Beiträge von Terry

    Es kommt darauf an wie man die Leine nutzt.

    Sie ist eine Absicherung. Sie ist aber auch gerade am Anfang sehr nützlich um einem Hund die Möglichkeit zu geben zu lernen. Nicht durch die Leine, sondern einfach weil er nicht weit weg kann und ich in einem bestimmten Radius ihn überzeugen kann das es bei mir toll ist ohne das ich ständig auf ihn einwirken muss.

    Denn mag es jetzt noch ganz nett sein das Hundi da bleibt, kann sich das in den nächsten Monaten ändern. Und den Hund dann ständig bei irgend etwas korrigieren zu müssen kann mehr Schaden als das es Erfolg hat. Denn wie soll das funktionieren?

    Und ich bin auch der Meinung: wenn man jetzt schon, bei solchen Knirpsen, nicht in der Lage ist Führung zu übernehmen frage ich mich wie das in ein paar Monaten aussehen soll.

    Zitat

    Ich höre sehr oft, daß der Hund beim Namen gerufen wird, mit den unterschiedlichsten Hintergründen.
    Z.B. als Abbruchkommando oder als Zurechtweisung oder wenn der Hund gerade sehr abgelenkt ist und daher eher nicht reagieren wird. Dann wird der Name noch dazu ständig wiederholt. kopfnuss

    Dafür sollte die Nennung des Namens zu wertvoll sein.
    Das muß mir niemand sagen, es versteht sich von selbst.


    Zu Pauschal. Wenn der HH nur den Namen verwendet aber keine Führung anbietet ist das klar. Dann kann ich aber auch Sitz z.B. wie eine kaputte Schallplatte verwenden, das ist der selbe Effekt.

    Die Namen meiner Hunde sind auch Abbruchkommandos, Zurechtweisung, Rufen, auf mich aufmerksam machen, Spielaufforderung und was es nicht so alles gibt. Überhaupt kein Problem. Hunde sind nicht so festgefahren wie man vielleicht glauben möchte. Sie sprechen mit uns und hören uns den ganzen Tag zu.

    Steckt allerdings hinter den Signalen/Kommandos keine Botschaft ist es egal ob ich den Namen sage oder irgendein anderes Wort.

    Bis jetzt habe ich gerade mit Menschen die Angst vor Hunden haben immer die besseren Erfahrungen gemacht. Da ich mit ihnen fast immer ins Gespräch gekommen bin.

    Ein Mensch mit wirklicher Angst vor Hunden geht nicht in die Richtung in der ein unangeleinter Hund läuft. Habe ich bis jetzt jedenfalls noch nicht erlebt (kann ja nur von meinen Erfahrungen schreiben).

    Ich ordne solche Menschen wie hier beschrieben eher in die Kategorie ein zu zeigen wer sie sind.

    Hatten wir auf den Feldern auch schon. Wir mit der Hundegruppe unterwegs, alle Hunde offline und bei uns. Ca. 30 m weiter ein Mann (es war eine sehr übersichtliche Stelle und wir bewegten uns von ihm weg) der plötzlich anfing zu lamentieren. Bei der Entfernung haben wir noch nichtmal jedes Wort verstanden und prompt lief unserer souveränster Rüde mal kurz in die Richtung (ca. 10 m, also noch wenigstens 20 m Abstand) um zu schauen was er denn nu wolle. Daraufhin fuchtelte er auch noch mit den Armen (der Mann). Das war Balko dann zu dumm und er kam zu uns zurück.

    Solchen Menschen nehme ich nicht ab das sie Angst haben. Wer Angst hat versucht sich Unsichtbar zu machen und Abstand zu bekommen zwischen dem Auslöser der Angst und sich selbst.

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    Der Name sollte nicht als Kommando 'missbraucht werden'. Zum Abruf OK, sollte er aber außerdem grundsätzlich erstmal eine positive Verknüpfung haben. Damit beim Hören des Namens, gerne Aufmerksamkeit gezeigt wird.


