Was für die Shetty-Freunde: In Bad Harzburg findet Anfang September ein Shetty-Festival statt
Beiträge von BeardiePower
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BeardiePower Wann war denn die Flucht? Ich kenne eine Person, die ca 1971 geflüchtet ist, kurz vor einer Amnestie. Sie hat sich die ersten zwei Jahre allerdings noch nicht getraut, aber danach ist sie jedes Jahr in die DDR gereist - Freunde und Verwandte besuchen.
Die Flucht war 1961, kurz nach dem Mauerbau.
Wieder eingereist ist sie über 10 Jahre später.
Ist ja ein Ding, daß die Person das durfte. Eigentlich kenne ich das so, daß man nicht mehr einreisen durfte.
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Fertig.
"Die Freundinnen vom Strandbad" Teil 1 + 2 von Julie Heiland sind durch.
Der 2. Teil war nicht ganz so gut wie der erste Teil. Auf den letzten 100 Seiten (im E-Book) wurden auf einmal von 1962 an bis zum Mauerfall in großen Zeitsprüngen die Jahre überflogen. Da hätte man auch einen ausführlicheren dritten Teil machen können. Aber vielleicht ist ihr da nichts mehr groß eingefallen. Wenn alle ihr Glück gefunden haben, es beruflich läuft - dann ist das ja für Romane und Filme ziemlich langweilig. Vermutlich hat sie deshalb diese Zeitsprünge gemacht. Weil es einfach nichts zu berichten gibt, wenn alles glatt läuft.
Was ich aber bemängeln muß (was auch schon jemand in einer Rezension geschrieben hat): Obwohl es gut recherchiert ist, es sich an der Realität orientiert - aber bei einer Sache liegt die Autorin grundsätzlich falsch.
Die Autorin hat die Freundin, die geflüchtet ist, regelmäßig in die DDR wieder einreisen lassen, zu Besuchszwecken. Das wäre nie und nimmer gegangen. Derjenige, der geflüchtet ist, wäre an der Grenze einkassiert worden und ins Gefängnis gekommen. Von daher hat sie da einen ziemlich Fehler begangen. Mal davon abgesehen, daß das Wiedersehen beim Mauerfall viel emotionaler gewesen wäre.
Das mal so nebenbei bemerkt.
Darum geht´s:
Ost-Berlin 1956: Drei Mädchen - alle 13 Jahre jung - die sich zwar von der Schule vom Sehen her kennen, aber ansonsten nichts miteinander zu tun haben, retten gemeinsam einen alten Mann vor dem Ertrinken. Das schweißt die drei zusammen, läßt sie zu besten Freundinnen werden.
Die Freundinnen können unterschiedlicher kaum sein: Betty will Schauspielerin werden und würde alles dafür tun, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Ihre Eltern sind zwar in der Partei, aber nur, damit sie keine Nachteile im Leben und Beruf haben. Betty ist auch deswegen in der FDJ. Man will halt keinen Ärger.
Martha´s Eltern sind hundertprozentig linientreu; mehr noch, wie man später erfährt. Auch Martha ist ein wenig geprägt. Sie ist zwar nicht so hundertprozentig wie ihre Eltern, engagiert sich aber bei der FDJ und ist auch so überall dabei, weil es ihr die Gemeinschaft Spaß macht.
Clara ist weder bei den Pionieren, noch bei der FDJ. Ihre Eltern sind auch nicht in der Partei. Ihr Vater ist Pfarrer, darf aber nicht mehr seiner Arbeit nachgehen und muß stattdessen mehr oder weniger Drecksarbeit machen. Die Familie ist dem Staat natürlich ein Dorn im Auge. Clara merkt immer wieder, daß sie benachteiligt wird; daß man ihr Steine in den Weg legt; daß sie etwas nicht machen darf, weil sie nicht in der FDJ ist und ihre Eltern nicht in der Partei.
1960 geht es weiter. Betty angelt sich einen Regisseur, macht erste Erfahrungen mit dem Film.
