Beiträge von BeardiePower

    Sagt mal, gibt es eigentlich auch Zeitreiseromane 'andersherum'? Also dass Menschen aus der Vergangenheit plötzlich in der Jetztzeit landen und damit klarkommen müssen? Sonst ist es ja eigentlich immer so, dass Leute von heute in die Vergangenheit reisen.

    'Briefe in die chinesische Vergangenheit' kenn ich schon.

    Sowas stelle ich mir öfter vor bzw. frage ich mich öfter, was die Menschen von früher wohl zu heute sagen würden?

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    Ist das gemein! Ich habe entdeckt, daß das andere Buch von Ulla Mothes, das sich ebenso interessant anhört, auch gerade im Angebot ist. Und dabei wollte ich doch eigentlich erst wieder nach Weihnachten bestellen...

    Seltsam. Seit ein paar Tagen sehe ich so gut wie keine Vögel mehr hier. Sonst ist hier immer eine Menge los. Und jetzt? Tote Hose. Langsam frage ich mich, woran das liegen kann. Mauser? Zu viele Katzen oder Greifvögel hier? Krankheiten? Woanders schmeckt es besser?

    Man macht sich da schon seine Gedanken.

    Die Spatzenbande sieht man auch nicht. Ich weiß aber, daß sie da sind, weil dauernd unter ihren Dachverstecken Vogelscheiße liegt. Sie scheinen zu Stubenhockern mutiert zu sein.

    Kaum hängen die leckeren Meisenknödel von Welzhofer, schon sind alle Vögel wieder da. Verwöhntes Pack!

    "Flüchtiges Glück" von Ulla Mothes

    Was für ein Roman! Spannend wie ein Krimi.

    Milla ist Anfang 20, ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter verschweigt ihr vehement, wer der Vater ist; behauptet sogar, sie wisse selber gar nicht, wer der Vater sei.

    Nun ist Milla selber schwanger. Ihr Freund Navid, ein afghanischer Flüchtling, möchte unbedingt, daß sie ihren Vater sucht; genauso wie er spürt, daß in der Familie irgendetwas geschehen sein mußte. Er meint, er heiratet sie erst, wenn alles aus der Welt geräumt ist, weil Negatives in der Familie von einer Generation zur nächsten gegeben wird.

    Darüber ist aber ihre Familie nicht gerade begeistert.

    Ihre Großeltern sind im Herbst 1989 mit ihrer damals 13jährigen Tochter aus der DDR geflohen. Zurück in ihrer Heimat sind sie bisher nie wieder auch nur kurz gewesen. Angeblich, weil es so wehtun würde.

    Warum sie genau geflohen sind, haben sie auch nie erzählt.

    Milla braucht für ihr Studium Wasserproben, die sie analysieren soll. Ihre Großeltern fahren mit ihr dann doch in ihre Heimat - Bitterfeld-Wolfen - damit sie da Proben nehmen kann. Denn da würde es mit Sicherheit noch vieles zu finden geben.

    Bei der Probenentnahme wird Milla bewußtlos von den Dämpfen. Sie fahren mit ihr in ein Krankenhaus, wo ein alter Arzt meint, sie sähe wie eine ehemalige Kollegin aus. Das macht Milla neugierig. Könnte die Ärztin eine Verwandte sein?

    Doch keiner will so recht reden.

    Später schenken Milla und Navid ihrem Opa zum Geburtstag eine Reise in die Vergangenheit. Sie wollen mit ihm nach Bitterfeld-Wolfen fahren; zum ehemaligen Werk, wo er gearbeitet hat und in die Siedlung Steinfurth, wo sie gewohnt haben. Dabei kommen sie auch auf den Friedhof.

    Auf dem Friedhof ist ein betrunkener Mann an einem Grab, der wütend auf sie zukommt. Er schimpft, daß sie sich davonmachen sollen; behauptet, daß die Frau von Millas Opa bei der Stasi gewesen ist und seine Frau auf dem Gewissen hat.

    Nun hat Milla noch mehr Grund nachzuforschen, was damals passiert ist. Ihre Oma will nicht darüber reden, ihr Opa weiß von nichts. Ihre Mutter findet währenddessen auch noch etwas anderes heraus, das mit der Sache im gewissen Sinn etwas zu tun hat.

    Was ist damals wirklich geschehen? Hat Millas Oma wirklich ihre Freundin umgebracht?

    Es gibt viele Rückblicke in die Zeit von damals, die ganz langsam ein Bild ergeben. Zum Schluß wird dann alles aufgeklärt.

    Besonders gut finde ich, daß die DDR-Zeit weder verherrlicht, noch verteufelt wird. Es wird sowohl Gutes als auch Schlimmes erwähnt.

    Es wird auch von der Wende geschrieben, wie das damals da gewesen ist; daß Treuhand und andere sich alles unter den Nagel gerissen und dichtgemacht haben; vom darauf folgenden Frust der Menschen, der sich ja bis heute durchfrißt, was eine der Ursachen für die heutige Stimmung in den "neuen" Bundesländern ist.

