Beiträge von Terry

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    Ich glaube, ein Problem ist bei mir im Moment, dass ich bei Vielem nicht wirklich begreife, sondern nur versuche.


    das ist nicht nur dein Problem. Das haben seeehr viele HH. Denn sie bekommen Tipps (oft ja auch nur über das INet) und nun versuchen sie etwas.

    Natürlich muss ein wenig herumprobiert werdem und es wird nicht immer sofort klappen. Aber der Hintergrund/Sinn muss viel mehr hinterfragt werden. Denn dann erst kann man es an sein Leben anpassen. Das machst du ja auch.

    Und deswegen bis du kein unfähiger Hundehalter, sondern nur einer der lernt. Der beste Lehrmeister ist das Leben und deine Hunde. Sie werden dir noch viel beibringen. Und du wirst mit der Zeit daran wachsen.

    Das Grisu nun das Pech hatte ist Schnee von gestern. Viel wichtiger ist das du etwas erkannt hast und Nachfragst. Damit Aussenstehende beraten können. Denn oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und darum ist es auch wichtig mit jemanden gemeinsam, vor Ort (bei dir jetzt Staffy), einen Weg gezeigt/geraten zu bekommen.

    "Zusammenbasteln" musst du dir diesen letztendlich natürlich allein. Und da wirst du oft genug noch dastehen und sagen:"man, das hättste dir jetzt auch schenken können". Das gehört dazu. Danach ist man immer schlauer, aber nur wenn man sich Gedanken macht. Und das ist das Wichtigste.

    Du hast doch schon so tolle Erfolge. Und nur das zählt. Das Andere ist dazu da um bewältigt zu werden. Und vielleicht kann dir da ja Staffy noch ab und an vor Ort zur Seite stehen.

    Kannst ja auch mal auf meiner Website ein wenig lesen. Da kommen dann vielleicht auch noch so ein paar Aha-Erkenntnisse.

    Da ich nicht weiß welcher Hintergrund dir gesagt wurde zu den Tipps hier mal ein paar Anmerkung aus meiner Sicht (so wie ich es sehe, erkläre und umsetze; bedeutet also nicht das du es genauso machen sollst!)

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    Allgemein fällt es mir immer noch unheimlich schwer, zu ignorieren. Es gibt viele Situationen am Tag, da wird kurz gebalgt oder geknuddelt oder gespielt... Vor allem im Haus. Die meiste Zeit des Tages bin ich eh mit anderen Dingen beschäftigt und die Hunde akzeptieren das auch. Aber wenn ich Zeit hab...


    für mich bedeutet Ignorieren auf keinen Fall der Entzug des Sozialkontaktes. Sondern ich ignoriere weil ich es mir leisten kann. Da ich der Gemeinschaft meine "Dienste" zur Verfügung stelle, nämlich den Schutz, Sicherheit und das leibliche und seelische Wohl sicher stelle, kann ich es mir leisten zu ignorieren und zu agieren wann ich es für richtig halte. Alles andere können Hunde nicht verstehen und es kann, je nach Hundepersönlichkeit, verschieden umgesetzt werden. Ob zum Negativen oder Positiven sei dahin gestellt.

    Nur wenn Hunde ständig "Beschallt" werden und sie dadurch einfach keine deutliche Ansage bekommten (das verliert sich oft in dem Gespräch, weil Hund nicht mehr wirklich filtern kann) ist es sehr sinnvoll sich als Mensch einfach mal zurückzunehmen. Ist der rote Faden ersteinmal gespannt, sind Mensch und Hund soweit ein Team das sie sich auch ohne Worte verstehen, dann könnte man (muss aber wirklich nicht sein) sie den ganzen Tag zuquatschen und sie würden damit umgehen können.

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    Sie möchte ein angenehmes Leben haben und so lange die Grundbedürfnisse gestillt sind, stellt sie eh nichts in Frage.


    man möchte es nicht glauben, aber das will jeder Hund. Und darum braucht er unsere Führung.