Martha erkennt, daß die Regierung und das alles doch nicht so gut sind. Schließlich findet sie durch Zufall heraus, daß ihr Vater ein hohes Tier bei der Stasi ist und sie zudem noch adoptiert worden ist - oder besser gesagt, hat man sie ihrer Mutter weggenommen, weil die Mutter nicht so war, wie der Staat wollte. Sie zieht zu Hause aus und bei Betty ein.
Sie macht bei einem illegalen Radiosender mit, wäre beinahe erwischt worden. Sie sucht ihre leibliche Mutter, findet sie auch, dank ihrer "Mutter", die dann doch nicht so hundertprozentig ist, wie es schien.
Clara wird immer mehr bewußt, daß sie niemals ihren Berufswunsch machen kann. Irgendwann lehnt sie sich dann doch mal gegen die Lehrer auf, obwohl ihre Eltern sie immer davor gewarnt haben. Das hat zur Folge, daß sie von der Schule fliegt. Die Stasi verhört sie und bietet ihr an, für sie zu arbeiten (so hätte man sie gut unter Kontrolle) - was sie aber ablehnt. Diese Entscheidung ist aber fatal. Ihr Vater verliert seinen Job, muß was anderes machen. Auch sie selbst findet erstmal keine Arbeit, weil die Stasi überall ihre Finger drin hat. Schließlich kann sie in einer Drogerie arbeiten. Ihr Vater stirbt. Es wird aber nicht gesagt, ob er Selbstmord begangen hat oder ob er vor lauter Kummer gestorben ist oder ob die Stasi ihn umgebracht hat. Jedenfalls gibt sich Clara selbst die Schuld - sie gibt aber auch dem Staat die Schuld, daß die da oben ihren Vater auf dem Gewissen haben.
Ihr wird klar, daß sie in diesem Land nicht so leben kann, wie sie will. Als dann 1961 der Mauerbau kommt, entschließt sie sich zur Flucht.
Der 2. Teil beginnt mit der Flucht. Die Flucht ist spannend beschrieben.
Betty verliert ihr Kind und ihr wird bewußt, was ihr Mann für ein Arsch ist. Sie will sich scheiden lassen, er droht ihr aber. Im Krankenhaus hatte man ihr Beruhigungstabletten gegeben, wo ihr Mann immer drauf achtet, daß sie diese nimmt, so daß sie abhängig wird. Dann kommt die Stasi, die sagt, sie bekomme weiterhin die Tabletten, die sie ja braucht, wenn sie Martha ausspioniert. Das hat sie aber abgelehnt, macht stattdessen aber ein paar andere Dinge für die Stasi.
Dann wird ihr bewußt, daß es so nicht weitergehen kann. Sie zieht zu ihren Eltern, kommt von den Tabletten los und macht nichts mehr für die Stasi. Das wirkt sich aber dann auch negativ auf sie und ihr Leben aus.
Martha geht immer mehr in die Opposition. Sie verfaßt sogar zusammen mit ihrer leiblichen Mutter und noch ein paar Leuten eine illegale Zeitung.
Auch ihr Leben geht dann bergab.
Clara studiert, arbeitet in einem Pharmaunternehmen, macht Karriere. Sie lernt einen Professor kennen. Sie heiratet ihn zwar, kann aber ihre Jugendliebe nicht vergessen.
Irgendwann können aber - wie durch ein Wunder - alle drei Freundinnen ihren Weg gehen. Alles wird gut. Wobei ich mich immer gefragt habe, wo auf einmal die Stasi abgeblieben ist. Als wenn die keine Rolle mehr gespielt hat.
Und dann zum Schluß der Mauerfall. Schön beschrieben, als wäre man selber mit dabei gewesen.
In der Bewertung bin ich zweigeteilt. Einerseits ist der Roman gut. Gleichzeitig durch diesen einen Fehler wegen Besuchen durch Republikflüchtlinge, was gar nicht gegangen wäre, und die Zeitsprünge aber auch ein wenig gedämpft.
