Beiträge von BeardiePower

    Tiere müssen so oft als Sportgeräte herhalten. Natürlich darf man das nicht verallgemeinern, aber Menschen haben nun mal den Drang, sich an anderen zu messen. Kommt ein neues Hobby auf, dauert es nicht lange und es gibt Wettkämpfe (egal, ob mit oder ohne Tier). Da frage ich mich immer, ob Menschen nicht mal was machen können, ohne sich gleich messen zu müssen?! Das mal dazu.

    Ich finde es im allgemeinen sowieso besser, wenn man den Sport zum Hund aussucht und nicht, weil man eine bestimmte Sportart machen will und den Hund daraufhin aussucht. Soll heißen: Man holt sich eine Rasse, die zu einem paßt und guckt dann, welche Talente und Interessen dieser individuelle Hund hat und wählt die Sportart danach aus (denn auch bei ein und derselben Rasse können Unterschiede auftreten). Ich finde es schade, wenn man einen Hund holt und ihn von Welpenbeinen an auf z.B. Agility trainiert und ausrichtet, weil man das unbedingt machen möchte - egal, ob dieser individuelle Hund daran Spaß hat oder nicht. Da kommt doch nur Frust auf, wenn Hund keinen Bock darauf hat. Lieber das machen, was dem Hund auch Spaß machen könnte. Ich finde, hier liegt der Hase eher begraben.
    Mit unserer Rica (Beardie) habe ich Agility gemacht - aber keine Turniere gelaufen. Nebenbei hat sie Tricks geliebt.
    Mit Maddy (auch Beardie) hat Agility keinen Sinn, da sie zu sehr aufpusht und einem am Ärmel hängen kann (haben Agility-Kurs mitgemacht, konnte mir das allerdings schon denken). Na und? Dann eben kein Agility. Dafür liebt sie Dummytraining. Also machen wir das. Ich hätte nie gedacht, daß ich mal Dummytraining machen werde, hatte nie was am Hut damit. Aber so ist das nunmal.

    Maddy ist eine Kurzform von Madeleine, das wiederum von Maria Magdalena abgeleitet ist und "Stärke" und "Treue" bedeutet (und dann noch irgendwas). Aber ausgesucht haben wir nicht danach den Namen. Ich habe den Namen "Maddy" vor langer Zeit in einem Roman gelesen und habe ihn sofort toll gefunden und gedacht, "den nächsten Beardie nenne ich Maddy.".
    Bei unserer Maddy paßt aber eher eine witzige Bedeutung. Und zwar, daß "Maddy" abgeleitet ist vom englischen Wort "mad" - was auf sie super paßt! :D Nomen est omen!

    Dann mal gute Besserung an die Fellnase!
    Maddy hatte auch ein paar Tage lang Durchfall, auch mal mit ein bißchen Blut dabei. Die TA meint, das könne schon mal vorkommen.
    Hat die ganze Zeit Haferschleim gegeben, dann ab und zu die Moro´sche Möhrensuppe (die sie zum Schluß verweigert hat - Madame wollte was Ordentliches zu fressen haben). Auch mal hier und da ein geriebener Apfel.
    Gestern gab es dann in den Haferschleim ein wenig Reinfleischdose Pute reingemixt. Jetzt ist der Output schon zweimal (fast) normal gewesen.
    Was gibt es denn noch Magenschonendes, das man ihr machen kann? Außer das berühmte Reis mit Huhn.

    Nach dem Fastentag gestern gibt es heute nur Haferschleim. Der Output ist immernoch fragwürdig. TA gestern hätten wir uns auch sparen können. Aber so ist Maddy gut drauf. Sie hat genauso hunger wie sonst auch und ist am betteln. Und sie hüpft wie eh und je herum. Schon seltsam. Ach, das macht mich noch verrückt! Ich muß da immer an den kleinen Pepe denken, der an einem Impfschaden gestorben ist und u.a. die ganze Zeit an Durchfall litt. Ach, manno...

    Zitat


    Rica war auch auf meine Eltern angemeldet. Somit wäre Maddy auch mein erster Hund. Aber da ich noch im gleichen Haus lebe, wurde Maddy auf meine Mutter und mich angemeldet. Wobei ich mich frage, ob ich mich hätte weglassen sollen. Nicht, daß ich doch noch den Test machen muß... Obwohl ... Ab wann gilt denn das? Im Frühling nächsten Jahres ist Maddy ja schon zwei Jahre bei uns.

    *schieb* :???:

    Wir hatten auch mal einen - wie ich gerne sage - "Kaspar-Hauser-Hund". Beardie Rica. Sie verbrachte mit Mutter und drei Geschwistern die ersten fast 9 Monate ihres Lebens in einem Bretterverschlag, mit angrenzender Wiese, auf die sie 2mal am Tag gelassen wurden. Kennengelernt hatten sie nichts. Noch nicht mal ein Halsband. Und das im VDH! Seitdem sehe ich den VDH kritisch. Ist nicht alles Gold, was glänzt. Ja, wir hätten sie nicht nehmen dürfen. Aber wir hatten es getan. Dafür bekam der Rassehundeclub ein Schrieb von mir, wie die Hunde dort gehalten wurden.
    Wie auch immer, als Rica zu uns kam, war sie ein armes Panikbündel, das erstmal apathisch in der Ecke lag. Sie schien sich völlig zurückzuziehen, in ihre eigene Welt, damit sie uns nicht wahrnehmen mußte. Draußen hatte sie vor allem und jedem Angst bzw. Panik, wollte nur weg und war sogar mal aus dem Geschirr geschlüpft.
    Jeden Tag ging ich mit Rica an eine wenig befahrene Straße, damit sie langsam Autos etc. kennenlernte. Stück für Stück wagten wir uns weiter ins Geschehen rein. Ich war so oft am verzweifeln, Rica raubte mir den letzten Nerv. Aber aufgeben? Nein.
    Ungefähr ein Jahr harter Arbeit hat es bedurft, um aus diesem armen Würmchen einen lebensfrohen Kobold zu machen. Es machte mit einemmal "Click" und sie war zum besten Hund der Welt geworden. Rica lernte zahlreiche Tricks, wir machten Agility, sie ging ohne mit der Wimper zu zucken an unserer Hauptstraße entlang. Und sie war so lustig! Kein Vergleich mehr zum Anfang. Zwischen ihr und mir gab es ein dickes Band, wir wuchsen so zusammen, daß wir eins waren.
    Den langen Weg kann man auf Ricas HP lesen http://cailin-rica.jimdo.com/rica-das-bin-i…chichte-teil-1/
    Leider ist dieser Seelenhund vor 2 Jahren mit 14 Jahren gestorben!
    An alle Besitzer solcher Hunde: Nicht aufgeben! Es ist harte Arbeit, aber es lohnt sich!