses entsprechend umsetzen. Denn Hunde sind für alle "Schandtaten" bereit wenn HH weiß wie es geht (und ich meine da nicht die Leckerli-, Fuß- Sitzmethode).

    Na ja, und ich behaupte mal Starkzwang wird da angewendet wo man nicht weiß wie es anders geht (ich weiß es auch nicht bei Jagd- und beschädigungsbeißenden Hunden und halte mich bei diesen Hunden zurück in Bezug auf Ausbildung).

    Hm, und bei Grisou bin ich mir noch nicht sicher ob ich da des "Pudlichs Kern" erkennen kann :???: :D

    Ashkii (13 Wochen) wird das "Fußlaufen" nicht kennen lernen, weil ich mit ihm keine Prüfungen machen werde.

    Mir reicht das er Leinenführig ist und bei mir bleibt wenn ich es ihm sagen (wenn er ohne Leine läuft).

    Barry (9 1/2 Jahre) hat auch kein Fußlaufen gelernt. Er ist leinenführig und bleibt bei mir.

    Fuß und Leinenführigkeit sind zwei paar Schuhe.

    zu empfehlen ist die Gewöhnung an einen Maulkorb.

    Bei einem Unfall, wenn vielleicht die HH auch nicht eingreifen können weil selbst verletzt, wird dem Hund von Helfern oft ein Maulkorb angelegt (oder das Maul zugebunden).

    Meine Tierärztin aus meinem Verein spricht sich für Maulkorbtraining aus, da der vom Unfall gestreßte Hund durch den Maulkorb, den er nicht kennt, völlig zusammen brechen kann. Und das kann dann schlimmer sein als die Verletzung selbst.

    Ich könnte mir vorstellen, daß ein verletzter Hund sich erst recht in Panik steigern könnte, wenn man ihm seinen "Waffen" beraubt (jetzt überzogen). Kennt er dies, wird ihm das sicherlich in der Situation helfen.

    Ashkii wird ihn auf jeden Fall kennen lernen. Barry kennt ihn und liebt ihn nicht, aber es halt auch nicht ungewöhnlich für ihn.

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    Wie soll denn nun die Beziehung zum Hund sein? Sollen wir uns verhalten wie Hunde? Sollen die Hunde sich verhalten wie Menschen? Sollen wir die Hunde behandeln wie Menschen? Sollen wir Hunde behandeln wie Hunde? Und wie sehen das die Hunde andersrum?


    Ist doch ganz einfach: der Hund benimmt sich wie ein Hund und der Mensch wie ein Mensch. Nicht mehr und nicht weniger.

    Liane schreibt es kurz und knapp

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    Auf jeden Fall reagiere ich auf ein Fehlverhalten nach meinem Charakter und ahme kein hündisches Verhalten nach.


    und auch du , AlissaBony, hast es nicht anders gemacht

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    Sie schnappte nach mir und es war nicht beabsichtigt aber instinktiv kriegte ich ihr Maul zu fassen und hab sie auf den Boden geworfen und laut "Nein!" gesagt.
    Dazu muss man sagen, die Zweite ist relativ neu und hat Angst vor Menschen und großen Hunden gehabt/hat sie teilweise noch.
    Ich wollte sie NIE körperlich züchtigen. Sie musste ja erst Vertrauen zu mir/den Menschen aufbauen. Und nach dem Vorfall war ich so fertig weil ich dachte "Jetzt hastes versemmelt du Dummdödel, dir wird sie nicht mehr vertrauen können".
    Aber Pustekuchen! Sie knurrt nicht mehr, schnappt nicht mehr, ist nicht mehr so ängstlich und liebt mich total!


    du warst in dem Moment "ehrlich". Du hast aus den Bauch agiert.

    Hättest du dies nicht aus dem Bauch heraus gemacht, sondern weil du den Tipp bekommen hättest, wäre evtl. eher das raus gekommen

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    Trotzdem hätte das Ganze auch ins Auge gehen können, dessen bin ich mir bewusst.

    Es geht nicht darum den Hund machen zu lassen und der Mensch muss sich nun alles gefallen lassen. Aber umgekehrt halt auch nicht.

    Setzt man Korrekturen bewusst und nach Anleitung um wird dies meist nicht so ankommen wie es soll. Sei dass das Timing nicht stimmt (denn wir spielen es oft erst einmal in Gedanken durch und sei es unbewusst) und damit Fehlverknüpfungen entstehen, sei das die Korrektur und der Auslöser für die Korrektur gar nicht zusammen passen (ist in der Kindererziehung nicht anders).

    Gerade bei selbstbewussten und für die eigenständige Arbeit gezüchtete Hunde kann das schief gehen da Hunde uns sehr schnell durchschauen.