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So sieht es hier auch aus...
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Ein kleines Dippen

also so ein kleiner behälter mit deckel
OT: Lange mich mol des Dippchen met d´r Melech!
Ich hab das auch noch nie gehört

Bei uns ist das alles ein Tupper (auch wenns nur die Billigversion davon ist).
Ist vielleicht auch nur regional verankert. Bei uns gehört das "Dippchen" zur Mundart (siehe mein Satz oben) - wobei bei uns kaum noch einer die Mundart in vollem Umfang spricht. Aber so manches weiß ich durch meine Oma noch.
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Was ist ein Dippchen?

Unsere Ponys knuspern das Horn

Ein kleines Dippen

also so ein kleiner behälter mit deckel
OT: Lange mich mol des Dippchen met d´r Melech!
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So ist das mit Blasen, ich kenne nur die Anderen im echten Leben. Rasenmäher, rohe, unausgebildete Kinderponys und ungeliebte Beisteller

Ich bin jedes Mal stark in Versuchung sie mitzunehmen. Dabei bin ich doch kein Shettymensch, weil, bitte lachen, die sind mir zu schlau und zu schnell.
Ja, so ist das leider viel zu oft.
Und ihr Schicksal ist ja auch oftmals schlecht. Wenn es ein Kinderpony ist, wird es verkauft, wenn das Kind zu groß geworden ist. Dann landet es beim nächsten Besitzer, der das Shetty nur als Rasenmäher oder Kinderpony hat. Und so geht es weiter.
Oder es fristet ein Dasein als Kinderbespaßung auf Ferien-Bauernhöfen, wo es von den Kindern kaum in Ruhe gelassen wird; wo jedes Kind (egal wie groß oder schwer) drauf reiten darf - egal, ob es reiten kann oder nicht; die Eltern führen das Pony spazieren, während das Kind gerne mal zappelnd draufsitzt - und wenn das Pony nicht spurt, bekommt es vielleicht von ein oder dem anderen Elternteil eins drauf - sieht ja keiner, wenn man unterwegs ist.
Wenn sich das Pony wehrt oder zu alt ist, wird es verkauft.
Oder die Shetties auf Reiterhöfen. Egal ob "nur" Unterricht für Einheimische oder Reiterferien. Shetties werden da auch oft genommen. Und oftmals reiten auch welche drauf, die zu schwer sind.
Nein, Shetties haben es ganz oft so schwer...
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Ich lese gerade "Die Freundinnen vom Strandbad" von Julie Heiland, ein 2-Teiler.
Sehr interessant, da das Leben in der DDR gezeigt wird - mit seinen Höhen und Tiefen; wie schwer es diejenigen hatten, die aufgemuckt haben, u.v.m. Der Mauerbau wird beschrieben, als wäre man selber dabei. Und auch eine Flucht wird beschrieben, mit Neuanfang in der BRD; die Flucht ist auch total spannend beschrieben.
Bis jetzt sehr interessant.
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Nö, das behaupte ich gar nicht. Weiß nicht wo du das rausgelesen hast.
Sorry, war nicht auf dich direkt bezogen. Es kam mir nur so in den Sinn...

Ich gehöre zu denen, die niemals nie nicht eine Orga unterstützen würden, die Direktimporte vermittelt. Das ist für mich der größte Käse und gerade diese Orgas sind halt auch meist diejenigen, die keine Pflegestellen haben.
Bei uns wäre es kein Problem gewesen den Hund zurückzugeben... Hat für mich halt auch ein Stück weit mit Seriosität zu tun.
Ja, solche Orgas finde ich auch ein wenig ... na ja. Man weiß doch gar nicht bei Direktimporten, wie der Hund sich hier verhält. Oftmals ist er im Ausland anders als dann hier. Bei Pflegestellen hat man da schon ein wenig mehr Infos.
Hier gibt es ein altes Ehepaar weit über 80 Jahre, die haben vor ein paar Wochen einen Direktimport aufgenommen. Vorkontrolle war nicht. Jemand von hier engagiert sich bei der Orga, kennt die Leute.