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    ch weiß nicht warum genau, aber Hundebegegnungen sind zur Zeit tatsächlich entspannter. Ob es tatsächlich an allgemeinen Umstellungen liegt, weiß ich nicht. Ich fühle mich sicherer und entspannter. Ich kann klare Anweisungen geben und die Hunde setzen diese um.


    Es kommt zusammen: du fühlst dich wohler, kannst klare Anweisungen geben und die Hunde können sich "zurücklehnen". Denn sie wissen/hoffen du kümmerst dich schon.

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    Es ist natürlich nicht alles perfekt und Lucy weit entfernt von einem Hund, der alle anderen Hunde toll findet, aber meine Anspannung ist größtenteils weg


    warum sollte sie auch? Sie hat ihre Persönlichkeit. Sie muss andere Hunde nicht toll finden. Sie muss sie aber akzeptieren. Und dabei musst du ihr helfen.

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    Grisu blieb stehen und guckte. Und ich dachte, anstatt den Schäferhund anzustarren, sollte er vielleicht mal mich ansehen, was wir nun machen


    Warum? wenn du es so möchtest, ok. Aber warum kann Grisu nicht beobachten wenn er dabei entspannt bleibt? Nur wer seine Umwelt bewusst wahrnehmen darf lernt mit ihr umzugehen. Es ist immer die Frage des Zieles. Mein Ziel ist es das meine Hunde alles dürfen solange sie entspannt sind und nicht selbst Entscheidungen treffen (z.B. einfach zu Menschen oder Hunden hinlaufen).

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    Wir üben das "Fuß" an einer Seite erst seit Kurzem. Wie auch immer, wir näherten uns unserem Zuhause und beide Hunde wurden unaufmerksam, strebten nach vorne. Mein erster Gedanke, was soll das jetzt, sie können es doch. Es ging bergauf und mir war warm. Und da ging mir durch den Kopf: wir gehen nun seit gut drei Stunden bei warmem Wetter spazieren und beide haben viel geleistet und waren sehr aufmerksam. Und nun rege ich mich auf, dass sie nicht "funktionieren"??


    Ok, Ashkii hat das Fuß nie gelernt. Und er läuft locker neben mir wenn ich es möchte. Da er sich an mir orientiert braucht es keine Fußübungen. Aber genauso wie du den Respekt der Hunde wünscht, können sie auch Respekt erwarten. Und du hast es ja schon erkannt: wer sich 3 Stunden vorbildlich benimmt kann sich auch mal wieder "locker" bewegen. Das nächste Mal wird Fuß halt wieder eingefordert. Denn du kannst es jederzeit entscheiden. Man fäng so einiges an Locker zu sehen :D

    Die erste Begegnung hat ja super geklappt. Du konntest deinen Hund in der Praxis beweisen das du es regelst.

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    Grisu sah die Hunde, kam auf meine Seite (ohne Aufforderung). Es war ihm offensichtlich nicht geheuer, aber ich war mir eigentlich sicher, es geht ok. Das habe ich Grisu gesagt. Er lief dann ein Stück auf die Hunde zu, wieder zu mir... Der Collie blieb unschlüssig stehen, der Mix bellte. Durch Lucy konnte ich mich ja nicht selbst "freudig" den Hunden nähern, sie begutachten oder was auch immer. Letztlich waren wir auf einer Höhe, Grisu hatte die Rute geklemmt (hat er sonst eigentlich nie bei Hundebegegnungen), der Mix bellte in zwei Meter Entfernung, der Collie schnüffelte kurz und ging weiter. Ich hatte den Eindruck, Grisu hätte da mehr von mir erwartet... Hätte ich Grisus Blicke zu mir völlig ignorieren sollen (statt OK zu sagen?). Oder hätte ich die anderen Hunde vertreiben sollen? Auf dem Rückweg sind wir denen noch einmal begegnet. Diesmal war Grisu selbstbewusster, hat den Collie begrüßt, den Mix ignoriert. Letztlich ist ja nichts passiert und ich hatte auch nicht den Eindruck, das was passieren würde. Aber wie kann ich meinen Hunden in einer solchen Situation signalisieren, ich habe es im Griff?


