Beiträge von Cherubina

    Ich war gestern bei einer Rettungshundeprüfung und konnte das erste Mal erleben, dass die Johanniter die Umsetzung des Verbots des Zurschaustellens von Qualzuchten wirklich umsetzen.

    Darf ich fragen, wie sie das begründet haben?

    Ich war im November bei einem Vortrag zu diesem Thema von einer sehr engagierten Tierärztin und da hieß es, dass u.a. Rettungshundestaffeln davon ausgeschlossen sind.

    Leitlinien zur Auslegung und zum Vollzug des Ausstellungverbots von § 10 der Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) Stand 7/2024

    Wenn ihr mir Anlage 1 ansehe, würde ich verstehen, dass dies auch so ist und alles was unter Gebrauchshunde fällt wie z.B. die Rettungshunde nicht darunter fällt. Oder verstehe ich das falsch?

    Vorangetrieben hat das wohl maßgeblich eine Amtsveterinärin, die auch bei den Johannitern engagiert ist. Vieles von dem, was sie bei einer Infoveranstaltung referiert hat konnte ich nicht nachvollziehen, vor allem aber die Gewichtung von Qualzuchtmerkmalen...

    Ihre Begründung war, dass optisch eindeutig sichtbare Qualzuchtmerkmale in der öffentlichen Wahrnehmung Begehrlichkeiten wecken. Sobald als ein Hund als Rettungshund "auftritt" - dabei denkt man eben nicht nur an Einsätze, sondern auch an Vorführungen, Werbeflyer etc. - könnte der Wunsch entstehen auch "so einen" Hund haben zu wollen.

    Da liegt ja der Sinn des Verbotes des Zuschaustellens.

    Ich persönlich könnte auch gut damit leben, wenn man darauf verzichtet NBTs, Merles u.ä. bei Vorführungen oder auf Flyern zu zeigen, die Johanniter beziehen es aber auf die gesamte Rettungshundearbeit, da diese ja nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet.

    Ich war gestern bei einer Rettungshundeprüfung und konnte das erste Mal erleben, dass die Johanniter die Umsetzung des Verbots des Zurschaustellens von Qualzuchten wirklich umsetzen.

    Über die Auslegung des Ganzen hatte ich hier schonmal berichtet und auch über die sehr einseitige Betrachtung (Merle ist generell abzulehnen und darf vorübergehend noch mit genetischem Nachweis geprüft werden, das kann sich aber in nächster Zeit verschärfen, blaue Augen und viele weiß stehen auch grundsätzlich auf der Abschussliste, zu riesigen Hängeohren sagt man aber erstmal nichts... nur als Beispiele). Es gab viele Diskussionen, viel Kritik und ich weiß nicht wohin sich das entwickelt. Bisher sind die Johanniter auch der einzige Verband im Rettungshundewesen, der da überhaupt konkrete Vorgaben macht.

    Nun ja. Gestern sollte ein blue merle Aussie mit NBT zur ersten Prüfung antreten. Gentest fürs Merle (also zum Ausschluss von Double-Merle) lag vor. Allerdings hatte die Staffel die Rute wohl ausgeblendet.

    Das arme Mädel wurde mit ihrem Hund nach Hause geschickt. NBTs sind nicht mehr zur Prüfung zugelassen. 4 Jahre Ausbildung hin oder her. Sie hätte Bestandsschutz gehabt, wenn sie schon geprüft gewesen wäre. So bleibt nur ein Wechsel des Verbands oder ganz aufhören...

    Mir und allen anderen tat sie unheimlich leid und ich habe mich ziemlich über ihre Staffelleitung geärgert, die sich nicht vernünftig informiert und das Mädel so auflaufen lässt.

    Ich habe heute Nachmittag nach der Arbeit eine wunderschöne Tour gemacht, in einem Gebiet, das ich ganz neu entdeckt habe.

    Bei uns im Vogelsberg gibt es ja die Vogelsberger Extratouren und die Geotouren. Die meisten davon bin ich inzwischen z.T. mehrmals gelaufen. Zusätzlich gibt es tolle Wanderwege in Wartenberg und natürlich unzählige Strecken, die ich hier in den letzten 10 Jahren für mich entdeckt habe.

    Und zum ersten Mal bin ich nun im schönen Schwalmtal gelaufen. Auch hier gibt es toll ausgeschilderte Routen. Ich bin aber meinen eigenen Weg gegangen, am Wolfszählteich und dem Alarstein vorbei...

