Beiträge von Cherubina

    Wie man einen Clicker verwendet ist ja nirgendwo gesetzlich verankert. Man kann ihn natürlich auch nutzen, um die Aufmerksamkeit seines Hundes zu bekommen und dann das Umwenden belohnen. Wenn der Hund den Clicker nicht vorher als Sekundären Verstärker erlernt und verinnerlicht hat, dann ist das auch nicht mehr oder weniger als ein "Schau" Kommando.

    Allerdings kann man anders verwendet natürlich deutlich mehr Nutzen aus dem Clicker ziehen, keine Frage.

    Alufolie drauf ausbreiten.

    Da gehen viele Hunde ums Verrecken nicht drauf, hab ich mir sagen lassen.

    Experimentelle Erprobung der Hypothese fände ich interessant. Wäre nett, wenn du berichtest, falls du es ausprobierst.

    Gemeine Varante: Schnappfalle mit Verlockung drin, damit der Tisch durch einen recht deutlichen aversiven Reiz nachhaltig verleidet wird.

    Fällt mir spontan so ein.

    Irgendwie glaub ich nicht recht, das Alufolie da abschreckend wirkt.

    Ne Mausefalle hat Beat schonmal bei nem Bekannten von mir unterm Küchenschrank ausgelöst. Es hat laut zugeschnappt, er war mäßig irritiert und hat dann den Käse rausgefressen. Außerdem hätte ich Sorge, dass da die Katzen ne Pfote reinbekommen.

    könntest du sonst einfach die Stühle vielleicht einfach umgekehrt auf den Tisch stellen/legen?

    So wie in der Schule früher 😅

    Das find ich probierenswert. Ich könnte mir zwar vorstellen, dass die beim Spielen die Stühle runterreißen, aber wenn das ordentlich poltert, ist das ja auch ne Abschreckung.

    Ich brauche mal kreative Köpfe:

    Wenn meine Hunde alleine sind, geht immer mal was kaputt/ wird zerkaut, was vorher auf dem Tisch oder der an den Tisch grenzenden Fensterbank stand.

    Ich habe häufig ne Kamera laufen. Zum größten Teil sind die Hunde echt ruhig und entspannt, manchmal spielen sie, alles cool.

    Sumi habe ich über Kamera mal auf dem Tisch erwischt. Ich vermute sie schaut so aus dem Fenster, schmeißt dabei was vom Tisch und die anderen machen sich darüber her. Seit ich daraufhin immer die Rollläden runterlasse, ist weniger passiert.

    Heute fielen aber wiedermal ein paar kleine Weihnachtsdekoartikel den Hunden zum Opfer, die vorher auf dem Tisch lagen.

    Und nun sitze ich hier auf der Couch und sehe aus den Augenwinkeln den kleinen/großen Beat seelenruhig auf dem Tisch stehen.

    Ich habe natürlich sofort reagiert und ihm einen ordentlichen Anschiss verpasst, aber so wie ich Beat kenne ist das nicht unbedingt nachhaltig.

    Was könnte ich machen, um die Hunde vom Tisch fernzuhalten?

    Stromlitze fänd ich jetzt unpraktisch... :zany_face:

    Mal was zum Denken:

    Du hättest gerne, dass sie sich an dir orientiert und dir vertraut. Du möchtest bestimmen können zu welchem Hund oder Mensch sie hin darf und zu welchem nicht. Dir wäre es recht, wenn sie sich selbst in größter Aufregung von dir wegführen lässt.

    Auf der anderen Seite sagst du, dass du sie das Tempo beim Spazierengehen komplett bestimmen lässt. Du lässt sie schnüffeln, starren, bummeln so viel sie will, du nimmst dir wenn nötig alle Zeit der Welt um sie nicht in ihrem Tempo und ihren Hundedingen zu stören...

    Das passt nicht, oder?

    Für mich gibt ganz ganz viel zwischen "der Hund läuft sklavisch neben dir her" oder der Hund hat 0 Orientierung und Führung und darf alle Entscheidungen selbst treffen.

    Antiautoritäre Erziehung klappt bei Hunden echt nur ganz selten.

    Mein Weg ist:

    An der kurzen Leine wird gelaufen. Nicht geschnüffelt, nicht markiert, nicht stehengeblieben (außer ich bleibe stehen).

    Der größte Teil des Spaziergangs ist allerdings im Freilauf (wahlweise Schleppleine). Da dürfen sie all das tun, was ihnen und anderen nicht schadet, solange sie in meinem Einflussbereich bleiben. Ich warte nicht auf sie, wenn der Radius zu weit ist (oder die Leine zuende), dann müssen sie hinterherlaufen. Aber innerhalb dieses Rahmens dürfen sie natürlich Hundedinge tun, schnüffeln, markieren, spielen...

    So, Sumis Stehtage beginnen und Beat begreift wohl langsam was da vor sich geht. Noch reicht aber eine kurze Ermahnung an Sumi, wenn sie zu flirten beginnt. Beat lässt sich noch wunderbar von den Schwestern zum Spielen einladen und ist dann abgelenkt.

    Seit 3 Tagen lasse ich die beiden aber nicht mehr unbeobachtet. Auch im Auto wird nun getrennt gefahren.

    Das schaut doch gut aus Cherubina

    Was macht der Bruder, der in einer Milchschäferei? helfen soll?

    Mit denen treffe ich mich gerade jeden Montag und dort ist auch das Video mit Beat entstanden.

