Beiträge von Cherubina

    Wenn ich eines in meiner Arbeit gelernt habe:

    Nicht alles auf die Goldwaage legen, die Leute reden und sich freuen lassen. Solange ich keine Gefährdung für das Tier sehe einfach lächeln und zustimmen. Und am Ende da Antworten, wo mich jemand was fragt.

    Der Welpe hat eine gute Bindung, spielt gerne, frisst gerne Nassfutter, lässt sein Trockenfuter eher stehen, hat manchmal ein Gluckern im Bauch, dreht nach dem Fressen auf... Lächeln. Netter Welpe, ist doch alles gut! :nicken:

    Die Frage im Threadtitel

    Wann kann man Welpen mit anderen zusammenbringen?

    Da gibt es aus meiner Sicht verschiedene Gesichtspunkte. Hat er schon einen ausreichenden Impfschutz, gibt es passende Welpen (Größe und Temperament) in der Nähe?

    Grundsätzlich glaube ich, dass es nett wäre, wenn der Hund sich erst richtig bei euch einlebt, bevor ihr euch zu einem Spielereien verabredet. Auch sollte er seine zweite Impfung schon bekommen haben, besonders, wenn ihr euch mit anderen sehr jungen Welpen trefft. Das wäre dann also nach der 12. Woche.

    Treffen mit souveränen und gesunden erwachsenen Hunden finde ich da weniger problematisch.

    Es gibt dafür aber keine Regel, man darf also durchaus auf seinen Bauch und seinen Hund hören...

    man sagt ein Welpe soll zwischen 20 und 22 Stunden pro Tag schlafen

    Das wird ja immer mehr (und unrealistischer). Ich habe mit meinen Welpen tatsächlich selbst die (wirklich oft empfohlenen) 18 h meist nicht einhalten können.

    22 h Schlaf trifft auf neugeborene Welpen zu. Diese sind nur während der Saugakte wach und das nimmt wahrscheinlich so über den Tag verteilt etwa 2 h Zeit ein.

    Das kommt natürlich auf deine Körpersprache an. Wenn ich in so ne Fall angerannt komme, ist das unmissverständlich kein Spiel mehr.

    Wenn der Hund dann einen erschreckten Satz zur Seite macht, habe ich mein Ziel erreicht. Ich muss nicht schneller sein, als der Hund und ich muss ihn auch nicht erreichen.

    Wenn Ayumi auf der Weide genüsslich einen Schafhaufen verputzt und auf Abbruch nicht reagiert, würde sie sicher einfach weitermachen, wenn ich kurz in ne andere Richtung sprinte. Falls sie dann doch mitrennt, dann nur, weil sie vermutet da sei noch was spannenderes. Einen Lerneffekt bezüglich des Abbruchs hat sie dadurch ja nicht.

    Ich werde schnell und sorge dafür, dass mein Hund wieder in meinen Einflussbereich kommt. :-)

    Soll heißen, dass ich bei einem ignorierten Abbruch o.ä. zum Hund renne. Oft reicht schon eine laute Wiederholung des Kommandos zusammen mit meinem sich in Lichtgeschwindigkeit näherenden Körpers -räusper- damit mein Hund versteht, dass ich es wirklich so meine.

    Librela wird rationiert abgegeben. Jede Praxis hat ein bestimmtes Kontingent pro Woche (oder pro Monat?). Wenn das aufgebrauhtbist, gibt es nichts mehr.

    Kann also durchaus sein, dass man beim einen noch was neu bestellt bekommt und beim nächsten nichts mehr bekommt.

    Kito hat ziemlich genau 4 Wochen nach der ersten Spritze wieder begonnen die Treppen deutlich unsicherer runterzugehen, auch trabt er wieder nur noch.

    Jetzt, also nach 5 Wochen, gab es endlich die nächste Spritze. Mal sehen, ob der Effekt nochmal zu toppen ist.

    Meine zwei Youngsters sind 5,5 Monate alt.

    Beide schaffen ganz gut:

    - Geschäfte draußen verrichten (seit die Blasennentzündung überwunden ist)

    - Ruhig im Auto mitfahren und entspannt im Auto warten

    - Rückruf aus den meisten Situationen

    - Abbruch

    - Im Alltag werden die meisten Grenzen gut akzeptiert

    - Leinelaufen für mich völlig ausreichend. Sie laufen nicht locker neben mir und die Leine ist auch immer mal auf Spannung, aber sie ziehen nicht wie bekloppt.

    - Anfänge der Unterordnung (Grundstellung und Steh mit Hilfe, Sitz und Platz gehen schon nur mit Wortkommando)

    - Anzeige für die Flächensuche

    - Ayla wird Rückverweiser und hat das Prinzip schon gut verstanden

    - Ayumi wird Verbeller und macht das schon fast wie ne Große

    - Ayla, die Schüchterne wird außerdem immer frecher und selbstbewusster, dafür zeigt die laute Ayumi immer mehr ihre weiche Seite.

    Baustellen:

    - Jede Menge Quatsch im Kopf, aber das darf gerne noch ne Weile so bleiben

    - Kotfressen, besonders Schaf- und Katzenkot nerven tierisch, Hundekot frisst nur Ayumi und das wird langsam besser

    - Umgang mit Menschen oder Dingen, die sie verunsichern. Da wird nämlich gerne laut bellend drauf zu gerannt.

    Naja und dann gibt es da natürlich noch tausend Dinge, die sich noch einfinden müssen und die sie noch lernen dürfen. Ich freue mich einfach total an dem Prozess und möchte noch lange keinen "fertigen" Hund haben!

    Beim Stichwort Tauben fallen mir vor allem diese hier ein:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich habe bei diesen Videos tatsächlich vor Augen wie junge Wölfe mit einem größeren Beutetier umgehen, wenn sie zum ersten Mal darauf treffen. Da wird erstmal aus der Entfernung beobachtet, dann sich angenähert. Wenn er ein Kalb reißen will und die Mutterkuh macht eine Attacke in Richtung des Wolfes, springt er auch erstmal ein Stück zurück, bleibt aber in der Nähe, testet die Reaktionen.

    Es kann durchaus Tage und mehrere Anläufe brauchen, bis dann das neue Beutetier tatsächlich ernsthaft angegriffen wird.

    Wenn dieses Beobachten, Nähern, Reaktionen Antesten nun bei Menschen passiert, habe ich wirklich arge Bauchschmerzen. Das ist weit weg vom scheuen Waldbewohner.

    Das klingt doch alles in Ordnung. Ich würde mir allenfalls noch die Körunterlagen von der Zuchthündin zeigen lassen, wenn es die gibt.

    Am Ende wird man nie alles über eine Person wissen und ich fänd das auch schräg. Solange die Zuchttiere nachweislich gesund sind und die Aufzucht passt, wäre es mir an der Stelle tatsächlich nicht so wichtig, warum sie nun genau mit dem VDH gebrochen hat.