Beiträge von Terry

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    Weil es auch Hunde gibt, die verbotene Dinge tun, wenn die Person nicht da ist die es sonst verbietet.....


    Zwar passt deine Antwort auf den Teil den du zitiert hast, aber da ich ja noch ein wenig mehr geschrieben habe, passt es dann doch nicht. Wenn du einem Hund (oder Kind) nur über Verbote was beibringen willst, wirst du genau zu dem Ergebnis kommen, warum du mit solchen Umwegen arbeiten musst und auch da kenne ich genug Hunde bei denen du mit solchen Maßnahmen nicht weit kommst ;)

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    Was ist aber, wenn ich nen Stückchen Salami auf den Tisch lege und ein paar leere Konservendosen drauf stelle.
    Der Hund zieht die Salami vom Tisch, die Dosen poltern runter und die Salami hat bestraft......


    Warum einfach wenns auch umständlich geht.

    Wenn ich mit Ashkii so arbeiten müsste, hätte ich für nichts anderes mehr Zeit. Ich müsste meine ganze Energie auf Überlegungen konzentrieren um mir zu überlegen wie ich Ashkii "anonym" bestrafen könnte. Denn der hat soviele "Flausen" im Kopf, das ich für jede mir was anderes einfallen lassen müsste, und vor allen Dingen heißt das ja noch lange nicht das er dann generalisiert. Nur weil die Dose auf DEM Tisch böse war, heißt das ja noch lange nicht das dies auch bei Freunden gilt.

    Meine Freundin hat gern ihre Hunde bei mir abgeliefert wenn sie mal länger das Haus verlassen hat, da ihre Kessy immer etwas bei ihr gefunden hat um es zu zerkauen. Und bei ihr ist schon fast klinisch rein aufgeräumt. Und da schmeist der Hund sich selbst einiges um die Ohren, was ihn nicht davon abhält.

    Bei mir ist es eins mit Sicherheit nicht: ordentlich. Da müsste für Kessy eigentlich das reinste Paradies sein. Nur geht sie bei mir nirgends ran. Da wird nichts angekaut, nichts zerlegt. Klar, wenn ich Essen würde einfach mal so in ihrer Höhe liegen lassen, würde ich es nicht beschwören, das sie nicht ran geht (bei mir ist sie auch auf die Küchenzeile nicht gegangen, da lag genug zu Essen rum; bei meiner Freundin ist sie auf die Spüle gesprungen um das dreckige Geschirr abzuschlabbern und noch einiges runter zu holen). Aber warum soll ich einen Hund verleiten? Sie hat bei mir noch nie Ärger bekommen. Was sie aber immer wusste: im Notfall setze ich mich durch. Durch ein verbales Donnerwetter, ein weg drängeln, durch ein heftiges nach hinten schieben usw. (in anderen Situationen).

    Für mich ist es normal das Hunde alles Erreichbare fressen. Da erwarte ich einfach das sie es unterlassen wenn ich es sage, ansonsten räume ich auf oder habe Pech gehabt. Nur auffällig ist halt immer wieder das Hunde von allein plötzlich Fressbares ignorieren wenn ich nicht da bin. Beschwören werd ich es sicherlich nicht. Aber auch bei Ashkii hab ich schon mal was Essbares vergessen (auf der Couch) als ich weg gegangen bin. Und es war immer noch da. Und das bei meiner Fressmaschine.

    Wenn ich mal durchdringen will kann auch bei mir schon mal ein Gegenstand fliegen. Es sind aber 1. nur Gegenstände die ich gerade mitführe (Schlüssel, Leine) und 2. sind es alles Gegenstände die "neutralisiert" sind und ist sehr selten. Hund soll vor den Gegenständen keine Angst haben. Er soll verstehen das ich die "Faxen" dicke habe. An Leinen darf gezottelt werden, Schlüssel dürfen mal rumgeschleppt werden. Nicht der Gegenstand ist sauer sondern ich.

    Îch verstehe die ganze Hundeerziehung nicht mehr.

    Es wird doch nur noch nach "Begriffen" erzogen. Da hat man für alle Handlungen, ausufernde Erklärungen, da wird um Begrifflichkeiten gestritten und was bringt es dem Hund und dem HH der Hilfe sucht: Nischt.

