Beiträge von Pirschelbär

    Er ist kein Vorsteher (überhaupt nicht), aber sich setzen und gucken macht er ab und an schon, wenn er Wild in der Distanz sieht (an der Leine), die Tendenz ist aber schon immer eher zum Nachsetzen. Da ich aber viel Impulskontrolle geübt hab (Ball, Reizangel), gibt er mir den Moment um zu reagieren ("Platz" oder Triller), bevor er reagiert. Hab ich auch bis jetzt immer zugelassen und ihn dann, wenn er wieder aufnahmebereit war gelobt.

    Wenn ich das Alternativverhalten fördern will, darf ich aber im Umkehrschluss auch kein anderes Kommando mehr geben, oder? Also zB. "Platz" damit er nicht doch losrennt.

    Ich denke schon, dass es eher genetisch bedingt ist. Er jagt halt, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet und das ist in unserem sehr wildreichen Gebiet nun mal sehr oft der Fall. Und wer einmal Blut leckt will noch mehr.


    Wenn er nur ne Fährte hat ist er kontrollierbar - bis jetzt. Auch vom Hasen konnte ich ihn schon abrufen oder ins Platz legen (mein Freund). Er jagt auch nicht besonders ausdauernd, nur so lange, bis das Objekt der Begierde außer Sicht ist , also im Wald, Feld Gebüsch verschwunden.
    Wir waren mal mim Rad unterwegs (Hund an der Leine), als er sich auf voller Fahrt hingehockt hat (Durchfall) hab ich die Leine kurz losgelassen, damit kein Unfall passiert. Während Hund sitzt und schei*t macht vor ihm ein Rudel Rehe ausm Feld. Hund natürlich ab. Einen Kilometer hinterher übers freie Feld, bis die Rehe im Wald waren, dann sofort umgedreht und zurückgekommen.

    Was mir noch einfällt: Was ist ein sinnvolles Alternativverhalten und wie baut man das richtig auf?
    Ich habe, immer nach Wildsichtung den Hund mit einem Spiel mit dem Futterbeutel belohnt, damit er ein bisschen Dampf ablassen konnte.
    Manchmal (je nach Gelände) durfte er auch nochmal (an der Leine natürlich) schnuppern dort wo das Wild war. Sinnvoll oder nicht?

    Meine Wunschvorstellung wäre: Hund zeigt Wild an, verharrt bis ich ihn angeleint hab (oder kommt her), dann können wir gemeinsam die Spur ein Stück verfolgen und am Ende wird er belohnt (Futterbeutel).
    Sinnvoll oder nicht? Und vor Allem: Realisierbar?

    Doggenmix mit zZ 38kg. Voll durchtrainiert. Bislang konnte ich ihn immer halten, auch wenns mich der Länge nach hingestreckt hat. Wäre aber auf Asphalt keine Option :/
    Ehrlich gesagt hab ich dem Hund echt vertraut an der Leine. An der "kurzen" Schlepp hat er sich sowieso sehr gut im Griff. Lässt sich dann auch sehr schnell wieder umlenken.
    In die lange Leine ist er mir im letzten Jahr vllt 2mal reingerannt. Und da hatte ichs auch wirklich provoziert, dass das Wild vor seinen Füßen hochgeht um eben zu sehen, wie gut der Triller funktioniert (hat er nicht ;) )
    Wie hast du den Abbruch aufgebaut? Ausschließlich positiv? Geht das für den Zweck überhaupt?
    Bislang war Djego eigentlich ausschließlich Sichtjäger. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass er in letzter Zeit auch mal einen Abstecher gemacht hat, weil er anscheinend was in der Nase hatte. Dabei funktioniert der Rückruf, hätte er aber Wild hochgemacht wäre er weg gewesen.
    Als Alternative darf er jeden Sonntag im Wald Menschen suchen und macht mit mir Dummytraining, dabei auch ganz viel Freiverloren. Fährten oder so wollte ich eigentlich nicht anfangen, kommt mir in unserem Fall eher kontraproduktiv vor.

    Zitat

    mein Hund kommt NICHT zurück, wenn er jagt. Das hat er in der Vergangenheit 2 mal gemacht. Zweimal einige Stunden, einmal 15 Stunden und jedesmal muss ich ihn irgendwo abholen. Er schliesst sich einfach anderen Menschen an.


    Das ist ja richtig heftig!
    Mit Z&B wollte ichs am Anfang mal probieren, bin das ganze aber völlig falsch angegangen. Jetzt machen wir Z&B bei Hunden, hätte es als Nächstes aber auch wieder bei Wild probiert. Was Besseres fällt mir nämlich auch nicht mehr ein.
    Und halt weiter Rückruf üben. Ich habe auch einen Down- Triller, der funktioniert, so lange alles noch statisch ist, dh. Wild (in Entfernung) und Hund verharren noch (da funzt ein "Platz" aber genauso). Ka ob es sich lohnt daran weiter zu arbeiten, weil ich mir nicht vorstellen kann jemals den Hund in voller Hatz auf den Boden zu trillern. Andererseits kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich das jemals kontrollieren kann, wenn ein Hase zwei Meter vor uns über den Weg schießt.
    Auch an der Schleppleine hab ich das Problem, dass selbst wenn ich sie immer so gut es geht aufnehme, den Hund kaum halten kann, wenn er ernsthaft in die Leine schießt. Auch mit nur wenig Meter Anlauf.

    RoxyLaila: Warum geht da bei euch nicht?

    Ich setz mir hier auch mal ein Lesezeichen.
    Wenn Djego - der bei seinem letzten Jagdausflug leider mit einem Auto zusammengestoßen ist - wieder laufen kann, müssen wir uns dem Thema wieder mehr als bisher widmen.
    Ich habs ein bisschen schleifen lassen (naja, je nachdem wie mans nimmt). Aber ich gebe ehrlich zu: Ich bin müde, es macht keinen Spaß mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Es gab eigentlich keine Fortschritte in letzter Zeit (subjektiv gesehen, nach dem was passiert ist).

    Ich hab nach dem Buch von Pia Gröning gearbeitet. Es gibt ausreichend Ersatzbeschäftigungen, einen Super-Pfiff, Orientierungstraining, Schleppleine und es will sich kein Erfolg einstellen.
    Mal sehen was noch kommt....

    Zitat

    Nur schnell den Futtermythen Beitrag online geguckt...
    Viel oberflächliches BlaBla ohne wirklich greifbare Info, hinter her ist man genau so schlau wie vorher


    Hast du wirklich was Anderes erwartet? :D
    Zumal bei einem Thema das auch hier immer wieder heiß diskutiert wird....
    Ich fand ihn nicht so schlimm wie befürchtet (lief aber nur im Hintergrund, vielleicht hab ich das Schlimmste ja verpasst)