    Schade aber auch. Dein Hund bittet um Hilfe und du verwehrst sie ihm. Deine Gemeinschaft ist wichtig. Sie steht an erster Stelle. Und um die musst du dich kümmern. Du musst freundliche Hunde ja nicht gleich vertreiben. Aber durch ein dazwischen stellen kann man erst einmal Abstand signalisieren. Ich schicke meine Hunde nie zu anderen Hunden (gebe sie nicht frei). Denn ich möchte das meine Hunde bei mir bleiben und würde sie mit dem wegschicken ja dazu noch Auffordern wegzugehen.
    In deinem Fall hätte ich einfach durch dazwischenlaufen gezeigt das ich es sehe, das ich akzeptiere das Grisu erstmal nicht möchte und wäre weiter gegangen. Ohne Kommentar. Damit könnte Grisu entscheiden ob er dir folgt oder ob er Kontakt aufnimmt (welcher ja in dem Moment auch erlaubt wäre). Meinen Hunden "sage" ich nur wenn kein Kontakt erlaubt ansonsten mische ich mich da verbal nicht ein sondern laufe weiter. Mh, war das verständlich :???: .

    Es dauert eine gewisse Zeit bis man so seinen Weg gefunden hat. Situationen sind nicht vorhersehbar und müssen immer wieder neu bewältigt werden. Bei zwei unterschiedlichen Hunden (einer mag Hunde der andere nicht) umso schwieriger. Aber mit der Zeit wird der rote Faden, an dem die Hunde sich orientieren können, fest gespannt sein und deine jetzigen Erfolge werden noch wachsen.

    Leider macht der Mensch aus allen Sportarten für Hunde Wettbewerbe.

    Und das endet dann oft so (ist ja beim Agi oder Fressbee häufig nicht anders).

    Barry hat Fleyball als einfache, nette Beschäftigung kennen gelernt. Regelmässig machen würde ich es auch nicht, denn falsche Fleyballmaschinen, falsches Training und dann gehts auf die Gelenke.

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    Also besser gar nichts lesen, Welpen holen und dann fragen?
    Natürlich gibt es qualitativ gute Bücher und weniger...


    Tja, wie soll ich es sagen. Es kommt darauf an wie ich mit den Informationen umgehe (bzw. welche ich mir nun vornehme bei dem riesen Angebot). Wenn aber man sich bevor der Hund eingezogen ist schon zurecht legt wie man, welchen Handgriff macht um den Hund beizubringen auf Ruf zu kommen oder wie man die Leinenführigkeit angehen will dann kann dies zu Problemen führen.

    Denn der Hund sagt einem erst wie man vorzugehen hat. Hunde sind nun mal nicht einfach Hunde. Wenn dies so wäre gäbe es diese ganzen Probleme nicht. Dann gäbe es eine Gebrauchsanweisung und die bekommt jeder der sich einen Hund anschafft.

    Vorbereitend halte ich für Sinnvoll: sich umschauen wie andere HH mit ihren Hunden leben. Wie diese einen Welpen groß ziehen usw. Das kann man in HuSchulen beobachten, in der Nachbarschaft. Schauen welche Bücher am meisten empfohlen werden. Und natürlich wäre es das Sinnvollste über das Wesen Hund sich eingehend zu informieren (Seminare, Vorträge etc.). Da finde ich aber so gut wie keine Angebote.

    Und dann den Hund einziehen lassen. Ihn beobachten und dann entscheiden wie man vorgehen muss/kann/will mit den vorher eingeholten Informationen. Ja, und dann Fragen.

    Was hatte ich mir nicht alles bei Ashkii vorgenommen. Tja und dann ist er eingezogen und es war alles ganz anders. Denn er gibt mir vor wie ich auf ihn eingehen muss. Er ist halt kein Jimmy, kein Balu, kein Barry, keine Kessy..... usw.. Er ist Ashkii. Und auf ihn musste ich mich einstellen, einlassen und mir einfallen lassen was für ihn am Besten ist. Ein Schritt nach dem Anderen. Jeden Tag neu beginnend und nach den Gegebenheiten richtend.