    Agierst du aber aus dem Bauch heraus wird das Timing und die innere Einstellung den gewünschten Erfolg erzielen (was nicht mit Willkür und Wutausbrüchen verwechselt werden darf).

    hm, ein Maulkorb als Strafe? Es ist nicht vorauszusehen das er mal benötigt wird (sei es beim TA oder nach einem Unfall). Ob dem Hund dann klar ist warum er da dann gestraft wird obwohl es ihm schon schlecht geht? Bei dir hat es woh gut geklappt, Askja. Aber empfehlen würde ich es aus vorgenannten Gründen nicht.

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    Zum beispiel pferdemist, hasendreck, tote verfaulte mäuse, kleine vögel ect...eben alles was so in der natur auf dem boden rumliegt.


    das ist meine kleinste Sorge. Zwar achte ich schon darauf das Ashkii erst gar nicht lernt dies als "Mittagessen" zu betrachten, aber da mache ich mir gar keinen Kopp wenn er sowas frisst und würde da nun gar nicht auf Maulkorb kommen.

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    Und auch ob es einen mittel gibt um sie vor würmer zu schützen bis zur nächster entwurmungskur


    :D

    Natürlich liegt mir die Gesundheit meiner Hunde auch am Herzen, aber 1tens lässt sich nicht alles vermeiden und 2tens bei den vielen "Angeboten" empfinde ich es als unnötigen Streß alles zu verbieten. Im Frühjahr kommen wieder Gräser und Kräuter die gefressen werden und die müsste ich dann auch verbieten.

    Mein Hauptaugenmerk liegt darauf das ich meine Hunde möglichst nichts fressen lasse was der Mensch hinterlässt. Sei weil es giftig sein könnte, sei das es mehr als "unangenehm" ist :roll: .

    Versucht es so zu gestalten das der Hund lernt etwas "rauszurücken" wenn er etwas aufgenommen hat. Durch reine Verbote, vielleicht noch mit zu viel Nachdruck kann es eher zu gefährlichen Situationen kommen, weil Hundi versucht mit der Beute zu fliehen. Natürlich ist es besser Hundi nimmt erst gar nichts auf. Aber da braucht man Geduld und Spucke.

    Oft gibt es ja schon viel früher Anzeichen bei "unbeherrschten" Hunden bzw. Welpis welche mit Frust nicht wirklich umgehen können.

    Zu einem Wutausbruch hatte Ashkii bis jetzt noch keine Gelegenheit weil ich ab Übernahme sofort klar gestellt habe das er bei mir nicht weit kommt (und er ist selbstbewusst und frech wie "Oskar").

    Dazu agiere ich allerdings nicht nach "Anweisung" sondern so wie gerade gebraucht. Und auf den Rückendrehen und festhalten ist für mich "nur" ein nachahmen.

    Bei mir hätte es z.B. kein Nein gegeben sondern eine Aktion die einen Wutanfall nicht hätte aufkommen lassen (mal so einfach behaupten will :D ).

    Für dich Juline war es in dem Moment deine Aktion und Jule hat es verstanden. Was bei einem Nachahmer halt nicht unbedingt der Fall sein muss.

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    Wenn mir der Kragen platzt, fühle ich mich berechtigt, meinen Unmut zu zeigen...wie du sagtest: Grenzen zeigen. Hier ist die Grenze, dass ich stinksauer wegen dem Verhalten des Hundes bin und ihn das spüren lasse, schmerzfrei natürlich, aber evt. ruppig!


    Das ist das Einzige dem ich zustimme.

    Etwas nachzuahmen was Hunde machen ist nicht Hundgerecht.

    Beobachtet 20 verschiedene Hundegruppen und ihr werdet unterschiedliche Vorgehensweisen beobachten können. Es kommt auf den einzelnen Hund an wie dieser agiert. Ob ruppig, ob zupackend, ob ignorierend usw..

    Oft gehen vor Zurechtweisungen von uns nicht erkennbare Signale voraus und oft handeln Hunde nach einer Rüge ganz anders als Menschen.

    Situationsbezogen und Charakterbezogen zu agieren ist jedem Menschen möglich. Dazu braucht es keine Hilfsmittel, dazu braucht es nur ein gutes Bauchgefühl und "Ehrlichkeit".

    Ehrlich ist es für mich nicht wenn man einen Hund korrigiert auf eine Art und Weise weil es ein anderer genauso macht bzw. weil es empfohlen wird. Ich würde sagen jeder Mensch ist in der Lage angemessen in der passenden Situation zu agieren.

    Der wichtigste Punkt ist für mich immer nach einer Korrektur nie nachtragend zu sein. Denn mehr als sich zurückzuziehen bzw. zu zeigen das er verstanden hat kann ein Hund nicht.

    ach ja, Britta, das waren noch Zeiten :D .

