Für die Haustiere ist es gut. Ansonsten, wenn in der Massentierhaltung sich kaum was ändert, nicht so.
Warum doktert man eigentlich immer nur an Symptomen herum und beseitigt nicht die Ursache? Es wäre so einfach.
Humanmediziner dürften nicht mehr mit AB herumwerfen, als wären es Bonbons; sondern vor einem Einsatz ein Antibiogramm machen müssen, um wirklich gezielt zu verschreiben. Denn - schon oft erlebt - es gibt immer wieder Ärzte, die einfach AB verschreiben mit den Worten "Wenn es nicht hilft, kommen Sie wieder, und dann bekommen Sie ein anderes." Oder daß für die banalsten Sachen AB verschrieben wird, selbst für virale Krankheiten, wo ein AB ja wirklich nichts zu suchen hat.
Daß der übermäßige Einsatz in der Humanmedizin - und dadurch eine Mitschuld an Resistenzen - so gar nicht zur Sprache kommt, wurmt mich. Ebenso, daß sich in der Humanmedizin ebenso nichts ändern soll.
Die andere Ursache: Massentierhaltung. Hier müßte angesetzt werden. Die EU-Agrar-Subventionen, die die großen Haltungen am meisten unterstützen, so daß kleinere Betriebe regelrecht gezwungen werden, sich zu vergrößern, um zu überleben, müßten anders gestaffelt werden. Es müßte so sein, daß sich Massentierhaltungen nicht mehr lohnen, weil es eben keine EU-Subventionen mehr dafür gibt. Im Gegenteil. Sie müßten sogar noch - wenn wir zum Klima schauen - hohe Steuern bezahlen, weil sie klimaschädlich sind.
Je weniger Massentierhaltungen desto weniger AB-Einsatz braucht es. Und desto besser fürs Klima.
Aber gehen sie da ran? Nein. Sie wollen es sich mit den Landwirten nicht vermiesen (es sind ja auch Arbeitsplätze und Existenzen, die daran hängen). Außerdem ist die Fleisch- und Milchindustrie eine mächtige Wirtschaft, die viel Einfluß hat.
Von daher wird man weiterhin rumeiern und nur versuchen, die Symptome zu bekämpfen. Eine wirkliche Verbesserung wird es daher nicht geben.