    Klar wird es immer wieder HH geben, die erwarten das der Hund schon Stubenrein auf die Welt kommt. Aber wenn sie dann schon fragen sollte man sie dann nicht verschrecken sondern tief Luft holen und einfach antworten. Oder tief Luft holen und Thema möglichst irgnorieren.

    Denn wie du es schon festgestellt hast: ändern wirst du es nicht können. Und damit bringt es auch nichts sich aufzuregen. Außer man hat einen zu niedrigen Blutdruck, dann kann das schon mal helfen :D

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    Es gibt genug Leute, die nichts lesen, weder im Net noch ein Buch oder die Hundeschule besuchen.


    Habe ich auch alles nicht. Bin ich deswegen automatisch ein schlechterer HH? Gab es damals in dem Umfang noch nicht. Und ich muss immer wieder feststellen (hab ich das als Kind gehasst wenn Ältere das von sich gegeben haben :D ) das ich früher überwiegend entspannte HH und Hunde kennen gelernt habe. Da hatte auch so mancher sein Problem. Aber irgendwie wurde da enspannter mit umgegangen und damit auch eine Lösung gefunden welche HH und Hund zugute kam.

    Stubenrein haben die ihre Hunde (und ich auch) irgenwie bekommen ohne das der Hund Schaden nahm; nicht jeder Hund hat sich mit jedem vertragen, dann musste man sich halt einige werden; echte Beissereien habe ich bis heute noch nicht erlebt, Raufereien ja, aber es sind halt Hunde usw. usw..

    Aber nun schweife ich ab.

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    warum dann also nicht gleich 2?


    weil es Wurfgeschwister sind und Gleichgeschlechtlich.

    Zwei Hündinnen oder Rüden aus verschiedenen Würfen mag ja noch angehen (wobei der HH sehr viel Nerven beweisen muss). Ich kenne bis jetzt aber auch keine HH welche das noch einmal wiederholen würden. Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

    Ich kenne bis jetzt nur diese Regel

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    Nur mit ca. 1 Jahr haben die beiden beschlossen sich nicht zu mögen.
    Und der Rest war mit viel Blut aufwischen, sehr vielen Tierarztbesuchen, absoluter Trennung bzw. Überwachung verbunden, bis man das wieder im Griff hatte.


    Und ob man das auch in den Griff bekommt, steht ja noch auf einem anderen Blatt.

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    ...indem man vielleicht ein oder zwei Bücher liest oder in einem Forum fragt, bevor der Welpe einzieht.


    Drollig. Bei der Menge an Literatur was über Hunde zu finden ist. Welche "ein oder zwei" Bücher sollen es denn dann sein das dem HH geholfen ist? Und im Forum fragen: da kann er mit Sicherheit auch gleich mal ein paar verschiedene Antworten bekommen. Mit einem Tipp der genau auf diese Konstellation Hund/Mensch/Alltag nicht zutrifft kann man sehr viel falsch machen.

    Stubenreinheit: ist der Eine überzeugt man muss feste Zeiten einhalten (hat ja bei ihm geklappt) wird der Andere genau das Gegenteil erzählen (denn hat ja bei ihm geklappt) und der noch Andere hat wiede seine eigenen Erfahrungen mit seinem Hund gemacht.

    Bevor ein Hund nicht eingezogen ist bringt der beste Plan nichts. Denn der Hund wird einem sagen was Notwendig ist. Und damit treten dann die Fragen auf.

    Entweder man gibt Antworten oder man lässt es bleiben. Seinen Unmut, der in einem hochkocht, hier zu entladen, bringt ausser Frust nicht wirklich etwas. Deutliche Worte können manchmal Wunder bewirken. Keine Frage. Aber reine Vorwürfe, wie doof (denn das ist ja die Grundaussage solcher Antworten) der Fragende doch ist, bringt dem Hund nu nicht wirklich was.

