Ich trainiere viel mit auffällig gewordenen Hunden, also Hunden, die bereits Menschen/Hunde gebissen haben, aber helfe natürlich auch bei allen anderen Themen, mit denen Kunden zu mir kommen.
Meine Ausbildung lief eher unorthodox ab, da mein Hauptberuf mir keine freien Wochenenden lässt und die Urlaubszeiten uns vorgeschrieben sind; da alle Hundetrainerausbildungen, die mir in D bekannt sind, aber eben an Wochenenden stattfinden bzw. gezielt übers Jahr verteilt immer wieder eine Wochenseminar beinhalten, kamen die für mich nicht in Frage.
Also habe ich mir zuerst viel Wissen angeeignet über Bücher (von den Standards Feddersen-Petersen usw. über Einführungen in die verschiedenen Trainings"methoden" (Lind-Art, Natural Dogmanship, etc.) und Büchern über Wolfsforschung bis zu Rassebüchern) und DVDs (Trumler-Station, Wölfe, Pizzahunde, usw).
Meine Urlaube habe ich bei einem Trainer, Jäger und Inhaber einer Hundepension verbracht und dort von morgens bis nachts mehr Theorie und vor allem Praxis vom nach vorne gehenden Rotti bis zur Jagdhundeausbildung gelernt.
Zusätzlich habe ich Seminare besucht, die mich jeweils interessiert haben, das mache ich bis heute immer mal wieder.
Anschließend bin ich noch ins hiesige Tierheim gegangen und habe dort mit den nicht vermittelbaren Kandidaten gearbeitet.
Erst nach alldem habe ich meine Arbeit als Hundetrainer auch Privatkunden angeboten.
Im Nachhinein würde ich jedem angehenden Hundetrainer folgendes empfehlen:
- soviel Schulung im Wolfsbereich wie möglich
- offen bleiben und alles kennenlernen, es gibt später eh nicht "den" Weg für alle Kunden, es ist immer aufs jeweilige Mensch-Hund-Team abzustimmen
- Praxis, Praxis, Praxis... soviel beobachten, wie möglich (Hundewiesen, Würfe mit Muttertier, unterschiedliche Mensch-Hund-Gespanne, usw)
- der Hund im Training ist mein bester Anzeiger, ob meine Kommunikation ankommt