Beiträge von Cherubina

    Ganz ehrlich, wer sich als Rassehundehalter bei der Frage "was steckt da denn drin?" oä. vor den Kopf gestoßen fühlt... ja, meine Güte, dem ist auch nicht mehr zu helfen. :D
    Da hätte ich kein schlechtes Gefühl dann, würde mich nicht schämen, sondern mir nur denken, was für ein Idiot. :D

    Wenn es sich bei den Hundehaltern aber um Kunden handelt, möchte ich meinem Chef nicht erklären müssen, warum der Kunde nicht mehr zu mir will. Ich habe schonmal eine Perserzüchterin vergrault, die mich in einem Gespräch direkt fragte, wie ich ihre Katze finde. Ich habe ehrlich geantwortet, dass ich diese extrem kurzen Nasen nicht schön finde (noch nicht mal bös formuliert, sondern nur meinen Geschmack geäußert). Die wollte danach nicht mehr zu mir...

    Bei einem Hund habe ich der Kundin gesagt, dass ich eine Schäferhundkeratitis vermute, woraufhin sie mich total empört anblaffte, dass ihr Hund gar kein Schäferhund sei. Ich habe ihr dann erklärt, dass die Erkrankung nur so genannt wird, weil sie bei Schäferhunden gehäuft (aber nicht ausschließlich dort) vorkommt und ihr Hund ja außerdem durchaus etwas Schäferhund in seinen Genen haben könnte (für mich sah er aus, wie ein sehr groß geratener Schäfer-Mix). Buhh, böser Fehler!
    "Das ist ein Schafpudel, da ist überhaupt kein Schäferhund mit drin!"
    Ich kenne Schafpudel, für mich war das keiner, aber ich fands auch überhaupt nicht wichtig. Die Kundin schon!

    Am Ende hat der Augenspezialist übrigens die Schäferhundkeratitis bestätigt ;-)

    Das ist der Grund, warum ich in der Praxis selbst bei Hunden, bei denen ich fast sicher bin, dass es ein Mischling ist höchstens frage, was das für eine Rasse ist. Ein Mischlingshalter wird sich über die Rassefrage höchstens amüsieren oder sich geschmeichelt fühlen und einen Rassehundhalter stoße ich nicht vor den Kopf ;-)

    Obwohl mir auch schon "Fehler" passiert sind :ugly:

    Um hier mal wieder einen bemerkenswerten Satz beizusteuern:

    Mein Nachbar hat mal wieder von seinem früheren Hütehund erzählt - muss wohl irgendein altdeutscher Schlag gewesen sein.
    "Der war scharf, oh ja und das war ein wirklich guter Hund! Wissen sie woran man einen guten Hund erkennt? Der stellt nie das Fell auf, das machen nur die feigen Hunde. Meiner hat nie das Fell gestellt, der hat immer gleich zugelangt."

    Darum gehts nicht unbedingt. Der Punkt ist, dass die Katzen den Zucker gar nicht schmecken (Hunde vermutlich schon?) Der Zucker also nicht zugesetzt wird, damit die Katzen besser fressen (Stichwort "Lockstoffe, Aromen")

    Ja eben doch, nur darum geht es. Sie geben Zucker dazu, damit die Verbraucher ihr gewohntes Braun in der Soße haben, denn wenn es heller ist, kaufen sie es nicht mehr.
    Mir ist schon klar, dass der Zucker im Futter nicht für die Katzen drin ist, sondern für die Menschen, sinnfrei bleibt es dennoch.
    Genauso ist es mit Carotin und Mais in Hühnerfutter - es wird in genau den Mengen zugesetzt, wie der Verbraucher die Farbe des Eidotters wünscht. Man kann also Hühnerfutter nach einer Farbpalette aussuchen. Erwartet der Verbraucher dunkle Dotter, weil er ja Bioeier gekauft hat, bekommen die Hühner einfach mehr Carotin.

    Zurück zum Thema:
    Hunde können süß schmecken (anders als Katzen) und ich glaube schon, dass das einen Teil der Atraktivität von Katzenfutter für Hunde ausmacht.

