Mit Kito hatt eich eine ähnliche Ausgangslage. Zwar war er in Haus und Garten ausbruchssicher untergebracht, ließ sich aber zu Anfang auch nicht anfassen und an einen Spaziergang war nur mit Geschirr zu denken. Der Plan es ihm "gewaltsam" anzuziehen und es einfach dranzulassen, scheiterte bei ihm daran, dass er das Geschirr einfach in seine Einzelteile zerlegt hat.
Als ich nach Monaten des Trainings so weit war wie du jetzt - er fraß also aus der Hand und ließ sich anfassen - habe ich das Geschirr schöngefüttert. Ich habe es mit einer Hand in die Luft gehalten und den anderen Arm weit durch die Kopföffnung gestreckt, um ihn so zu füttern. Als er das Futter auf diese Weise angenommen hat, habe ich Stück für Stück die Hand weiter zurückgezogen, so dass er dem Geschirr immer näher kam und schließlich seinen Kopf hindurchstrecken musste um an das Futter zu kommen. Allein dieser Prozess hat Wochen gedauert!
Erst als er den Kopf freiwillig und ohne Zögern durch das Geschirr strecken konnte, habe ich angefangen es ihm auf den Rücken zu legen und es irgendwann auch zu schließen, das war dann gar nicht mehr so zeitaufwändig.
Ich würde übrigens Streicheln vermeiden, wenn du dafür zum Hund gehen musst und er nicht auf dich zukommt. Lass ihm immer eine Möglichkeit dir auszuweichen und enferne die Box nicht dauerhaft aus dem Zwinger. Kitos Box habe ich während des Trainings auch zeitweise geschlossen, weil er sich sonst völlig zurückgezogen hat, aber nach den Trainingseinheiten (jeweils nur wenige Minuten) brauchte er dringend die Sicherheit seiner Höhle!