    Bei jedem Handgriff wird sofort überlegt wie diese Handlung nun heißt, wie der ganze komplexe Ablauf ist und legt der Hund die Ohren zurück und macht einen Schritt rückwärts bricht man vielleicht noch in Tränen aus und kommt sich als Tierquäler vor weil der Hund ins Meiden gerät.

    Das Menschen daraus eine Wissenschaft machen und manche den HH das Leben schwer machen weil jedes Wort auseinander gepflückt wird und jeder es mit seiner Vorstellung interpretiert, nutzt oder ablehnt hilft nun wirklich nicht.

    Was will man denn letztendlich:
    Warum soll Hund an der Leine nicht pöbeln: Ungesund für Hund und HH, Gefahr für die Umwelt (kann sich losreißen, neben einer dicht befahrenen Straße mit engen Bürgersteigen kann Hund "seinen Kopf verlieren" usw.). Jetzt muss man wissen was man will > a) soll Hund verstehen das Pöbeln von HH nicht geduldet oder will man b) das Hund es sein lässt weil ihn etwas Besseres erwartet.

    Bei a) wird man eine deutliche Ansage machen müssen (weil man es vorher vielleicht schon verpennt hat oder dem Hund die Situation so wichtig ist das er in dem Moment der Führung nicht mehr vertraut). Wie soll Hund es anders mitteilen als das er verstanden hat und dies deswegen Körpersprachlich zeigt? Wie soll es ein Hund zeigen wenn man schon in Panik ausbricht weil der Hund plötzlich merkt: ach da ist ja noch wer, hab verstanden und du bist jetzt mein Mittelpunkt?

    Bei b) wird man sich für den Hund verrenken (die es mit Überzeugung machen sind davon ausgenommen, denn für ist es Alltag und nichts Besonderes) und alles mögliche tun um bloß nicht beim Hund "anzuecken" so daß man einen immer fröhlichen, vor sich hinhüpfenden, lächelnden Hund hat der bei jedem nicht erwünschten Verhalten bestätigt ist, das doch alles nicht so schlimm ist, das HH immer nett ist.

    Und bei beiden wird man an seine Grenzen stossen: bei a) wenn man es maßlos übertreibt, seinen Hund in jeder noch so unwichtigen Situation straft, wenn HH die absolute Macht haben möchte und dies bei jeder Gelegenheit demonstriert, vor allen Dingen bei für den Hund unwichtigen, weil in seiner Welt nicht vorkommenden Handlungen wie die UO und nichts besseres zu tun hat als Hilfsmittel wie Leinenruck, Stachler und Co. zu verwenden;

    bei b) wenn der Hund sich nicht vom Futter abhängig machen lässt (oder Spieli) und seine Wichtigkeit durchsetzt, egal was der HH vollführt (das sind dann auch die "armen Seelen" die anschließen unangemessene Gewalt über sich ergehen lassen müssen, weil man keinen Rat mehr weiß bzw. bekommen diese Hunde das Prädikat "Problemhunde").

    Klarheit hat nichts mit unangemesser Gewalt zu tun. Klarheit, in den einfachen Dingen des Alltags lernend, hilft dem Hund auch in extremeren Situationen Führung anzuerkennen.

    Meiden weil Angst vor Gewalt: nein. Meiden (also unerwünschtes Verhalten einzustellen, darauf wird sich hier ja bezogen) weil HH deutlich macht das er es nicht duldet: ja.

    UO ausführen weil Hund vor unangenehmen Konsequenzen hat: nein. UO gehört für mich nicht zu der Natur des Hundes. Ist reine Menschenwelt. Und da gehört für mich positiver Aufbau und Beharrlichkeit für mich dazu. Alles Andere lehne ich in dieser Sparte ab.

    Training für den Alltag: warum? Hat nicht jeder im Alltag genug Möglichkeiten den Weg seinem Hund zu "weisen"?

    Warum pöbelt ein Hund? Weil er noch nicht verstehen gelernt hat das der HH das nicht will.

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    Du kannst das Lernen eines Kindes aber nicht komplett mit dem eines Hundes gleichsetzten.