Sie waren mit dem Hund noch nicht spazieren, weil er so ängstlich ist; haut sofort ab, wenn wer mit der Leine ankommt. Auch so fragt sich die alte Frau langsam, ob sie das jemals hinbekommen. Kuscheln tut der Hund wohl gerne. Treppen laufen klappt wohl inzwischen auch. Aber ansonsten ist es halt nicht das, was sie sich vorgestellt haben. Mal sehen, wie es weitergeht.
Alles anzeigenJa. In Niedersachsen haben wir die Pflicht zum Hundeführerschein, die Theorie muss vor der Hundeanschaffung abgelegt werden, die Praxis bis ein Jahr(?) nach Anschaffung des Hundes.
Die Nachbarn meiner Eltern haben sich einen Welpen gekauft und den steuerlich bei der Gemeinde angemeldet. Nach 7 Jahren ist der Gemeinde mal aufgefallen, dass die Halter den Hundeführerschein nicht absolviert haben. Man kann sich vorstellen wie das in den Fällen läuft, in denen der Hund nicht angemeldet wird.
Und gibt es da irgendwelche Strafen oder Bußgelder, wenn das versäumt wird? Also so hoch, dass sich die Leute das zweimal überlegen, ob sie das Risiko wirklich eingehen wollen?
Das mit den Fragen ist natürlich tricky. Wobei alleine die Hürde, sich mit dem Thema Hund zu beschäftigen, ja schon mal ein Anfang wäre, denke ich. Also ich kenne einige Leute in meinem erweiterten Umfeld, denen der Aufwand selbst schon zu hoch gewesen wäre, ganz unabhängig vom Inhalt der Fragen.
Spontankäufer oder Käufer aufgrund von "haben wollen, weil alle haben einen Hund" interessieren sich doch garnicht für Vorgaben. Wie oft wird ein Hund abgegeben, weil der böse Vemieter den Hund nicht haben will? Da wird nicht mal kurz in den eigenen Mietvertrag geschaut, ob Hundehaltung erlaubt ist oder aber es wird ganz einfach das Hundehaltungsverbot ignoriert. Warum sollten gerade die Spontankäufer sich durch einen Hundeführerschein bremsen lassen?
Ja gut, es gibt ja immer Härtefälle, bei denen es halt nix bringt. Aber das muss ja auch nicht der Anspruch sein, dass jetzt eine Maßnahme DIE perfekte Lösung ist und sämtliche Fehlkäufe verhindert. Sowas wird es eh nicht geben. Aber vielleicht würde es schon reichen, wenn sich ein paar Fälle dadurch vermeiden ließen.

Irgendwo muss man halt anfangen und immer nur zu sagen, dieses und jenes funktioniert nicht hundertprozentig, dann kann man gleich alles so lassen, wie es ist. Weil ändert ja eh nix.
Was NDS angeht: In der Corona-Zeit gab es keinen Sachkundeunterricht und keine Prüfungen. Trotzdem haben sich sonstwie viele einen Hund gekauft - obwohl man die Theorie vorher machen muß. Wie man sieht, juckt das keinen. Auch vor Corona hat es so manche HH gegeben, die sich einen Hund angeschafft haben, ohne vorher die Theorie zu machen.
Ist also auch keine Lösung.
Auch so gibt es immer wieder welche mit Spontankäufen. Sachkundenachweis? Von wegen. Viele - selbst welche, die schon lange einen Hund haben - wissen gar nichts von dem Gesetz. Und wenn schon. Vor allem denen mit den Spontankäufen ist das alles egal, so nach dem Motto "Die können mich mal!"
Und wenn da keine Kontrollen sind...
