Ganz ehrlich, wer sich als Rassehundehalter bei der Frage "was steckt da denn drin?" oä. vor den Kopf gestoßen fühlt... ja, meine Güte, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Da hätte ich kein schlechtes Gefühl dann, würde mich nicht schämen, sondern mir nur denken, was für ein Idiot.
Wenn es sich bei den Hundehaltern aber um Kunden handelt, möchte ich meinem Chef nicht erklären müssen, warum der Kunde nicht mehr zu mir will. Ich habe schonmal eine Perserzüchterin vergrault, die mich in einem Gespräch direkt fragte, wie ich ihre Katze finde. Ich habe ehrlich geantwortet, dass ich diese extrem kurzen Nasen nicht schön finde (noch nicht mal bös formuliert, sondern nur meinen Geschmack geäußert). Die wollte danach nicht mehr zu mir...
Bei einem Hund habe ich der Kundin gesagt, dass ich eine Schäferhundkeratitis vermute, woraufhin sie mich total empört anblaffte, dass ihr Hund gar kein Schäferhund sei. Ich habe ihr dann erklärt, dass die Erkrankung nur so genannt wird, weil sie bei Schäferhunden gehäuft (aber nicht ausschließlich dort) vorkommt und ihr Hund ja außerdem durchaus etwas Schäferhund in seinen Genen haben könnte (für mich sah er aus, wie ein sehr groß geratener Schäfer-Mix). Buhh, böser Fehler!
"Das ist ein Schafpudel, da ist überhaupt kein Schäferhund mit drin!"
Ich kenne Schafpudel, für mich war das keiner, aber ich fands auch überhaupt nicht wichtig. Die Kundin schon!
Am Ende hat der Augenspezialist übrigens die Schäferhundkeratitis bestätigt ;-)