    Ich musste natürlich alle Lassiefolgen sehen (Fury, mein Freund Ben, Flipper usw.).

    Auf sone Kleinigkeiten wie du Walter habe ich gar nicht geachtet. Ich fand den Collie schön. Haben mir aber nie einen gewünscht :???: , keine Ahnung warum.

    Einen Hund wollte ich schon immer aber ich glaube Lassie war halt Lassie und nicht irgendein Collie.

    Das Auftreten von Timmy hat mich eigentlich nicht gestört, obwohl ich, wie du Walter, zu der nicht wirklich sauber zu bekommenen Fraktion gehörte. Den ganzen Tag im Wald (mit Freunden ohnen Hund) rumtreibend oder auf einer brach liegenden Baustelle den riesen Sandberg zum rutschen nutzend war der Dreck oft auch durch Baden nicht wirklich runter zu bekommen, zur Freude der Erwachsenen :D .

    Aus Nostalgiegründen (meine Kinder kann ich damit glaube ich jagen, vielleicht gefällts ja mal den Enkelkindern) werden ich mir die DVD´s mal anschaffen.

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    Das würde mich auch mal interessieren. Denn ohne Pupertät kein vernünftiges Erwachsen werden! Ich darf das sagen, hatte zwei Töchter und Hund zur gleichen Zeit pupertierend und zurzeit einen pupertierenden Sohn. Pupertät ist schlichtweg wichtig und mein Hund hat somit gelernt, viele Dinge auch selber zu regeln, ohne mich, da er weiß, was geht und was nicht. Meine Kids übrigens auch, denn ich kann nicht ein Leben lang jemanden, der längst Rad fahren kann, die Stützräder dran lassen. Und wenn man mal hinfällt, ist es die Kunst, wieder aufzustehen.


    Ich habe zwei Kinder "groß" bekommen. Und auch da bin ich immer erstaunt mit was so manche Familien zu kämpfen haben. Natürlich gibt es die Pubertät, die Entwicklung an und für sich, das Erwachsen werden.

    Aber beide, Kinder und Hunde haben eines gewusst: es gibt eine Aufforderung, eine Ansage und dann die Konsequenz. Mit diesem roten Faden wussten und wissen Kinder wie Hunde wo es sich nicht lohnt mit mir zu "diskutieren". Wenn ICH bereit bin zu diskutieren signalisiere ich es deutlich.

    Meine Kinder haben keine "Stützräder" von mir bekommen. Sie haben den roten Faden gehabt (bis hier und keinen Schritt weiter) und sie konnten ihren Weg mit meiner Hilfe finden (dem Alter entsprechend). Damit brauchten sie mit mir nichts "auszukämpfen". Das wir dabei trotzdem oft anderer Meinung waren ist klar.

    Hunde kann ich diese Selbständigkeit nicht entlassen. Aber auch hier gilt: Aufforderung, Ansage, Konsequenz. Und da spielt für mich das Alter eines Hundes gar keine Rolle. Ashkii lernt kein Kommandos, dafür aber das er bei mir keine Chance hat. Es sind da aber wieder nur wenige Dinge die ich sehr streng handhabe (Straße, das beliebte Welpibeißen ohne Hemmung usw.). Dafür darf er viel selbst herausfinden. Ich bin nur der "Aufpasser" um im Notfall eingreifen zu können.

    Natürlich verwarnt Barry andere Hund wenn sie bei ihm zu aufdringlich sind. Verstehen diese es aber nicht greife ich ein (auf meiner HP steht genug zu Barry um zu verstehen warum ich hier so handele).

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    Und was machst du mit den aufdringlichen Hunden, die auf mich zu schießen und um meine Aufmerksamkeit und Leckerchen betteln? Die darf und hat mein Hund zu maßregeln, weil dies ist schlichtweg unhöflich. Dies muss und hat ein Hund zu begreifen. Und fremde Hunde haben an meiner Tasche nichts zu suchen. Das hat Null mit menschlicher Ressource zu tun. Und mein Hund darf da schon mal die Zähne zeigen. Der andere Hund muss das nur kapieren und vor allem sein Frauchen auch. Frauchen könnte ja auch Hund bei sich behalten und dafür sorgen, dass der andere Hund mich erst gar nicht bedrängt. Dann müsste mein Hund das auch nicht maßregeln, denn auch für Hunde gibt es eine natürliche Individualdistanz.


    Du überlässt deinem Hund hier klar die Führung. Warum soll mein Hund mich beschützen? Das kann ich selbst. Ich wehre die Hunde ab die mir zu aufdringlich sind. Warum soll ich das dem Hund überlassen? Das kann ich nun gar nicht nachvollziehen (das du es für dich so entscheidest ist eine Sache, aber warum das "normal" sein soll?)?.