Mal abgesehen davon, daß das NDS Hundegesetz sowieso nichts bringt. Unfälle und Beschwerden gibt es trotzdem. Bei mir in der Gegend hat sich die Situation sogar seitdem verschlimmert. Seit das Gesetz ist, laufen hier fast nur noch unerzogene, unverträgliche Hunde rum - und die HH lassen die Hunde überall laufen, nehmen keine Rücksicht. Im Gegenteil. Man hat schon fast den Eindruck, als würden sie das extra machen, als eine Art Rebellion.
Langsam bekomme ich auch Wut. Denn meine Hündin ist seitdem schon so oft angegriffen worden, daß ich schon nicht mehr mitzähle, wie oft. Und keinen von den Haltern kümmert es - wenn sie es denn überhaupt mitbekommen. Denn es war schon oftmals so, daß der Hund so weit vorneweg gerannt ist, daß der Halter ihn nicht mehr sehen konnte (und ich den Halter nicht). In solchen Situationen kann ich Hundehasser im gewissen Sinn verstehen.
Ob es also Gesetze gibt oder peng. Es nutzt nichts. Man hat eher das Gefühl, je mehr Gesetze es gibt, desto mehr wächst die Rücksichtslosigkeit.
Das einzige, was bleibt, ist wirklich, daß rigoros gegen Hundehandel vorgegangen wird.
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Wie wäre als Alternative oder ergänzend zum Hundeführerschein eine verpflichtende Beratung beim Fachmann?
Dass man bspw als gewollter Ersthundehalter erstmal zu einem Hunde trainer gehen, und sich darüber beraten muss, ob und welcher Hund passend wäre?
Ein sehr sehr großes Problem ist ja, dass häufig einfach danach gegangen wird, was optisch ansprechend und verfügbar ist, ohne sich Gedanken darüber zu machen was diese Rasse eigentlich braucht oder wie sie gesundheitlich da steht.
Der Fachmann müßte aber auch erstmal eine Prüfung ablegen, ob er sich auch mit allen Rassen auskennt. Sonst wird das nix.
Und: Wie will man das überprüfen, daß sich ein Interessent informiert hat? Gute Idee, in der Praxis aber nicht leicht umzusetzen.
Der Verkäufer soll das prüfen? Das wird ja nichtmal beim Autoführerschein gemacht. Kaufen darf ich ja auch ohne je selbst zu fahren. Und selbst wenn man annimmt, das wird alles super überprüft, leider hat man da bei weitem noch keine Garantie, dass dann die Leute entsprechend dem handeln, was da gelehrt wurde. Wenn das funktionieren würde, fände ich das mit dem Hundeführerschein echt gut, leider würde das wohl einen massiven Überwachungsaufwand bedeuten, der wohl für Hunde in absehbarer Zeit nicht betrieben wird. (Das klappt ja nichtmal bei sowas "einfachem" wie Hundekacke einsammeln).
Es gibt auch Leute, die ohne Führerschein Auto fahren und es gibt einige, die trotz Führerschein bescheiden fahren, trotzdem zweifelt doch niemand an, dass ein Führerschein wichtig ist. Und ich darf zwar ein Auto ohne Führerschein kaufen, ich darf es aber nicht selbst vom Hof fahren.
Wenn die Oma mir also einen Hund kaufen möchte, muss nicht sie den Schein vorzeigen, sondern ich als zukünftige Halterin. Eine Garantie ist es natürlich nicht, aber ich glaube wirklich, dass auch kleine Hürden einige Spontankäufer umdenken lassen und wenn zumindest einmal an einem Tag Basiswissen vermittelt wird und wenigstens ein bisschen was hängen bleibt, wäre vielen Hunden sicherlich geholfen.
Ich sehe kein Problem darin, da auch den Verkäufer in die Pflicht zu nehmen. Warum denn nicht? Macht den unseriösen Hundehandel wieder etwas schwieriger.
Nein, den unseriösen Hundehandel wird es nicht schwieriger machen. Die interessiert es einen Kehricht, ob der Käufer irgendwas vorweisen kann oder nicht.
Beim Händler wird man auch weiterhin einen Welpen bekommen.
