Beiträge von Cherubina

    Ich habe dieses Phänomen der steigenden Erwartungen an den neuen Hund bei ein paar Leuten gesehen, die aktiv Hundesport betreiben (speziell Agility). Beim ersten Hund war es ein gemeinsames Kennenlernen des Sports und man wuchs als Team zusammen. Vieles lief vielleicht am Anfang nicht ideal, aber am Ende war vieles super und hat beiden Spaß gemacht.

    Dann kommt der neue Hund und hier soll bei der Ausbildung für den Sport alles besonders gut laufen. Der Welpe wird schon früh an Führtechniken herangeführt und in dem Training an den Geräten wird nicht ausprobiert, sondern von vorneherein gewissenhaft aufgebaut. Da habe ich schon das Gefühl, dass die Erwartungshaltung sehr hoch ist. Besonders bei einer Bekannten, deren Hund wirklich inzwischen super gut läuft, aber eben viele Flüchigkeitsfehler macht, die zum einen seiner Jugend (er ist jetzt 2) und zum anderen den Mängeln in der Führung geschuldet sind. Da glaube ich schon manchmal übersteigerte Erwartungen wahrzunehmen.

    Zitat

    Solche Eltern werden scheinbar immer seltener. Ich hatte heute wieder das Kindergarten-Bildungsbürgerkind, das panisch wegstürzte, als ich mit meiner Maus in seiner Nähe vorbeiging. (Der Bürgersteig ist da echt breit und mein Hudn nun wirklich kein grosses Exemplar). Ich hab es mir mit Müh und Not verkniffen, dem Papa, der in der Nähe sein Auto auslud, zu der anerzogenen Phobie zu gratulieren.
    Irgendwann springt mit noch mal ein Kind vor ein Auto. :/
    Mein Bruder ist auch der felsenfesten Überzeugung, das jeder Hund ein potentieller Kinderkiller ist. Die dollsten Szenarien werden sich da vorgestellt (Hund springt hoch, zerrt Baby aus dem Kinderwagen etc) Da haben die Journalisten in dem vergangen Jahrzehnt wirklich ganze Arbeit geleistet.

    Nicht hede Angst vor Hunden ist anerzogen! Mein Patenkind ist quasi mit meinem alten Hund aufgewachsen, eines ihrer ersten Worte war Racki und sie nannte ihn später ihren allerbesten Freund. Als er starb hat sie ihm ein Bild mit auf die Reise geschickt, da war sie etwa 3 Jahre alt.
    Ein halbes Jahr später hat sie sich mehrmals vor Hunden erschreckt, einer hat sie vom Laufrad gestoßen (freundlich oder nicht kann ich nicht beurteilen, ich war nicht dabei). Die Eltern sind alles andere als übervorsichtig und bleiben auch in solchen Situationen ruhig und trotzdem war es da um die Kleine geschehen und sie ist bei jedem entgegenkommenden Hund kreischend zur Seite gesprungen. In dieser Zeit hatte sie übrigens auch richtig Angst vor Clowns, weil sie einer erschreckt hat.
    Inzwischen ist sie über eine langsame Gewöhnung an Smilla viel mutiger und selbstsicherer geworden und ich habe ihr einige Verhaltenstipps gegeben, die sie stolz an ihre Freunde weitergibt. Jetzt - mit 5 - hat sie sich im Griff und kann besser verstehen und wahrnehmen, dass nicht alle Hunde gleich sind und viele sehr lieb. Solange sie an der Leine sind, ist sie mit allen Hunden entspannt.

    Solche Phasen mit übersteigerten Reaktionen bei bestimmten Dingen und Angst vor völlig normalen Situationen gibt es doch bei jedem Kind...

    Zitat

    Quo braucht zum kacken immer etwas pieksiges vor der Brust, Dornengestrüpp oder Stacheldraht, alternativ gehen auch Dornen oder Brennnesseln, die ihm die, inzwischen entfernten, Kronjuwelen kitzeln.