    Es gibt doch einen großen Unterschied zwischen den marktführenden Sorten und dem, was normalerweise von Leuten gefüttert wird, die hier im Forum sind, oder nicht?

    Wenn du im Geschäft Katzenfutter kaufst, musst du schon sehr genau schauen, um eine Sorte ohne Zuckerzusatz zu finden. Die Sorten aus der Werbung sind fast alle mit Zucker versetzt. Ich spreche hier von Nassfutter, in Trockenfutter ist zumindest fast überall Getreide drin.
    Meine Katzen bekommen zucker- und getreidefreies Nassfutter. Wenn ich für Smilla eine Superbelohnung brauche, nehme ich dafür aber das billige Aldi-Aludöschen. Von der Menge her reicht mir das locker für 6-10 Flächensuchen im Wald und sie bekommt es ja auch nicht täglich (in der Regel einmal in der Woche).
    Ich esse selbst gerne Schokolade und Chips, da habe ich kein Problem damit, wenn mein Hund zur Belohnung auch mal was Ungesundes bekommt. Bei der normalen Ration achte ich schon darauf. Für Kito steht hier auch ein kleiner Beutel Frolic als Belohnung.

    Der Hund eines Bekannten heißt "Semmel". er hat einfach seinen Welpennamen behalten und unter den Geschwistern gab es eben Krümel, Keks, Streusel und eben Semmel.
    Irgendwie passt der Name aber völlig für diesen sehr großen schlacksigen Mix, der unheimlich treudoof schauen kann, zum Betteln seinen Kopf auf den Tisch legt und gerne Mal im Spiel irgendwo "reinsemmelt".

    Meine Hunde durften heute mit zu einem Sanitätshelferlehrgang (mit der Rettungshundestaffel, also nur Hundefreunde).
    Einer der Dozenten kam in den Pauden immer wieder zu Smilla, knuddelte sie und sagte: "Na, du Ratte."

    Gut, Verwechseln ist was anderes und ich bin da auch nicht so empfindlich - er meinte es ja offensichtlich nett. Aber spätestens beim zweiten Mal hätte er ja mal mich, die immer daneben stand, fragen können, wie die kleine Ratte heißt... :ugly:

    Ohne euch oder eure Geschichte mit Balou näher zu kennen schreibe ich mal auf, was mir beim Lesen deines Eingangsposts durch den Kopf ging:

    Ihr habt schon bei eurem Welpen das Gefühl gehabt, dass er körperlichen Kontakt und fremde Menschen nicht mag bzw. unsicher reagiert. Das fiddle about ist in meinen Augen ein völlig normales Verhalten eines Junghundes um mit neuen und stressigen Situationen zurechtzukommen. Ich sehe das bei fast jedem Junghund und finde es grundsätzlich nicht schlimm.
    Ihr habt nun den Kontakt zu fremden Menschen sehr eingeschränkt und damit zwar negative Erfahrungen, aber auch die sehr wichtigen positiven Erfahrungen beschnitten.
    Mein Ansatz wäre hier nicht Menschen auszuweichen und nur an der Umorientierung zu arbeiten, sondern vor allem positive Erfahrungen bei Kontaktaufnahme zu fördern. Das heißt in Balous Fall natürlich nicht Ansprache und Streicheln, aber vielleicht Füttern oder Spielen...

    Wie gesagt sind das nur meine ersten Gedanken und es ist bestimmt nicht so schwarz weiß, wie ich es jetzt geschrieben habe - im Ansatz aber vielleicht schon.

    Kito ist bei fremden Menschen sehr unsicher bedingt durch sein erstes halbes Lebensjahr auf der Straße. Ich konnte mit ihm unheimlich viel erreichen, indem ich seine Neugier ausgenutzt habe und jeder Mensch in meiner Umgebung Leckerlis in ihn stecken durfte. Er ist dadurch sehr viel entspannter geworden, auch wenn die frontalen Begegnungen an der Leine immernoch blöd für ihn sind.