    Moppel (Aydan) könnte viel weiter sein, aber das Herrchen war mit dem Training körperlich überfordert. Der ist nicht arg gut zu Fuß. Darum hat sich Moppel angewöhnt einfach sein Ding zu machen. Er kreiselte hektisch um die Schafe um sie beim Menschen zu halten und ist dabei permanent zu dicht und drangvoll. Dennoch hat er ein paar Aufgaben im Alltag erfüllt.

    Jetzt hat Frauchen das Training in die Hand genommen und wir sind dabei wieder da anzuknüpfen, wo ich letztes Jahr schon mit ihm war. Er treibt inzwischen wieder deutlich ruhiger nach, hat mit Frauchen sogar schon nen kleinen Umtrieb gemeistert.

    Wir sind jetzt dabei die Richtungskommandos neu einzuführen und die Flanken weiter zu bekommen.

    Beat, inzwischen fast 8 Monate alt, durfte heute das erste Mal richtig an die Schafe. Einen sehr wilden und unkontrollierten Versuch gab es schon vor ein paar Wochen auf der Weide.

    Hier im Roundpen ging es aber deutlich gesitteter.

    Ich bin nicht immer da, wo ich sein sollte, aber es ist auch mein erstes Mal mit blutigem Anfänger ganz ohne flying-paws Anweisungen von außen.

    Wer es nicht komplett anschauen mag, der beschränkt sich vielleicht auf die letzten Minuten, aber ich finde es gerade so sehr spannend, weil man erkennt was er so alles probiert und das am Ende ein bisschen der Groschen fällt.

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    Bezüglich Fremdhundekontakte:

    Ich selbst gehe mit meinen Hunden am liebsten dort spazieren, wo ich keine anderen Menschen treffe. Das ist für mich und meine Hunde am entspanntesten. Allerdings kenne ich das Treiben und die Gepflogenheiten auf Hundewiesen, Hundeauslaufgebieten und Hundestränden. Auch dort gehe ich ab und zu hin, wenn es zum Beispiel im Urlaub nicht viele Alternativen gibt.

    Ich bin immer wieder erstaunt wie friedlich und meist unkompliziert es dort zugeht. Smilla lasse ich dort an der Leine, damit ich eingreifen und ihr Schutz bieten kann. Die Border kommen mit dem Gewusel erstaunlich gut klar, halten sich fremde Hunde in der Regel ohne viel Trara von Leib.

    Was man in solchen Gebieten nicht/ sehr selten trifft: Hunde mit "Beißpotential" (zB Erwachsene Herdenschutzhunde, sog. Kampfhunde oder Schäferhunde zB), also Hunde, die bei einer Auseinandersetzung eher dazu neigen zu verletzen oder Hunde, die mit so geringer Distanz zu so vielen fremden Hunden einfach nicht umgehen können. Ebenfalls sehr selten sind sehr kleine Hunde, für die es dort einfach sehr schnell echt gefährlich werden kann.

    Für alle Hunde ist das eine ziemliche Reizüberflutung, alle gehen von dort erschöpft und/ oder überreizt weg.

    Also, mit dem richtigen Hund kann sowas funktionieren und auf einem Hundestrand erwartet niemand, dass alle Hunde ständig unter Kontrolle ihrer Besitzer sind. Da läuft es anarchistisch, chaotisch und erstaunlich unblutig.

    ABER:

    Wie du schon festgestellt hast, ist deine Hündin eben kein Hund für solche Orte (mehr). Was im Umfeld der Großstadt schon eine Herausforderung sein kann. Du wirst vermutlich bald zu schätzen wissen, wenn andere ihre Hunde bei sich behalten. Du wirst Spaziergängern eher ausweichen, als Gesellschaft zu suchen und das ist auch echt nicht schlimm. Dein Hund ist nicht asozial oder schlecht erzogen, weil er auf fremde Hunde verzichten kann. Ich vermute du wirst die, außerhalb von Hundeauslaufgebieten sehr weit verbreiteten, Umgangsformen, die hier geschildert wurden durchaus zu schätzen lernen.

    Ich begleite beruflich bedingt ja häufig Tiere und ihre Menschen bei diesem letzten Weg.

    T61 ist ein Mittel, das ausdrücklich nur nach vorangegangener Narkose verabreicht werden darf!

    Es ist also absolut nicht zu tolerieren, wenn heute noch Tierärzte ohne Narkose T61 spritzen.

    Ich selbst schläfere zum größten Teil mit T61 ein. Je nachdem, ob ich vorher einen Venenzugang legen konnte (wenn es für das Tür unnötig viel Stress wäre oder der Kreislauf schon seeehr schlecht ist, geht das zum Teil nicht gut) oder die Narkose über den Muskel gegeben habe, erfolgt dann die Gabe des T61 auch über die Vene oder eben direkt ins Herz. Beides geht schnell und ruhig. Ab und zu zuckt mal ein Fuß, meist bemerkt man ganz kurz nach der Gabe einen chemischen Geruch in der Ausatemluft, aber in der Regel ist es sehr ruhig, besonders bei Hunden.

    Seit einiger Zeit haben wir auch Release als Alternative vorrätig. Das ist soweit ich weiß das modernste Mittel zur Euthanasie zur Zeit und man gibt bei diesem Mittel vorher keine Narkose. Ich sehe bei dem Mittel am Tier keinen Unterschied!

    Wenn du deinem Tierarzt ansonsten vertraust, dann würde ich ihm auch da die Entscheidung überlassen. Frage vielleicht nach der Narkose, aber eigentlich sollte das wie gesagt selbstverständlich sein.