Beiträge von Terry

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    Will nicht dass sie so ein Hund wird, der so extrem fixiert ist auf mich...


    nun ja, extrem fixiert vielleicht nicht, aber der HH sollte doch immer Wichtiger sein als ein anderer Hund ;) .

    Was das Spielen betrifft: für mich kommt es darauf an warum ich einen HuPlatz besuche. Wenn ich z.B. jetzt eine Sportart ausführen möchte käme für mich auch nur das Training in Frage (weil ich das nur auf den Platz mache und auch nur da brauche). Keine Tobestunde. Denn das bekommt mein Hund "draußen" und der Platz bedeutet Arbeit.

    Gehe ich auf den HuPlatz um Dinge für den Alltag zu erlernen, gehört für mich eine Toberunde dazu. Hund soll ja lernen das letztendlich der HH das "letzte" Wort hat.

    Ich finde es nicht geschickt den Hund erst auf den Platz zu mit Toben zu konditionieren und das dann zu streichen. Ein Hund kann das nicht nach vollziehen und das erschwert das konzentrierte Arbeiten (für den Alltag).

    Hätte ich einen HuPlatz würde ich es trennen. Treffen zum Toben und Treffen zum Arbeiten. Wenn die Hunde dann mal soweit sind das sie auch außerhalb des Platzes abrufbar sind (führbar sind), könnte es dann gemischt werden.

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    Ich bin tendenziell ein eher unsicherer Mensch, und auch mit der ruhigen Souveränität klappt's eher selten. Insofern stoße ich da rein charakterlich wohl an meine Grenzen und muß zur Konditionierung greifen. Hm, klingt irgendwie nach billigem Ersatz ...


    Nein. Du arbeitest so wie du in dem Moment in der Lage bist. Das kommt damit auch ehrlich bei deinen Hunden an. Das ist das was zählt.

    Vielleicht kann dir solch ein Seminar noch einen zusätzlichen Weg aufzeigen bzw. helfen an dir selbst zu arbeiten. Wenn das nicht so seien sollte ist es auch kein Problem. Denn du musst sehen wie du den Alltag bestehst. Aber helfen kann das Arbeiten außerhalb der reinen Konditionierung schon. Ist aber ein langer Weg der viel von Aha-Erlebnissen aber auch großen Fragezeichen geprägt ist. Unsere Hunde "begreifen" uns manchmal schneller als wir sie :D

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    Noch nie, nie, nie hat diese Fellnase was kaputt gemacht, was vom Tisch geklaut oder sonstigen Blödsinn angestellt. Ganz schön langweilig, was


    ich würde sagen du hast dir schon selbst geantwortet :D . Sie scheint sich eher nicht zu trauen.

    Aber vielleicht hat sich einfach auch kein Interesse daran. Deswegen ist sie mit Sicherheit nicht "dumm".

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    Die Sache mit der Box find ich ehrlich gesagt nicht so doll, wie soll der Hund denn so lernen, dass er Ruhe bewahren soll, wenn ich weg bin!


    Ashkii hat seine Box als seinen Rückzugsort kennen gelernt und das er da entspannen kann. Da fühlt er sich Sicher und vor allen Dingen geht es immer entspannt zu wenn ich nach Hause komme. Das kann jeder Hund lernen.

    Er kommt auch zwischendurch in die Box wenn er zu sehr aufdreht und nicht von allein wieder "runter kommt". Dadurch hat er mit der Zeit gelernt jetzt auch außerhalb der Box zu entspannen. Denn der komplette Alltag läuft dadurch viel entspannter ab. Wie onyxvl schon schreibt: es darf keine Dauerlösung werden nur um seine Ruhe zu bekommen.

    Die Box soll für den Hund eine Hilfe sein.

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    Maja bettelt.
    Ich rufe.
    Sie kommt sofort.
    Belohnung


    und ich vermute mal die Belohnung ist ein Leckerli. Was erwartest du von deinem Hund. Er hat gelernt: es wird gerufen ich laufe hin und bekomme etwas.

    Das du geplant hast das sie es nur bei dir so machen soll hat der Hund leider noch nicht lernen können. Er ist darauf konditioniert: rufen, kommen, Leckerli.

    Lass es also einfach. Dein Hund geht zu anderen und wartet auf etwas? Gehe hin, splitte (laufe also zwischen deinen Hund und den Leuten durch) und nehme deinen Hund mit. Erstens ist das nervig für die Menschen (soll es ja auch sein) und du zeigst deinem Hund durch deine Aktion das du es nicht wünscht (das Vorsitzen bei anderen Menschen).

    Laufe mit ihr weiter und beschäftige dich mit ihr: das kann in dem Fall Dummyarbeit sein, oder DU versteckst Leckerli und sie darf es mit DIR suchen (also die Zusammenarbeit mit dir ist der Jackpot), oder du spielst mit ihr. Zeige also deinem Hund das nicht das Leckerli der Jackpot ist sondern du.

    Ich mache es bei allen Straßen. Ob nun Bordstein oder nicht.

    Muss allerdings dazu sagen das es hier in Berlin recht einfach ist. Die Wege sind breit, Straßen sind klar zu erkennen und meist parken Autos an den Straßen (also sind die vorbeifahrenden Autos nicht so dicht).

    Bei meinen Fahrten/Aufenthalten in Kleinstädten oder Dörfern muss ich sagen das meine Hunde an der Leine bleiben. Die Wege oft sehr eng und die Autos fahren sehr dicht und zügig vorbei. Das ist mir zu Riskant auch wenn Barry die Straße nicht betritt.

    Also ich beginne mit allem, was mal klappen soll, sofort am ersten Tag. Je selbstverständlicher damit umgegangen wird, umso weniger wird es für den Hund etwas Besonderes.