    Kannst du deinem Hund erklären, wenn er über die Straße läuft ohne zu gucken, dass er von einem Auto verletzt wird?

    In einem bestimmten Alter kann man das Kinder erklären, sie können es sich vorstellen und müssen es nicht erst ausprobieren....


    Und wie regelst du das bis das Kind so "vernünftig" ist? Ein kleines Kind wird dir erst einmal alles glauben solange es den natürlichen Respekt besitzt (Mama, Papa die Größten). Dann kommt das Alter wo die Erwachsenen durchschaut werden und Kind merkt das diese auch nicht alles Wissen. Spätestens ab dem Moment zeigt sich ob das Kind die Erwachsenen soweit respektiert das es auf sie hört, selbst wenn selbst nicht überzeugt ist oder so wenig Respekt hat das es sich nichts mehr sagen lässt. Das sind dann die "Problemkinder" welche den leitenden Faden verloren haben. Vernunft hat auch bei Kindern eine Menge damit zu tun, in wieweit sie Vetrauen und damit auch Respektieren. Was nützt dem Kind/Jugendlichen das Wissen das ein Auto verletzt wenn ihm das Einhalten von Regeln (zur eigenen Sicherheit) wurscht ist?

    Warum wird Meideverhalten jetzt nur noch negativ gesehen? Denn wenn ich die Interpretationen richtig verstehen geht es doch um das Einstellen einer unerwünschten Handlung weil der HH sich durchgesetzt hat ("ui, Fraule ist böse mit mir").

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    Da es hier ja Leute gibt, die gegen die klassische Dominierungstheorie sind und nichts von körperlichen Sanktionen halten oder den (für mich) artgerechten Grundregeln wie "Als erster betritt und verlässt Alpha das Revier; beim Essen hat der Hund nicht zu betteln und daneben zu stehen" usw, hoffe ich, daß von Euch Tipps kommen können, die den Haltern helfen können.


    Das was du beschreibst ist für mich eben nicht artgerecht. Ich glaube da könnte wirklich nur ein Hund "Aufklärung" betreiben. Wenn man genau beobachtet kann man nur eine Grundregel deutlich erkennen: wenn es darauf ankommt wird derjenige Entscheiden der für die Sicherheit der Gemeinschaft/Rudel zuständig ist. Und jeder der dazu gehört wird sich ohne Murren fügen. Alles was dazwischen liegt (Liegeplätze, Futter usw.) wird wohl immer im Auge des Betrachters liegen.

    Was sollen Tipps nützen? Das diese alle "durchprobiert" werden und Hund und Halter dann völlig am Rad drehen? Jetzt hilft nur eine kompetente Hilfe vor Ort. Und schon haben wir das nächste Problem. Wie sieht in dem Falle kompetent aus?

    Für mich: jemand der sich alles in Ruhe ansieht. Keine Methode einfach mal so anwendet. Sich Zeit nimmt erst einmal die Besitzer zu studieren. Was ist ihnen möglich umzusetzen. Was können sie wirklich leisten. Das ist das Erste. Denn nur dann hat das Ganze einen Erfolg. Ohne die Menschen, welche ja der Auslöser, zu kennen, kann das Ganze doch nur weiter nach Hinten losgehen.

    In einer Mensch-/Hundebeziehung ist für mich immer erst der Mensch wichtig. Wenn ich mir nicht Mühe gebe diesen wirklich (soweit möglich) kennen zu lernen, kann ich soviel Tipps geben wie ich will. Was habe ich mir schon für Konzepte zurecht gelegt wenn ich zu einem Kunden gefahren bin. Um diese letztendlich öfter mal über den Haufen zu werfen, weil dies nichts gebracht hätte.

    Hunde bieten eine Menge an. Menschen ebenso. Da das Richtige zu finden kann manchmal schnell gehen, manchmal mit Umwegen, manchmal ist es verzwickt.

    Die Rudel-Theorien (denn etwas anderes ist das alles nicht) die so beobachtet werden einfach mal pauschal anzuwenden, helfen mit Sicherheit nicht.

