Ich an Deiner Stelle würde die Zeit im Schichtdienst nutzen und versuchen, Gassigängerin in einem Tierheim zu werden. Manche Tierheime verlangen vorher die Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung oder an einem Seminar - was ja nicht schaden kann, man lernt als Hundeanfänger (und als solchen würde ich Dich einschätzen, denn Du hattest ja noch nie eigenverantwortlich einen Hund) eine Menge.
Wie Du schriebst, hast Du relativ oft frei zu Zeiten, zu denen andere arbeiten, und diese würde ich nutzen, um meinen Wunsch nach Feld-, Wald- und Wiesenaktivitäten mit Vierbeiner zu verwirklichen.
Das hat den Vorteil, dass Du nicht sofort die volle Verantwortung für ein Tier übernehmen musst und Dich erst einmal langsam an das Leben mit Hund herantasten kannst. Außerdem kannst Du unterschiedliche Hundetypen kennenlernen. Sich einlesen ist gut und schön, aber nichts ersetzt die Praxis, die eigene Wahrnehmung am lebenden Objekt, etwas, was Du durchaus aus Deinem Beruf kennen dürftest; Stichwort "Patientenbeobachtung".
Wir leben in Zeiten von Landeshundeverordnungen, und je dichter das eigene Wohnumfeld besiedelt ist, desto besser muss ein Hund heutzutage "funktionieren", und gerade als Anfänger schätzt man mangels Erfahrung so manche Situation falsch ein.
Du schreibst, Du suchst nach einem Hund, der für Rettungshundearbeit geeignet ist - Gegenfrage: Bist Du Dir sicher, dass Du für einen besonders arbeits- und lernwilligen Hund geeignet bist? Dass Du ihn entsprechend motivieren, anleiten und führen bzw. seine Leistungsgrenzen erkennen kannst? Lies Dich mal durch die Rubrik "Probleme mit Euren Hunden"; allein das Thema "Alleine bleiben" kommt gefühlt alle Woche einmal neu hoch.
Ganz ehrlich, bevor ich in die Königsklasse der Hundebeschäftigung (in diese Kategorie würde ich Rettungshundearbeit stecken) aufsteige, würde ich mir erst mal Gedanken darum machen, wie man als Vollzeitarbeitender (bin ich übrigens auch) am besten den ganz normalen Alltag mit Hund meistert und den Hund alltagstauglich bekommt.
Caterina