    Nun scheint es nicht gerade ein kleines Hundchen zu sein, so daß die Gewöhnung an eine Box daran scheitern könnte das sie euch zu groß ist (die Box).

    Ashkii würde hier auch so einiges "umsortieren". Er ist in einer Box wenn ich nicht da bin. Die ist allerdings noch so groß das er da ein Whz. und ein Schlafzimmer hat :D .

    Diese Box kennt er vom ersten Tag an, habe ihn ja auch mit Box abgeholt. Da kann er entspannen. Er hat da was zum kauen drinn (allerdings nichts Fressbares weil er sonst glatt ersticken würde, da er alles inhaliert).

    Wenn er etwas erwischt hat was er nicht sollte und ich entdecke es zu spät habe ich Pech gehabt. Also würde er ohne Box sein würde ich mich im Geiste schon von meinen Möbeln verabschieden. Er weiß es nicht besser.

    Für MICH käme die Übernahme solch eines kleinen "Dekorationskünstlers" nur in Frage wenn ich ihn durch eine Box absichern kann. Denn der Streß um eine verwüstete Wohnung würde das "Zusammenwachsen" negativ beeinflussen und evtl. weitere unerwünschte Verhalten nach sich ziehen.

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    Meine Empfehlung:

    Zunächst solltest Du genau prüfen (lassen) ob der Grundgehosam gut ausgebildet ist.
    Das würde doch aber heißen das ich das mit einem Welpen gar nicht machen könnte. Denn der "sitzende Grundgehorsam" wird wohl da ein wenig dauern
    Dann muss dein Bubi mit Dir so gut harmonieren das er nicht an der Leine zieht.
    Würde also auch heißen das mit der Straßenarbeit erst begonnen werden könnte wenn Hundi in der Ausbildung weiter ist?Dann muss Bubi so gut hören dass er ohne Leine mit Dir geht, auf DICH achtet.....
    hier also auch wieder das gleiche: Straßenarbeit erst wenn Hundi, na ja, sagen wir mal so ca. 14 - 15 Monate alt ist?.


    Ashkii (18 Wochen) kennt die Straßenarbeit vom ersten Tag, an dem ich ihn übernommen habe. Sie ist integriert in den Alltag und ist, bei mir, losgelöst von irgendwelche Voraussetzungen.

    LinnyQueeny
    du kannst zu jedem Zeitpunkt anfangen. Barry, mit 3 Jahren übernommen, war ein "Straßenläufer". Er ist anfangs immer auf die Straße gegangen um dort zu laufen. Nach 3 Wochen war das erledigt und er war zu 70 % Straßenfest. Heute ist er zu 99% Straßenfest und läuft an der Straße offline.

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    Also ich muss zugeben, dass ich hier gerade etwas enttäuscht von HTS Anhängern bin.
    Und die gleiche Reaktion bekomme ich leider woanders auch öfters mit.

    Ich finde es schade, dass man gleich zu Sätzen wie "Du willst das nicht verstehen" zurück greift.


    Ich kein HTS-Anhänger, da ich viele Dinge schon seit Jahren so mache wie ich es mache, ohne HTS gekannt zu haben (und viele Dinge auch anders mache) sondern schreibe nur von MEINER Einstellung und MEINEM Verständnis dafür (das Thema ist ja die HTS-DVD).

    "Und du willst das nicht verstehen" bezieht sich auf ganz andere Dinge (die auch in anderen Themen immer wieder aufkommen und hat mit HTS überhaupt nichts zu tun): ich versuche zu erklären das es nicht um Methoden gehen darf (hier geht es auch nicht um eine Methode), das es nicht darum gehen darf einfach etwas zu übernehmen sondern das es darum geht das jeder seinen persönlichen Weg findet (wenn ich einem HH vom ersten Tag beibringe seinen Hund zu konditionieren lernt er eben nicht seinen persönlichen Weg zu finden). Und des weiteren versuche ich nur zu erklären dass das HTS-Prinzip genau da ansetzt: den eigenen Weg für sich und den Hund zu finden. Ich reagiere auch nur darauf was mich betrifft: den Ansatz in der Schulung und dem Verständnis des HH für seinen Hund Priorität zu geben.

    Wie letztendlich dieser aussieht ist doch erstmal wurscht. Und ich schreibe nur aus meinen Erfahrungen welche ich mit Konditionierung gemacht habe und zeige die "Nebenwirkungen" auf. Was da dann jeder sich daraus zieht ist dann jedem seine Sache.

    Ich habe in diesem Thema dies so gut wie möglich versucht auch klar zu machen was ICH meine, wie ich das Thema sehe. Bekehren möchte ich einen HH immer nur seinen Hund auch außerhalb jeglicher Konditionierung wahr zu nehmen.

    Ok, sitz gibt es bei mir nicht. Warum auch? Hund soll die Straße nicht betreten.

    Das versteht Hund am besten wenn er NICHT mit darf wenn man selbst weiter geht. Meine Hunde lernen also, das ich weiter rennen, laufen, hüpfen darf. Das ich auf der Straße laufen darf, mit Ball spielen darf usw., usw..

    Sie dürfen mit keiner Kralle die Straße berühren. Dann werden sie mit Blocks sofort auf den Gehweg zurück gedrängt (und einem scharfen "Straße"). Sie dürfen stehen, auf dem Gehweg mitlaufen, sich hinsetzen oder legen wie sie möchten. Wenigstens sie betreten die Straße nicht.

    Das muss allerdings, gerade bei "Straßenanfängern" mehrmals am Tag und unterschiedlichen Orten eingebaut werden.