    Dabei fällt mir die Macke eines ehemaligen Labor-Beagles ein, den ich zu Studentenzeiten ab und zu ausgeführt habe. Er hat damals im Zwinger wohl immer die Wand angekackt (daher kommt vielleicht der Ausspruch "Scheiß die Wand an..."). Wenn er soviel Platz hatte wie er wollte, eine riesige Wiese, ein Gebüsch etc. nirgendwo konnte er sein großes Geschäft machen. Er ist zielstrebig dafür zum nächsten einsamen Telegrafenmast gelaufen um seinen Popo dagegenzustellen.

    Ich kenne auch Winsler und ganz entspannte Hunde. Bei den Hunden, die länger brauchen um sich zu beruhigen und lange gewinselt haben machte es einen riesigen Unterschied, ob sie von ihren Besitzern gebracht wurden o der ich sie abgeholt habe.
    Wurde der Hund gebracht und Herrchen oder Frauchen verschwand einfach ohne ihn, wurde lange gewinselt. Wenn ich den gleichen Hund Zuhause abgeholt und mit zu mir genommen habe, war Ruhe - sofort! Bei gebrachten Hund habe ich mir dann angewöhnt direkt nach dem Verschwinden der Besitzer eine Runde mit dem Hund spazieren zu gehen. Wenn wir dann nach der Runde gemeinsam zurück in die Wohnung kamen, aht der Hund nicht mehr nach Herrchen gesucht und sich entsspannt hingelegt.

    Ich muss beim Füttern immer unheimlich aufpassen.
    Smilla ist unheimlich verfressen, braucht aber mit ihren 6,5 kg nicht viel (das sieht sie anders ;) ). Sie ist innerhlab von wenigen Sekunden fertig mit dem Fressen.
    Kito braucht sehr große Mengen, frisst diese aber (sehr zu meinem Leidwesen) manchmal nicht auf - toitoitoi, im Moment gehts ganz gut.
    Wenn also Smilla fertig ist, geiert sie förmlich nach den Resten von Kito. Solange er frisst bleibt sie weg und wenn ich daneben sitze auch. Wenn ich aber nicht in der Nähe bin und Kito was drin lässt, dann ist es schneller in Smillas Bauch als ich bis 3 zählen kann. Eigentlich hab ichs inzwischen ganz gut im Griff und stelle übriggebliebenes Futter gleich hoch. Auch scheint Kito sein Futter zur Zeit ganz gut zu schmecken.

    Ich habe Smilla allerdings auch schonmal mit prallem Bauch und trüben Augen morgens im Wohnzimmer auf der Couch ausgestreckt vorgefunden (sie schläft sonst im Korb im Schlafzimmer), als ich Kitos fast unangerührtes Futter abends nicht hochgestellt hatte. Das war dann selbst für sie zu viel und scheinbar wars nicht ganz angenehm sich mit dem dicken Bauch in ihrem Korb zusammenzurollen :hust:

    Hier wird oft zu einem Trainer geraten, weil sich Probleme, die aus der Sicht des Halters beschrieben werden nicht beurteilen lassen ohne die Situation Zuhause gesehen zu haben.

    Allerdings gebe ich dir recht: Es gibt Mensch-Hund Kombinationen, Lebensumstände oder Situationen, bei denen kein Trainer eine Lösung finden wird. Allerdings ist es für viele Trainer scheinbar ein Unding den Besitzern zur Abgabe zu raten. Es fühlt sich vielleicht an wie ein Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit, sie wollen die Besitzer nicht vor den Kopf stoßen oder ganz einfach einen gut zahlenden Kunden nicht verlieren.