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    das willst du nicht wirklich - ich kann dir nur wärmstens davon abraten

    Dann hätte Ashkiis Beklopptheit (ist liebevoll gemeint) wenigstens Stil :D . Und im Gegenzug dazu zeigt Ashkii dem Eddie das gefährliche Dinge nur dazu da sind um untersucht zu werden (öhm, oder Eddie überzeugt ihn vom Gegenteil :D ). Ich glaube ein Treffen wäre mal Spannend.

    Tja, da sind die HH gefragt. Barry hatte ja auch schon diese Begegnungen.

    Auffälliger weise sind es meist DSH oder deren Mixe die extrem aufdringlich sind. Jedenfalls bei meinem Balu und jetzt Barry. Bei anderen reicht meist ein Brummer und sie lassen Barry in Ruhe. Aber Barry achtet schon darauf wer sich zu intensiv "seinem verlängertem Rücken" :D zuwendet. Der kassiert dann manchmal gleich eine "Watschen".

    Aber auch kastrierte Hündinnen scheinen ihre Reize zu haben. Was musste sich meine Freundin schon beschimpfen lassen, das sie mit ihren läufigen Hündinnen im Auslauf ist. Mancher Rüdenbesitzer musste seinen Rüden schon einsammeln kommen. Beide sind aber schon früh kastriert worden. Ob es daran liegt :???:

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    Es geht hierbei im übrigen um die Konsequenz. Unser Hund darf generell nicht auf ein Sofa. Weder bei uns, noch bei jemandem bei dem wir zu Besuch sind. Wie will denn Euer Hund wissen auf welches Sofa er darf und auf welches nicht?


    Öhm, er fragt mich :D . Da ich letztendlich Entscheidungen treffe kann ich Inqonsequent sein. Und wenn Ashkii in seinem Übermut mal auf ein Sofa springt, auf welches er nicht soll, gibts ein "aber hallo" oder ein "öhm, ja" und ein warnender Blick und gut ist. Wenn keiner auf dem Sofa ist der ihn "einlädt" reicht das. Wer ihn einlädt ist selber schuld. Da halte ich mich dann raus.

    Ashkii und Barry dürfen auf die Couch bzw. ins Bett. Ashkii von Klein auf. Und trotz allem haben sie von allein angefangen "nachzufragen". Wenn ich nicht da bin und sie sollen nicht auf die Couch, reicht es wenn ich was drauflege. Das reicht als "Sichtzeichen". Ansonsten entscheide ich letztendlich wann sie dürfen.

    LasPatitas
    :lol: beim Spanner könnteste aber Probleme bekommen. Nicht dass das Missverstanden wird :D . Wir werden uns mal bei Wiki verewigen.

    susami
    Beziehe mich ja auch rein auf das Thema "Erziehungsmaßnahmen wie im Rudel". Und da werden Kommandos (menschliche) eher nicht benutzt. Zumindestens sind mir solche Hunde noch nicht begegnet. Geht es denn Herrn Köppel nicht gerade um die "artgerechte" Erziehung? Was hat da dann das Sitz zu suchen?

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    Eddie sieht das aber etwas anders und setzte sich zwar hin- konnte aber den Nachbarn an dieser Stelle nicht sehen- also was mach klein Eddie- er robbt in sitzender Position immer weiter richtung Strasse, damit er den Nachbarn auch ja im Blickfeld hat.


    :lol: Ashkii mutiert dann zur Giraffe. Dann kann er einen gaaanz langen Hals bekommen. Denn er will auch immer alles sehen können.

    Ich glaube dein Eddie und mein Ashkii wären ein gutes Gespann :D . Nimmt Eddie auch Azubis unter seine Fittiche?

    Öhm, sind wir noch beim Thema?

    Wenn ja, welche Hunde praktizieren diese "Sitzarie" im täglichen Miteinander?

    Ich weiß das dies der Mittelpunkt der Köppelschen Erziehung ist (jedenfalls nach dem was ich bisher gelesen (Buch) und gesehen (Bericht) habe). Hat sich mir noch nicht erschlossen was das mit der "Natur" des Hundes zu tun hat.

    Für den Alltag brauche ich auch keine Leckerli, Spieli, Umlenkung und was weiß ich noch. Aber auch kein Rüttler, kein Schüttler (Nacken) und auch kein Griffler (Schnauze). Irgendwie schaffen wir das auch ohne (die Hunde und ich) :???: