Was du beschreibst habe ich mit meinem alten Hund genauso durchgemacht. Allerdings war er nicht nur nachts, sondern auch tagsüber in der Wohnung völligverängstigt. Er hat gehechelt, gesabbert, gezittert und wenn er allein war hat er Türen in seiner Panik zerkratzt und in die Wohnung gemacht. Draußen war er entspannt!
Er war damals schon 15 Jahre alt und ich habe medizinisch alles mögliche durchchecken lassen: orthopädische Probleme, Blut inklusive Schilddrüse, Blutdruck... Alles wunderbar!
Ich war völlig übernächtigt und habe irgendwann angefangen ihm für die Nacht ein Beruhigungsmittel zu geben und dann, nach vielleicht 2 Wochen Quälerei, war es einfach wieder vorbei.
Ich kann bis heute nicht mit Sicherheit sagen, was mit ihm los war, aber mir ist aufgefallen, dass sein Gehör etwa zeitgleich deutlich schlechter wurde. ich könnte mir vorstellen, dass er eine Art Hörsturz hatte und das Rauschen im Ohr nicht zuordnen konnte
Ich nenne es heute nur noch Rackis Shizophrene Phase.
Dein Hund ist deutlich jünger, aber ich würde beim Tierarzt deutlich über ein kurzes Drüberschauenlassen hinausgehen. Schilddrüse abklären lassen wurde ja schon erwähnt, aber eben auch das Herz-Kreislaufsystem etc. Das Gehör testen können nur Fachpraxen und auch die können den Hund nicht fragen was er hört, aber vielleicht fällt dir ja selber etwas auf... Auch eine Einschränkung des Sehvermögens kann einen Hund völlig verunsichern, dass kann nachts durch die Dunkelheit verstärkt werden, also würde ich auch mal genauer nach den Augen schauen.
Ich drücke dir gaaanz fest die Daumen, dass es wieder besser wird!