Das ist doch auch jetzt schon so. Wer beim seriösen Züchter oder TH abgewiesen wurde, holt sich eben vom Händler oder Privat einen Hund.
Das würde nur wieder die seriösen Züchter treffen.
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Das einzige, wie es einigermaßen funktionieren würde, um das alles ein wenig in den Griff zu bekommen, wäre folgende Idee (die hoffentlich NIEMALS in die Tat umgesetzt wird):
Anzeigen, wo Hunde angeboten werden, werden verboten. Entweder werden Internetauftritte von Züchtern auch verboten, oder sie dürfen zwar zur Information sein, der Züchter darf aber ohne die Erlaubnis von einer neuen Behörde keinen Welpen verkaufen.
Wie kommt der Interessent an einen Hund? Folgendermaßen: Es gibt eine neue Behörde, wo alle Züchter gemeldet sein müssen. Bei dieser Behörde müssen sich die Interessenten melden. Es gibt dann einen Termin zum Beratungsgespräch, welche Rasse paßt. Dann gibt es Theorie mit anschließender Prüfung. Erst mit der bestandenen Prüfung wird ihnen mitgeteilt, wo Züchter der Rasse, die es werden soll, sind.
Die Interessenten gehen mit dem Wisch vom Sachkundenachweis zum Züchter. Gespräch etc. Soll er einen Welpen bekommen, hat beim Verkauf eine Person der Behörde dabei zu sein, um schriftlich einzutragen, wer wo einen Welpen her hat. Ohne Erlaubnis der Behörde darf niemand einen Welpen abgeben.
Damit es keine Ups-Würfe mehr gibt und auch das private Vermehren nicht mehr geht, müssen alle Hunde, die nicht bei einem Züchter sind, kastriert werden.
Wird jemand mit Hund auf der Straße erwischt, dessen Verkauf nicht von der Behörde erlaubt worden ist, dann gibt es empfindliche Strafen inklusive Wegnahme des Tieres. Der Halter ist zudem verpflichtet, zu sagen, wo er den Welpen her hat.
Ebenso sind private Abgaben verboten.
So würde man das einigermaßen in den Griff bekommen. Aber - neee - das würde zu weit gehen. Das wäre ja furchtbar! Das wäre ja wie ein Überwachungsstaat.
Also schnell mal diese Idee wieder vergessen!
Mal ganz unabhängig vom zweifelhaften Nutzen, findet ihr Hunde wirklich so wichtig, dass sie eine absolute Sonderstellung unter den Haustieren bedürfen und haltet ihr die Probleme wirklich für so schwerwiegend, dass es gerechtfertigt ist die persönliche Freiheit dermaßen einzuschränken?
Wir haben keine Straßenhunde, Hunde sind gesellschaftlich als Haustiere inkl. Privilegien akzeptiert, die mögliche medizinische Versorgung ist hervorragend, es gibt Hundetrainer, -sitter, -therapeuten und sogar Tierheime. Ich finde Hunden geht es in Deutschland verdammt gut.
Jeder darf Kinder kriegen, mit einem Pferd in der Öffentlichkeit tanzen oder Alkohol trinken und falls Einzelne mit dieser Freiheit nicht umgehen können, gibt es Gesetze für diese Einzelfälle.
Aber beim Hund möchte man jetzt jeden unter Generalverdacht stellen? Beim Auto lasse ich mir ja noch einreden, dass ein Führerschein irgendwie zum Schutz der Allgemeinheit beiträgt und dann schaut man sich mal an, was daraus geworden ist. Aus ein paar Fahrstunden unter Aufsicht, damit man sich und andere nicht sofort tötet und ein bisschen Theorie für ein friedliches, sicheres Miteinander wurde eine Gelddruckmaschine.
Ja, da hast du recht.
Selbst für Tiger und Löwen braucht man solche Auflagen nicht. Die bekommt man ganz leicht bei Zirkussen oder Zoos. Hatten sie mal im Fernsehen gehabt. Da sträuben sich einem die Haare, wie einfach man solche Tiere bekommen und halten kann.