    Wer sagt das?

    Es wird in der Hundeerziehung irgend wann einmal etwas gesagt, dann nicht hinterfragt(?) und sofort gilt das als Gültig.

    Im Prinzip reicht der Name sogar. Denn der Hund orientiert sich nach den Erfahrungen die er macht (durch das Beobachten seines HH) und der Stimmung des HH. Darum ist es kein "Missbrauch" wenn der Name genutzt wird. Sondern für den Hund sogar übersichtlicher und er wird genauso vom Hund verwertet wie es gemeint ist.

    Meine Hunde bleiben auch stehen wenn ich stehen bleibe. Egal wie weit sie weg sind. Dann schauen sie ob ich komme oder ob ich weiter gehe.

    Wenn sie vor mir sind, mit sich und ihrer Umwelt beschäftigt und ich möchte das sie auf mich achten (weil ich sie anleinen möchte z.B.) gibt es einen kurzen Laut von mir (der variiert) und wenn sie losstürmen gibt es ein "ey" oder meistens den Namen.

    Der Name ist, wenn man es so bezeichnen möchte, das meist gebrauchte Kommando. Sie erkennen aus der Situation heraus oder an meiner Stimme was gemeint ist. Und wenn nicht bleiben sie stehen und fragen nach.

    Na ja. Zwei Hunde die noch eine Menge lernen müssen und dann auch noch ein großer Altersunterschied. Nun kümmern die beiden sich allein. Also werden sie auch für die Zukunft lernen sich allein zu kümmern.

    Wichtig ist jetzt das ihr als HH endlich die Führung übernehmt. Der Kleinste muss nun endlich Halsband, Geschirr und Leine kennen lernen (geführt wird er noch am Geschirr), denn wann soll er es sonst lernen.

    Und dann werden die beiden auf den Spaziergängen strickt getrennt. An der Leine. Beide haben sich als erstes an der Leine gesittet zu benehmen. Erst wenn das klappt, wenn sie beide an der Leine die Führung annehmen, können sie in den Freilauf. Und auch das wird von den HH vorgegangen was erlaubt ist und was nicht. Sich ignorieren, ja. Toben, ja. Sich fixieren und durch Körpersprache bedrohen, nein.

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    Ich finde, dass sich hier viele zu sehr am Begriff "Kommando" aufhängen. Im Lager der positiv Bestärker sagt man lieber Signal dazu, was etwas weniger stark mit Wortkommandos wie Sitz oder Lass das verknüpft ist. Für mich ist ein Kommando/Signal eine klare Aufforderung an den Hund, sein Verhalten entsprechend meinen Wünschen anzupassen. Es muss daher immer meinen Wunsch kommunizieren, egal ob akustisch oder visuell. Es muss für den Hund eine Bedeutung haben: entweder eine, die er intuitiv versteht, oder eine, die er gelernt hat - das ist für mich kein grundsätzlicher Unterschied.


    Theoretisch und Praktisch hast du recht :D Das Problem hierbei ist aber wieder das man etwas um des Verständnisswillen "betiteln" will.

    Ohne einem Hund mitzuteilen was man will wird es wohl nicht klappen. Ob nun per Wort, Laut oder per Körper. Da kommen wir ja nun alle nicht drum herum.

    Für mich besteht einfach der Unterschied ob ich ein bestimmtes Wort mir nun aussuche, dieses dem Hund beibringe (wie einen Trick) und dieses nun ausschließlich benutze (bei einigen ist ja erkennbar das dies der Anfang war und es irgendwann überhaupt nicht mehr gebraucht wird).

    Natürlich lernen meine Hunde Laute oder Wörter (die sie sich aussuchen) aufgrund dessen sie etwas machen bzw. unterlassen.

    Ich bringe den Hunden nicht bestimmte Worte bei die ich mir vorher "zurecht lege". Sondern ich schaue auf was der Hund nun am besten reagiert. Das ist der einzige Grund warum ich schreibe ich arbeite nicht mit den klassischen Kommandos wie "Sitz, Platz usw." bzw. bringe ihnen keine feststehenden Kommandos bei.