    Auf 12 km habe ich genau zweimal jemanden getroffen! Das ist für mich echt eins der tollen Dinge hier. Geheimtipp für Wanderer mit Hund in Hessen.

    Nur Fotos kann ich wenig beisteuern. Am Altarstein habe ich eins gemacht, auch wenn ich den größer erwartet hatte.

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    Ich mag mich ja in der Rolle derjenigen, die die Vorurteile nicht erfüllt...

    Ich habe Border Collies aus Showlinie, die was arbeiten dürfen.

    In der Rettungshundearbeit werde ich nicht selten gefragt, ob das Arbeitslinie ist (denn sonst könnten sie ja nicht so arbeiten, wie sie es tun).

    Auf Ausstellungen fallen wir aus dem Rahmen, weil wir das Ganze nicht so ernst angehen und sorgen für überrachte Gesichter, wenn die Leute erfahren, dass meine Hunde, die durchaus vordere Plätze belegen, tatsächlich etwas arbeiten.

    Beim Hüten werden wir schnell entlarvt, aber auch da waren schon Leute dabei, die offensichtlich deutlich weniger von den Hunden und auch von mir erwartet haben.


    Und auch Vorurteile wie: mit 5 Hunden kann man ja nirgendwo hin, die sind nicht kontrollierbar, die müssen unterzogen sein... widerlege ich gerne.

    Ich erlebe die weißen Schäferhunde auch sehr häufig als übermäßig zurückhaltend und eher unsicher.

    Hätte man mich gefragt, mit welchen Problemen bei dieser Rasse und diesen Umständen zu rechnen ist, hätte ich die Ängstlichkeit wahrscheinlich als allererstes genannt.

    Die Maus kann trotzdem später ein alltagskompatibler Hund werden, ich sehe da keinesfalls schwarz.

    Ich würde den Fokus jetzt auch erstmal auf die Alltagsgewöhnung setzen. Viele gemeinsame schöne und sichere Momente.


    Was ich wichtig finde, ist der Umgang mit Situationen, wo sie ängstlich reagiert.

    Nehmen wir die Nachbarin mit dem Rollator:

    Szenario 1: Nachbarin kommt frontal auf euch zu, spricht dich an, spricht den Hund an, Hund versucht zurückzuweichen, ist ängstlich. Daraufhin lockst du sie frontal, die Nachbarin beugt sich vor und spricht auf sie ein, aller Fokus liegt auf dem Hund, Hund weicht immer weiter zurück. Immer mehr "Ja, was hat sie denn?", immer mehr Locken und Blicke....

    Alles ziemlich doof!

    Szenario 2:

    Nachbarin kommt frontal auf euch zu und spricht euch an.

    Du stellst dich unauffällig zwischen Hund und Rollator und verwickelst die Nachbarin in ein Gespräch. "Hund noch ganz neu, kennt noch nix, am liebsten ganz ignorieren..."

    Im Idealfall kann der Hund dann in Ruhe die Situation beobachten, wird nicht bedrängt, steht gar nicht im Fokus.

    Frau geht weiter, ihr geht weiter, die Situation löst sich, ohne ein "Ding" draus zu machen.


    Versuche nicht viel zu locken und zu betteln. Geh voran, sei sicher und selbstbewusst. Wenn sie sich verkriechen und sie kommt auf leichten Zug nicht mit, dann hole sie an der Leine zu dir und trage sie oder bleibe bei ihr stehen oder hocken und warte ab. Nicht zu ihr gewandt, sondern abgewandt.

    Kekse funktionieren bei Angst nicht und das frontale Locken macht die Situation oft schlimmer als sie ist.


    Duftpelargonien in Not!

    Ich habe mehrere Duftpelargonien, die im Sommer draußen standen und sich dort sehr wohlgefühlt haben. Ich hab sie dann zum Winter hin auf die Fensterbank nach drinnen umgezogen und zunächst schien es ihnen dort zu gefallen.

    Irgendwann wurden zwei davon immer trauriger und mir ist leider erst sehr spät aufgefallen, dass da Unmengen von Blattläusen dran lebten. Als erste Hilfe habe ich die Pflanzen mit Spüliwasser abgespült und habe mir nun Neem-Öl zum Sprühen bestellt. Lebende Läuse sehe ich nicht, aber auch keine frischen Blätter. Die beiden Pflanzen sind fast komplett trocken, haben aber noch ein paar mäßig fitte grüne Triebe. Ich habe sie nun zurückgeschrieben.

