Beiträge von BeardiePower

    Apropos Zitate, die Sinn machen

    mich nervt schon immer "Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende".

    Vielleicht verstehe ich es auch nur komplett falsch, aber das Ende ist selten einfach nur gut?!

    Oder ist es wirklich so stumpf hoffnungmachend gemeint?

    Ich weiß auch nie, wie ich den Spruch deuten soll.

    Und am Ende ist es nicht immer gut. Wenn ich mir das selber sage, okay.

    Aber das Leben hat mich gelehrt, daß es bei mir immer schlimmer wird, statt besser. Schlimmer geht immer bei mir.

    Und wenn mal etwas gut ist, ich mich über was freuen kann, dann kommt schon so ein "oje" im Unterbewußtsein. Denn auf was Gutes folgt bei mir grundsätzlich was Schlechtes. Von daher kann ich Gutes gar nicht mehr genießen. Es ist wie verflucht.

    In der Stadt amüsierst du dich, auf dem Land amüsierst du die Nachbarn.

    Wie wahr...

    Unüberlegt oder doch eher mit dem Vorsatz, den Hund nach Corona wieder abzugeben?

    Aber der Hund wächst doch einem eignetlich ans Herz.

    Man baut doch eine Beziehung auf da mache ich es doch möglich das der Hund bleibt.

    Nö. Nicht unbedingt. Sonst würde es nicht jedes Jahr wieder so viele ausgesetzte Tiere in den Sommerferien geben. Oder allgemein ausgesetzte Tiere. Es würde auch keine Tierquälerei stattfinden, wenn es eine Beziehung geben würde. Und und und.

    Nein, nicht jeder Mensch baut zu seinem Tier eine Beziehung auf.

    Meine Spatzen-Bande war auf einmal so aufgebracht, hat geschimpft wie sonstwas. Als ich aus dem Fenster gesehen habe, sah ich eine Elster. Die Spatzen sind ihr hinterher. Aber es nutzte nichts. Ich sah, wie sich die Elster ein Junges geschnappt hat. Es hatte sich gewehrt, daraufhin hatte die Elster auf ihm rumgehackt. Dann nahm sie es in ihren Schnabel und ist auf und davon. Die jungen Elstern werden sich über dieses Festmahl gefreut haben.

    Ich bin ja bei sowas immer zweierlei. Einerseits tut mir das Kleine leid. Andererseits ist es Futter für andere. Eben Natur. Fressen und gefressen werden. Das hat wenigstens einen Sinn.

    Meine Hündin kann sagen, daß sie viele, viele interessante Gerüche von fremden Hunden "gefunden" hat. Hier ist ja seit Tagen Völkerwanderung, wo auch Hunde mitwandern. Dazu noch die ersten Feriengäste. Das scheint alles wahnsinnig interessant zu sein. Und interessant am Fenster, weil hier die meisten von ihnen vorbeilaufen. Da gibt es immer was zu gucken.

    Gestern war es auch wieder besseres Wetter gewesen als angesagt: 17 Grad, stark bewölkt, auch mal Sonne. Nur ganz kurz hat es mal geschauert.

    Jetzt ist hier auch schon wieder Sonnenschein. Und ich hoffe, daß es trocken bleibt, damit sie vom Museumstag ihre geführte E-Bike-Tour durch die Klosterteichlandschaft machen können! Die haben es ja so schon schwer genug, da muß das nicht auch noch ins Wasser fallen.

    Wobei ich mich frage, ob es für manche Hunde, die wirklich unendliche Angst, gar Panik vorm kleinsten Bißchen haben, wo Therapien nichts gebracht haben, nicht doch irgendwie humaner ist, sie zu erlösen. Schließlich ist eine übertriebene Angst, wo nichts hilft, auch ein Leiden und Quälerei.

    Das heißt aber nicht, daß ich das allgemein gut finde, ängstliche Hunde einzuschläfern.

    Sehe ich auch so, nur du musst auch immer erstmal jemanden finden der so einen Hund auf nimmt. Das ist Arbeit und die wollen sich viele nicht machen. Mein erster Hund war so ein Angsthund aus einer Beschlagnahmung - man macht sich das Leben damit nicht unbedingt einfacher. Es ist immer schnell gesagt, dass man solche Hunde nicht ein schläfern darf, nur die Kehrseite davon sehen viele dann nicht.

    Meine vorige Hündin war ein Kaspar-Hauser-Hund, hat ihre ersten 8 Monate des Lebens im Bretterverschlag verbracht und nichts kennengelernt. Dementsprechend hatte sie vor allem und allen Angst und Panik gehabt.

    Ein Jahr harte Arbeit habe ich investieren müssen, dann ist sie zum besten Hund der Welt geworden. Wir haben uns auch ohne Worte verstanden; wie Telepathie war das.

    Wie oft hatten mir die Leute (auch Hundeleute) gesagt, ich solle sie weggeben, aus der würde nie was werden. Diese Leute haben später gestaunt, was dann doch aus ihr geworden ist. Sie konnten es kaum glauben, daß das der gleiche Hund gewesen ist.

    Ja, ich war öfter am verzweifeln gewesen. Teilweise hat es ganz schön Nerven gekostet. Aber es hat sich gelohnt.

    Weggegeben hätte ich sie nie.

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