Wobei ich mich frage, ob es für manche Hunde, die wirklich unendliche Angst, gar Panik vorm kleinsten Bißchen haben, wo Therapien nichts gebracht haben, nicht doch irgendwie humaner ist, sie zu erlösen. Schließlich ist eine übertriebene Angst, wo nichts hilft, auch ein Leiden und Quälerei.
Das heißt aber nicht, daß ich das allgemein gut finde, ängstliche Hunde einzuschläfern.
Sehe ich auch so, nur du musst auch immer erstmal jemanden finden der so einen Hund auf nimmt. Das ist Arbeit und die wollen sich viele nicht machen. Mein erster Hund war so ein Angsthund aus einer Beschlagnahmung - man macht sich das Leben damit nicht unbedingt einfacher. Es ist immer schnell gesagt, dass man solche Hunde nicht ein schläfern darf, nur die Kehrseite davon sehen viele dann nicht.
Meine vorige Hündin war ein Kaspar-Hauser-Hund, hat ihre ersten 8 Monate des Lebens im Bretterverschlag verbracht und nichts kennengelernt. Dementsprechend hatte sie vor allem und allen Angst und Panik gehabt.
Ein Jahr harte Arbeit habe ich investieren müssen, dann ist sie zum besten Hund der Welt geworden. Wir haben uns auch ohne Worte verstanden; wie Telepathie war das.
Wie oft hatten mir die Leute (auch Hundeleute) gesagt, ich solle sie weggeben, aus der würde nie was werden. Diese Leute haben später gestaunt, was dann doch aus ihr geworden ist. Sie konnten es kaum glauben, daß das der gleiche Hund gewesen ist.
Ja, ich war öfter am verzweifeln gewesen. Teilweise hat es ganz schön Nerven gekostet. Aber es hat sich gelohnt.
Weggegeben hätte ich sie nie.
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