    Ich kann beide Seiten verstehen. Und bei vielen Fragen bin ich innerlich wie Rambo ausgestattet: voll bewaffnet und dann um mich schiessend :D . Aber dabei bleibt es dann immer häufiger. Habe mich früher auch sehr ereifern können. Je mehr ich aber mit Menschen arbeite, umso mehr verstehe ich, das man in den meisten Fällen nur mit Beharrlichkeit und Einfühlungsvermögen vorwärts kommt. Oder man nimmt Stellung wenn man keinen gemeinsamen Weg findet und zieht sich zurück.

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    Oder nachfragen, wie schaffe ich es, dass mein Hund gehorcht - also jemand absolut nicht weiß, WIE man ÜBERHAUPT vorgeht.


    Und schon sind wir an einem Punkt den ich bemängel: es gibt kein Rezept, keine Gebrauchsanweisung. Das ein Hund nicht gehorcht liegt doch oft nicht daran das diese HH zu doof sind, sondern das sie keinen Plan habenbzw. der vorhandene Plan so nicht aufgeht.

    Einen Plan kann man erst durch Erfahrung und natürlich durch ein Grundwissen erarbeiten. Und dieser wird doch nirgends (wenige gute Ansätze sind vorhanden) wirklich beigebracht. Ich kenne jedenfalls bis heute nur eine einzige HuSchu welche sich auf dieses Grundwissen/Grundpfeiler spezialisiert hat. Alle anderen HuSchulen die ich bis jetzt beobachten konnte (klar kenne ich nicht Alle, ist ja gar nicht möglich) gehen nach Schema F vor.

    Bei HH wird es immer solche und solche geben. Solche die sich nicht Informiert haben und es auf Anhieb verstehen durch alleinigen Menschenverstand und gutes Bauchgefühl mir ihrem Hund den passenden Weg zu finden; Solche die sich informieren, dabei aber evtl. halt nur die guten Seiten sehen und dann völlig von der Rolle sind; Solche die nur aus einer Laune heraus sich einen Hund geholt haben aber nicht dahinter stehen und solche die Information und Umsetzung super unter einen Hut bekommen und es tatsächlich klappt.

    Letztendlich ist es immerhin der erste Schritt in die richtige Richtung zu fragen. Denn das zeigt schon mal Interesse. Und wem es zuviel ist der sollte einfach nicht antworten. Gebe zu das ich viele Themen nicht mehr öffne, weil es die 1000enste Anfrage zu schon gut durchgekaute Themen sind. Und weil es oft eben nicht reicht einfach eine pauschale Antwort zu geben, sondern das ersichtlich ist, das der Grundpfeiler fehlt und diesen zu erarbeiten viel mehr Zeit in Anspruch nimmt.

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    Ich meine lediglich die Welpenbesitzer, die sich überhaupt nicht vorher informiert haben!


    Du schliesst dies doch aber allein aus der Tatsache das überhaupt gefragt wird. Also verstehe ich es so: jeder der Fragt hat sich nicht informiert.

    Ich sehe das Problem an einer ganz anderen Stelle. Es gibt zuviel Informationen. Es wird ja schon eine richtige Wissenschaft daraus gemacht. Was aber der HH nicht lernt bzw. welche Infos er nicht bekommt ist doch > wie tickt ein Hund, wie kommuniziert ein Hund. Denn mit diesem Wissen kann ein HH letztendlich eher sich auf seinen eigenen Hund einstellen als die ganzen Erziehungstipps die ihm um die Ohren gehauen werden (HuSchulen, Vereine, Foren).

    Viele HH verrennen sich ja sofort komplett in der Erziehung (also das Beibringen von Kommandos) als das sie ihren Hund kennen lernen und individuell auf ihn eingehen können.