    Und ich finde es einfach schade das sich oft an diesen Kommandos "aufgehangen" wird, das dies wohl für HH ein Muss ist und der Hund gar nicht wirklich beobachtet wird. Denn Hunde reagieren manchmal auf ganz andere Dinge die der Mensch dann schlicht und ergreifend übersieht aber hervorragend nutzen könnte.

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    Es unterstützt quasi nochmal die Kommandos die ich gebe. Daher finde ich es völlig legitim dieses so zu nutzen.


    Öh, wo schreibe ich das ich das nicht für legitim halte? ICH mache es eben nicht da es für Hund und mich unnötig kompliziert ist.

    Wie geschrieben: ich schaue einfach was der Hund annimmt. Und bei Ashkii hatte es ab dem Moment Erfolg als ich das "Arbeit lauf" voran setzte ihm ein, zweimal ein "Weiter" gab wenn er an die Seite wollte und ab da klappte es. Er ist solange gelaufen bis ich angehalten habe, ihm weiterhin am Geschirr und Leine gelassen habe und "bist frei" wieder weiter gefahren bin. Da ist er dann sofort an die Seite Bein heben bzw. habe ich angehalten wenn er schnuppern wollte. Das habe ich dann mehrmals mit Abständen versucht und ich hab gesehen das er wusste um was es mir geht.

    Für mich ist es halt praktischer wenn ich das Geschirr nicht als Signal zur Arbeit habe da ich nicht ständig irgendwas tauschen möchte bzw. möchte ich nicht das Hund sich an andere Dinge als Signal gewöhnt.

    Ashkii zieht nicht wirklich gerne. Er soll seinen eigenen Weg finden das es ihm doch noch anfängt Spaß zu machen. Jegliches Hilfsmittel würde für mich verwischen ob es ihm Freude macht oder nicht. Denn natürlich würde Ashkii für Futter oder einem "Hasen" mich sonstwohin ziehen. Das ist allerdings nicht mein Ziel.

    Und ich schreibe ja auch nur wie ich es mit Ashkii handhabe ;)

    Das ich dem Hund mal sage "ab, vergiss es" oder was weiß ich gehört ja einfach nur zur reinen Kommunikation dazu. Die kennen meine Hunde natürlich auch (nicht genau die Worte, ich nutze da ganz viele verschiedene und die Hunde wissen trotzdem um was es geht).

    Die Frage die sich mir gerade stellt: was versteht jeder unter Kommandos?

    Ich halte es auch wie in der Erziehung: der Hund wird mir schon sagen was ihm Spaß macht und mit welcher Geschwindigkeit wir vorankommen (Trainingstechnisch).

    Bei mir und Ashkii geht das fließend. Und auch nicht jedes mal wenn wir mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

    Ashkii hatte mir ja am Anfang gezeigt wie er es am besten versteht das er ab und an nur laufen soll aber nicht schnuppern darf. Somit waren wir ja angekommen bei: "Arbeiten lauf" wird nur gelaufen. "Du bist frei" darf er pieseln, schnuppern. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle welches Geschirr er z.B. um hat oder ob er frei läuft. Er soll sich nicht am Geschirr orientieren sondern an dem was ich sage.

    Auch die Gangart gibt Ashkii vor. Wenn er trabt dann soll er (er ist ein Traber, das ist mir schon aufgefallen als er noch Klein war). Wenn er dann meint in Galopp fallen zu müssen auch ok.

    Darum gibt es von Ashkii und mir keine Erfahrungsberichte die sich lohnen, da wir es seehr gemächlich angehen lassen. Aber: bei großen Runden, wenn ich ihn mir dann um den Bauch binde bekommt er nach einer weile auch schon Geschwindigkeit und zieht mich mit. Für seine Gangart bin ich ihm einfach zu langsam.

    "Hilfsmittel" als Motivation nutze ich auch hier nicht.