    Und persönlich finde ich es "lustig", daß der Roman teilweise in Bitterfeld-Wolfen, in der Siedlung Steinfurth, spielt - denn da kommt meine Hündin her.

    Seltsam. Seit ein paar Tagen sehe ich so gut wie keine Vögel mehr hier. Sonst ist hier immer eine Menge los. Und jetzt? Tote Hose. Langsam frage ich mich, woran das liegen kann. Mauser? Zu viele Katzen oder Greifvögel hier? Krankheiten? Woanders schmeckt es besser?

    Man macht sich da schon seine Gedanken.

    Die Spatzenbande sieht man auch nicht. Ich weiß aber, daß sie da sind, weil dauernd unter ihren Dachverstecken Vogelscheiße liegt. Sie scheinen zu Stubenhockern mutiert zu sein.

    Habt ihr schon mal Haareis gesehen? Mir war das tatsächlich ganz neu.

    Auf unserem Sonntagsspaziergang im Wald gefunden. Leider nur ein schlechtes Handyfoto.

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    Das habe ich hier auch schon öfter gesehen. Sieht lustig aus.

    "Das Herz Irlands" von Suzanna Cahill

    Ein tolles Buch!

    Ich habe schon viel über die irische Geschichte gelesen; Hintergründe und so weiter. Bisher waren das alles Sach- und Fachartikel gewesen. Und nun habe ich einen Roman gefunden, der teilweise in der schlimmen Zeit des irischen Freiheitskampfes spielt. Somit wird alles greifbarer.

    Zum Inhalt:

    Es gibt zwei Erzählstränge. Einmal Jetzt-Zeit und ein Strang von 1916 - 1923. Die Stränge sind mehr oder weniger abwechselnd. Immer so, daß es spannend bleibt.

    Caitlin - die in Amerika lebt - ist enttäuscht von ihrem Verlobten und braucht ein wenig Zeit, um nachzudenken, ob sie ihn wirklich heiraten will. Da kommt es ihr ganz recht, daß ihr Onkel aus Irland auf Weltreise geht, und sie auf sein Haus und den Hund aufpassen kann.

    Auf dem Dachboden findet sie eine Kiste mit Sachen von ihrer Urgroßmutter, die 1923 nach Amerika gegangen ist. Es handelt sich um ein Tagebuch und um Briefe.

    Als sie anfängt, die Briefe zu lesen, bekommt sie Lust, mehr über ihre Urgroßeltern herauszufinden. Vor allem über ihren Urgroßvater weiß sie nur, daß er noch vor der Abreise gestorben ist. Mehr hatte ihre Urgroßmutter nie erzählt.

    Gemeinsam mit Aidan - den sie da kennenlernt (wie sollte es auch anders sein?) - geht sie auf Spurensuche. Sie finden heraus, daß ihr Urgroßvater ein Freiheitskämpfer gewesen ist. Auch finden sie heraus, daß die Urgroßmutter einige Zeit vor der Abreise nach Amerika Zwillinge geboren hat, und nicht nur ein Kind, wie alle dachten. In Briefen erfahren sie, daß die Urgroßmutter nicht geglaubt hat, daß das eine Baby nach der Geburt gestorben ist, und immer herausfinden wollte, was mit dem Baby passiert ist. Was sie dann herausfinden, verrate ich nicht.

    Im historischen Teil geht es um die Urgroßeltern Maureen und Paddy. Es geht um ihre Geschichte. Auch darum, wie sich Paddy nach dem Osteraufstand 1916 radikalisiert hat, um für Irlands Freiheit zu kämpfen. In die Erzählung ist viel Geschichtliches eingewoben, so daß man auch was bei lernen kann (gut, für mich war es jetzt nichts neues).

    Maureen findet es überhaupt nicht gut, was Paddy da macht. Sie möchte am liebsten nach Amerika, um in Frieden zu leben. Aber Paddy will für Irland kämpfen.

    Als sie hochschwanger ist, wird Paddy bei einem Anschlag, den er mit anderen verübt hat, erwischt und festgenommen...

    Der Roman war so spannend, weil man unbedingt wissen wollte, wie das damals mit den beiden ausgegangen ist, was das Geheimnis ist, daß ich kaum aufhören konnte, zu lesen. Ein toller Roman!

    Ich glaube, Emma verarscht mich. Sie bekommt immer ein Leckerli wenn sie Pipi oder ihr großes Geschäft draußen macht. Das hat die Maus natürlich kapiert und mittlerweile setzt sie sich hin, als wolle sie ein Häufchen machen und dann kommt sie und holt sich ihr Leckerli ab. Da ich es ja aber einsammel, ist mir jetzt schon das vierte Mal aufgefallen, dass sie gar nicht gemacht hat und nur so getan hat. Bei der nächsten Runde hat sie dann ihr Häufchen immer ganz normal gemacht.

    Maddy tut auch gerne mal so, als wenn sie was macht. Vor allem, wenn sie wegen Regen keinen Bock hat oder weiß, daß es gleich was zu futtern gibt.