    Was kann ich ihnen noch Gutes tun? Soll ich die Grünen Triebe auch zurückschneiden? Das machen ja viele mit ihren Geranien im Winter.

    Ich will hier auch ein bisschen mithibbeln - auch hier mit dem eigenen Wurf.

    Ich hibbele eigentlich schon seit dem letzten Wurf im letzten Jahr, von dem ich nichts behalten habe. Es war so schwer die Mäuse gehenzulassen und sie entwickeln sich so toll!

    Eine Läufigkeit habe ich jetzt ausgesetzt und zur nächsten Läufigkeit (erwartet im September) möchte ich eine Wurfwiederholung angehen.

    Das dauert noch soooo lange! Bis dann hoffentlich noch einmal so kleine perfekte Borderleins hier herumtapsen. Und dann soll ein Mädchen bleiben!

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    Was wirklich hilft ist den Rüden in größter "Not" abzusamen. Braucht Überwindung, muss man sich zeigen lassen, ist sicher ein Thema über das man nicht so laut spricht, aber es verschafft dem Rüden eine wirklich echte Verschnaufpause!

    Für mich war das ein Gamechanger in der gemischten Haltung und inzwischen weiß ich von mehreren Züchtern, die das auch so handhaben.

    Nein, mein Rüde hat dabei nicht den gleichen "Spaß", nein, er hängt dann nicht an mir, sondern sein Interesse liegt nach wie vor bei der Hündin, aber ja, er kann danach für einige Stunden komplett entspannen und ist auch insgesamt ruhiger.

    Ich mache das während der schlimmsten Stehtage (also in der Regel nicht mehr als drei Tage hintereinander) einmal täglich. Ich kenne dazu keinerlei Studien, kann mir aber durchaus vorstellen, dass das für die Rüden auch gesünder ist, vor allem im Bezug auf die Prostata.

    Wir sind heute bei den Lagotti Halle 10-11 Ring 32.

    Leider habe ich es jetzt erst gesehen. Lagotti habe ich heute viele gesehen und bin auf dem Weg zur Toilette bestimmt mal an euch vorbeigelaufen. :smiling_face:

    Ich bin zufrieden mit dem Tag.

    Aydan hat die offene Klasse der Rüden gewonnen (6 waren es) und damit seine 4. Anwartschaft für den Championstitel.

    Der Richter war sichtlich angetan, als ich auf seine Frage, ob ich mit ihm arbeite erwidern konnte, dass er als Farmhund Hütearbeit an Milchschafen leistet.

    Zum Glück hatte ich auch eine Bescheinigung eingesteckt, die bestätigt, dass er sich im Dezember einen Schneidezahn ausgeschlagen hat. Das wollte er sehen und war damit dann zufrieden.

    Sumi war als einzige Hündin in der Gebrauchshundeklasse auch V1.

    Da war der Richter voll des Lobes über ihre gute Kondition trotz des "hohen" Alters. Immerhin wird sie 9 im März. Musste er mehrmals wiederholen, hat sich gar nicht eingekriegt - sowas freut das Frauchen natürlich.

    Bei Ayu lief es dann weniger gut. Die Offene der Hündinnen verlief etwas chaotisch und unter Zeitdruck, weil wir einfach spät dran waren mit den Bordern.

    Von 7 gemeldeten waren nur 3 Hündinnen im Ring und dann hab es auch noch ne Nummernverwechslung, die nur auffiel, weil es Britta (sie hat Ayu vorgeführt) bemerkt hat.

    Am Ende war es dann nur ein SG2 hinter einer hübschen Hündin, die aber im Ring sehr unvorteilhaft präsentiert wurde.

    Ayus Bericht liest sich einfach irgendwie falsch. Es werden Mängel benannt, die sie einfach nicht hat (zu kurze Rute, Brust nicht tief genug) Dinge, die sonst fast immer positiv erwähnt werden (Ausdruck, Augen, Brust) bleiben unerwähnt.

    Ich weiß, dass sie nicht perfekt ist (aber ihre Schwachstellen liegen einfach woanders) und kann mit der Note gut leben, aber irgendwie fühlt es sich an, als hätten wir den Bericht für die falsche Hündin erhalten.

    Das macht es schon doof - besonders, wenn man überlegt, wieviel Startgeld man hinblättert...

    Aber naja, er fand die andere Hündin schöner, insofern ändert das am Ende auch nicht viel. Eigentlich mag ich den Richter.


    Die Hunde und ich sind jedenfalls jetzt K.o. und ich bin gabz froh morgen nicht nochmal hinfahren zu müssen.