@Fräuleinwolle
mein Reden ![]()
Bei mir gibt es nur die eine Regel: ich Entscheide (oder auch nicht). Nicht durch Worte wie Nein, Schluß und was weiß ich. Die nutze ich unterstützend. Der Hund erkennt an meinem Auftreten, das ich es Ernst meine. Und das reicht.
Konsequent bin ich nur in der Situation selbst. Dazu würde dann auch das von mir geforderte Sitz gehören. Aber bevor ich es durchsetze, schaue ich immer ob es nicht doch einen Grund gibt, die Anweisung nicht auszuführen (bezieht sich immer noch auf das Kommando Sitz mit Situation/Ausbildungsstand). Meine Hunde müssen sich aber nicht in Pfützen setzen. Wenn ich das übersehen habe wird ein anderer Ort gesucht und gut ist es. Ich setze das Kommando nicht durch nur des Durchsetzens wegen.
Dominant kann ein Individuum nur sein, wenn der Andere es zulässt. Natürlich kann es schwierig sein wenn man auf einen Hund (oder auch Menschen) trifft, der sein Vorhaben partout durchsetzen will. Dann muss man sehen wie man diesen "knacken" kann. Und da hilft oft List und Tücke und oft auch das man einfach noch "sturer" sein kann. Und natürlich ist das wichtigste hier auch der Zeitfaktor: man muss sich einfach Zeit nehmen.
Es ist schade das das Wort Dominanz durch "Fehlinterpretationen"(?) so ins Negative gerutscht ist. Ein dominanter Hund ist ein Hund der weiß was er will, der aber nicht um jeden Preis will. Er ist sich seiner Stärke(n) bewusst. Er ist sich seiner Selbst so sicher, das er es sich leisten kann, Entscheidungen abzugeben, wenn er merkt das der Andere in dem Moment besser oder genauso gut klar kommt. Diese Stärke und das Selbstbewusstsein macht es möglich, eine Gruppe souverän zu führen.
Idealer Weise sollte das der Mensch übernehmen. Kann er es nicht, wird gerade ein souveräner Hund diese Aufgabe übernehmen und so gut meistern, das der Mensch es noch nicht einmal merkt. Übernimmt ein nicht souveräner Hund, der weder Selbstbewusst ist (oder soviel das er schon abhebt), noch gewisse Qualitäten besitzt um Führen zu können, die Führung, gibt es Probleme. Und das sind dann die angeblich "dominanten" Hunde.
ZitatIns Wanken geraten ist ja mittlerweile auch der Begriff "Unterordnung" - Sitz, Platz, Fuß. Nicht, dass es nicht gut ist, wenn der Hund sie beherrscht:-) Allerdings zeigt das keine Unterordnung bzw. hat nichts damit zu tun, dass der Hund sich "unterordnet". Es sind alles konditionierte Verhaltensweisen, keine instinktiven.
Das Beste, was beim Üben dieser Übungen passiert ist, dass man durch diese Beschäftigung eine innige Bindung zum Hund aufbaut, weil man sich intensiv mit ihm beschäftigt.
hach ja, ist das schön zu lesen ![]()