    Ich habe selbst schon Hunde erlebt, die in dem einen Haushalt völlig am Rad drehten und alles Training nichts half und bei den richtigen Menschen zum völlig verträglichen Alltagsbegleiter wurden. Das hat nicht unbedingt mit der Unfähigkeit der Ersthalter zu tun, sondern manchmal einfach mit der Ausgangslage (Kinder, Besuch, Unruhe, Stadtverkehr, Mehrhundehaushalt, fehlende Sympathie oder nicht passendes Temperament...)

    Sind die Zähne zu lang, dann solltest du sie kürzen lassen, damit das Kninchen wieder besser fressen kann. Wenn es auch mit gekürzten Zähnen die Karotten schlecht beißen kann, dann kannst du sie etwas kleinraspeln. Frische Wiesenkräuter und Gras sollte es aber auf jeden Fall nach hinten schieben können, um sie dort zu kauen.

    Mir geht es zur Zeit mit meinem Bruno ganz ähnlich, nur dass ich noch rechtzeitig eingreifen konnte um ihm eine Chance zu verschaffen weiterzuleben.
    Beim Entfilzen (er ist ja ein Satinangora und leider nicht so einfach in der Pflege, wie es die Züchter versprochen haben...) ist mir aufgefallen, dass er abgenommen hat. In dem Vorhaben ihn etwas zuzufüttern habe ich ihm eine kleine Hand voll Haferflocken unter die Nase gehalten, auf die er sich sofort stürzte und mir das ganze Dilemma klarmachte: Er hatte einen großen Abszess am Unterkiefer.

    Zwei Tage später hab ich ihn mit an die Arbeit genommen, geröngt, den Abszess operiert und die Zähne gekürzt. An der betroffenen Seite des Unterkiefers hat er nur noch zwei Zahnstummel, dafür waren die oberen Zähne unheimlich lang. Der Abszess betrifft einen großen Teil des Unterkieferastes und ich habe nun eine 3,5 cm große Wunde offen gelassen, die ich zweimal täglich spüle.
    Er hat bis jetzt die Prozedur sehr gut überstanden und hat sowohl vor, als auch nach der Narkose gut gefressen - jetzt hoffe ich einfach, dass ich die Entzündung in den Griff bekomme.

    Vielleicht hat es so doch sein Gutes, dass die beiden übergangsweise in mein Wohnzimmer gezogen sind. So habe ich ihn besser ihm Blick und ich muss mir keine Gedanken um Fliegenmaden machen.

    Ihr dürft ihm gerne alle die Daumen drücken! :ill:

    Zitat

    Ich weiß auch nicht wo diese Ammenmärchen um die Kastra herkommen???
    Alle erzählen sowas immer: Ja wenn man die nicht unter 6 Monaten kastriert, bekommen die Tumore wenn sie nicht decken.
    Ist das irgendwie bewiesen oder so?
    Ich tue dann immer verwundert und frage, wie die Leute darauf kommen, dass Hunde Krebs bekommen, wenn man sie nicht rechtzeitig kastriert.
    Klar, wenn ich mir mit 15 die Gebärmutter und die Brüste amputieren und entfernen lasse, bekomme ich wohl dort auch keinen Krebs...

    Wird zwar jetzt etwas Off-Topic, aber vielleicht kann ich zur Aufklärung beitragen!?
    Es ist tatsächlich wissenschaftlich belegt, dass Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert werden eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit haben Gesäugetumore zu enwickeln. Das hat einfach damit zu tun, dass mit jedem Zyklus das Drüsengewebe stimmuliert wird, das Gesäuge sich anbildet und die Zellen "aktiv" werden. Kastriert man erst nach der ersten Läufigkeit ist dieser Effekt nur noch minimal.

    ABER GANZ WICHTIG: Es sind fast nur die gutartigen Tumore, die sich so beeinflussen lassen. Die Häufigkeit von bösartigen Tumoren wird so gut wie nicht beeinflusst.

    Leider kann ich hier auf die Schnelle keine Quellen angeben, aber so habe ich es vor einigen Jahren bei einer Fortbildung gelernt.