    Ich habe mit 19 meinen ersten eigenen Hund geholt, einen Welpen. Vorher hatte ich nur erwachsene Gassihunde. War also trotz der vielen Hunde ein blutiger Anfänger. Der Welpe wurde aus dem Bauch heraus und mit der Erfahrung die ich durch die erwachsenen Hunde gemacht habe, groß gezogen. Und ich bin heute froh das ich nicht das Infomaterial zur Verfügung hatte wie es heute angeboten wird. Denn da wäre aus meinem Jimmy bestimmt nicht der Hund geworden der er war. Ich hätte mich viel zu viel beeinflussen lassen.

    Bei Barry war das so. Da haben mich die Informationen, die ich gelernt hatte als Trainer, mein Bauchgefühl aufgeben lassen. Barry hat mich dann eines Besseren gelehrt und ich bin wieder auf meinen alten Weg gegangen mit dem Wissen welche Informationen ich wirklich brauche. Erst das hat es mir ermöglicht Hunde noch besser kennen zu lernen und ihnen auch gerecht zu werden.

    Für mich: Beides.

    Ich suche mir ja meine Hunde nach dem "Klick" aus. Entweder es macht Klick und wenn nicht nehme ich den Hund nicht. Bis jetzt war dies nur bei Rüden der Fall. Selbst bei Ashkii, den ich mir ja schon vor seiner Geburt ausgesucht habe, stand für mich fest das ich nur einen Rüden möchte.

    Ich habe keine wirkliche Ahnung warum dies bei mir so ist. Habe schon viele Hündinnen in Pflege gehabt und hatte auch mit diesen keine Probleme. Wie du schon schreibst muss man sich auf den jeweiligen Charakter einstellen bzw. einlassen.

    Den Unterschied den ich für mich vielleicht sehen würde (auße der Läufigkeit natürlich) wäre, das ich Rüden eher eine vernünftige Auseinandersetzung zutraue als einer Hündin. Meine Erfahrung bis jetzt ist, das eine unverträgliche Hündin sofort richtig zulangt. Bei Rüden habe ich es in dieser Form noch nicht erlebt. Mit Unverträglich meine ich nun nicht wirklich Bissig, denn da kennen auch Rüden keinen Unterschied und keine Hemmungen.

    Wenn Barry mal ein Loch im Pletz hatte, dann immer von einer Hündin.

    So an Berlin zurückdenkend muss ich schon sagen, das die mir dort bekannten Hündinnen (ob nun im Alltag oder im Verein) immer eher bereit sind ihren "Willen" gegenüber anderen Hunden mit Zähnezeigen, schnappen, keifen oder Angriff durchzusetzen als die mir bekannten Rüden.

    Die Rüden beschränkten sich oft auf Körperbetontes Klären (Aufbauen und Stelzen) und oft Rückzug.

    Ich empfinde Hündinnen oft als sehr "zickig" :D

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    Alles Spielen geht vom Menschen aus. Alles Streicheln ebenso. Kommt der Hund und fordert es ein, ignorieren.


    das in eine Regel die der Mensch mal so pauschal sich hat einfallen lassen. Oder wer hat schon gesehen das ein Rudelchef (Hunde) zu seinen Artgenossen geht und diese zum Spiel auffordert bzw. zum schmusen? Wohl eher nicht.

    Die Mitglieder kommen zum Ranghohen und fragen an. Und dieser entscheidet ob ja oder ob nicht. Geschleime wird ignoriert, unangemessene Aufdringlichkeit (Respektlosigkeit) wird kurz und knapp gerügt wenn eine Drohung nicht ausreicht. Entscheidungen trifft der, der die Führung innehat (bei wichtigen Dingen) und ansonsten darf jeder machen was er will.

    Also liegt letztendlich bei dir die Entscheidung. Willst du streicheln wenn sie anfragt, dann mach es doch. Willst du in dem Moment nicht dann mache es genauso deutlich indem du sie ignorierst. Also verunsicher deinen Hund nicht mit Halbheiten. Wenn sie auf die Couch darf dann lass sie. Und wenn du es in dem Moment nicht willst, darf sie nicht und MUSS es dann auch akzeptieren (respektieren). In der Situation selbst ist Konsequenz angesagt. Aber nicht Allgemein.