Beiträge von Cherubina

    Ich habe mit meinem Hundesenior mal eine Hundestunde in einer Grundschule gemacht. Ich bin mit der Lehrerin befreundet und die hat das in den Unterricht integriert.

    ALLE Kinder waren ausnahmslos sehr interessiert und rücksichtsvoll.

    Zuerst habe ich Racki vorgestellt und von seinem Beruf als Schäfer erzählt (die Kinder durften erst raten) dann gab es einen großen Stuhlkreis und die Kinder haben gelernt, wie ein Hund Kontakt aufnimmt und dass er dazu seine nasse Schnauze benutzt, dass es doof für einen Hund ist, wenn er von vielen Leuten umringt wird - ein mutiges Kind hats sogar mal ausprobiert in die Rolle des Hundes zu schlüpfen und sich gleichzeitig von allen Kindern angrabbeln zu lassen.
    Danach wollten die Kinder ganz viel wissen:
    Ob Hunde sich immer freuen wenn sie wedeln, ob fremde Hunde sich immer beißen, wie Hunde sich unterhalten und natürlich was Racki alles kann.

    Racki war sehr geduldig, ist reihum an allen Kindern mal vorbeigetrottet und hat sich auch mal geduldig kraulen lassen. Irgendwann hat er sich in die Mitte gelegt und gedöst. Als er seine Tricks zeigen durfte, hat er das ein oder andere sogar auf Komando eines Kindes gemacht (mit Hilfe ;) ) und die waren Stolz wie Oskar...

    Eine Woche später gabs dann ein tolles Heft mit kleinen Aufsätzen der Kinder für mich. Ich habe mich total gefreut und glaube diese Kinder haben bestimmt ein bisschen Gespür für Hunde bekommen.

    Wir hatten übrigens so etwas nicht im Unterricht! Und ich bin auch nur 4 Jahre älter als die TS. Ich kann auch nicht behaupten, dass alle Menschen in meinem Alter wissen, wie man mit Hunden umgeht!

    Meinen Hund (siehe rechts im Bild neben der schwarzen Katze), habe ich das erste Mal getroffen, als ich zum Vorstellungsgespräch vom Bahnhof abgeholt wurde. Er stand hinten im Ford Transit und war reichlich staubig und stinkig - obwohl ich Hunde damals schon sehr mochte, war mir dieser eher unsympatisch.

    Als ich in paar Monate später tatsächlich in der Schäferei angefangen habe und ich mit einem Transporter und meinen Sachen am Wochenende dort einzog habe ich ihn wieder gesehen, meinen zukünftigen Arbeitspartner. Immernoch genauso dreckig und monoton bellend an einer zwei Meter Kette. Natürlich habe ich mich nicht getraut ihn abzumachen (obwohl ich ja wusste, dass er auch frei läuft) und hatte dann erst am Tag drauf näher Kontakt zu ihm.

    Bei jede Ableinen von der Kette hat er mir vor Freude die Brille von der Nase gehauen, er hat mich angejuckelt, weil gerade läufige Hündinnen auf dem Hof waren und ist mir schon in der ersten Woche in einer unbeaufsichtigten Sekunde abgehauen (ich habe ihn schnell wiedergefunden. Er war beim benachbarten Tierheim die Lage checken).
    Kurz: ich mochte ihn nicht besonders! Das hat sich aber bald geändert. Ich habe ihn mit ins Haus genommen, er wurde stubenrein, die Arbeit an der Herde klappte und er folgte mir bedingungslos auch in unvertraute Gefilde (Meine Kollegin hatte Minuten lang versucht ihn in ein kleines Ruderboot zu locken. Als ich dazu kam und einstieg, habe ich ihn nur kurz gerufen und er saß eben mir :D ). Abgehauen ist er nie wieder und ich konnte ihn zum Schluss stundenlang draußen lassen: er hatte immer die Tür im Auge durch die ich verschwunden war.
    Nach Ablauf eines Jahres konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen ihn wieder an seine Kette zu legen, mich umzudrehen und zu fahren. Also habe ich ihn mitgenommen! Der beste Hund aller Zeiten. RIP

    Ja, meine Pflege-Podimix jagd und tötet regelmäßig Mäuse. Das Fressen unterbinde ich, wenn ich es mitkriege - allerdings eher reflektorisch...

    Buddelnde Hunde fangen höchst selten Mäuse. Das Buddeln ist in hohem Maße ineffektiv. Unsere frühere Familienhündin durfte auf der eigenen Streuobstwiese mal solange buddeln wie sie wollte. Sie hat einen Tunnel gegraben (zum größten Teil nach oben offen), in dem sie selbst verschwunden ist, aber in dem Tempo waren die Mäusebewohner längst mit Sack und Pack ausgezogen.
    Tiere, die sich von Mäusen ernähren (egal ob Bussard, Schleiereule, Kreuzotter oder Fuchs, halten sich an die oberirdisch laufenden und da muss Tier schnell sein und die Maus auf ihrem Weg von einem Loch ins nächste erwischen: kein Buddeln, kein Hetzen, nur lauern und draufstürzen.

    Du schreibst dein Hund ist ansonsten noch recht fitt, dennoch hört sich das für mich nach einer klassischen Alterserscheinung an. Viele alte Hunde entwickeln eine Art "Senilität". Wie sich das ausprägt kann ganz unterschiedlich sein, aber vermehrtes Bellen in "stressigen" Situationen und auch ein "Einbellen" werden häufig beschrieben. Extreme Fälle sind Hunde, die stereotyp im Zimmer auf und ab laufen (Drangwandern) und ununterbrochen über Stunden bellen. Im Endstadium kann man sie aus diesem Zustand auch nicht mehr herausholen...

    Aber zurück zu deinem Hund. So schlimm ist es ja bei euch zum Glück nicht. Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege müsst ihr euch aber wahrscheinlich an solche Absonderlichkeiten mit fortschreitendem Alter gewöhnen. Ihr könntet es mal mit der Gabe von Karsivan versuchen, manchmal hilft das.

    Wir treffen uns manchmal um Gießen rum... Schau doch mal in dem Gesprächsfaden nach. Ich kann mit den Pflegehunden leider nicht so unkompliziert ins Auto steigen, drum bin ich mehr oder weniger an Rödgen gebunden. Sonst hätte ich auch schonmal "hier" gerufen.

    LG
    Cherubina

    Tessa (Galga) geht auch nicht freiwillig ins Wasser.
    3 mal ist es ihr aus Versehen passiert - zweimal hat sie denke ich den See als festen Untergrund betrachtet und wollte nach einer Ente sehen und einmal hat sie an einem (recht tiefen) Bach mit steiler Böschung trinken wollen und ist reingefallen.
    Jedes Mal hat sie mit Riesensätzen und einen Bogen schlagend das Wasser verlassen und war dann wie ausgeflippt: Schütteln, Spielen, Kopf Reiben - Ihhhhhhh, Wasser :lol:

    Als ich mit meinen Hühnern im Schlepptau in meine erste WG gezogen bin, wo die Hühner in der Scheune ihren Stall bekamen und den Garten nutzen durften, ergab sich folgender Dialog:

    Ich: "Hoffentlich gibt es keine Nachbarn, die sich am Krähen stören."
    Mitbewohner: "Och, zwei Gärten weiter unten leben auch Hühner, da habe ich noch nie was krähen hören."
    Ich: "Vielleicht läuft bei denen kein Hahn mit."
    Mitbewohner: "Wieso? Krähen Hühner ohne Hahn nicht?" :???: