SabineAC69: hm, nach meinem Empfinden widerspricht "mit Hundeerfahrung, Wissen über Haltung und Erziehung sind sie leicht erziehbar " so ein bisschen dem Wort "anfängergeeignet", mit dem sie ja schon ganz gern beworben werden...
Julia, lies Dir mal meine Beiträge hier im Thread dazu durch. Ich widerspreche mir nicht, denn ich habe mehrfach geschrieben, daß sie eben nicht die typischen Anfängerhunde sind, als die sie gerne beworben werden und meiner Meinung nach keine Hunde sind, die in die Gruppe 9 Passen würden. D. h. heisst, aber auch nicht, daß sie schwierige Hunde sind. Schau mal. Das sind z.b. Post von mir hier aus dem Thread zum Wesen:
Zitat von SabineAC69Ich würde sie nicht wirklich als nicht einfach zu führenden Hunde bezeichnen. Für hundeerfahrene Menschen, sind sie einfach zu führen, können richtig Spaß machen und lernen auch sehr schnell. Eigentlich schon leichtführig, wenn man sie denn wirklich führt. Unsere ist der absolute Streber. Aber eben keine nur nebenher laufende couch potatos, die keine Erziehung, Auslastung brauchen. Also keine Hunde, die in die Gruppe 9 passen würden. Ein Hund, der so schnell lernt, lernt natürlich auch genauso schnell, was er ausnutzen kann, wenn er nicht wirklich geführt wird.
Zitat von SabineAC69Ich finde meine Mila klasse und sie ist für mich der optimale Hund, aber sie wäre kein Hund für die FCI-Gruppe 9. Ein Hundeanfänger wäre mit einem Hund mit so großer Intelligenz und dem will to please, den sie hat schnell überfordert. Und dann hat man den durchgeknallten, jagenden Doodle, den hier einige mit recht als negatives Beispiel anführen. Die Kombi wurde mal gewählt um einen Therapiehund zu schaffen. Hört sich toll an, aber viele denken, super, sie haben dann einen total gutmütigen pflegeleichten Hund und bedenken nicht, daß ein Therapiehund ein Arbeitshund ist. Und der kommt ohne Arbeit schnell auf blöde Ideen. Ich sehe Labradoodle nicht wirklich als Familienhunde, die einfach so ohne Auslastung nebenbei laufen. Das sind Hunde, die ausgelastet werden wollen. Aber das Bitte mit Fingerspitzengefühl, denn sie können sonst auch schnell überdrehen.
Zitat von SabineAC69Genau das ist der Labradoodle für mich nicht. Der Labradoodle, so wie ich ihn kennengelernt habe und auch selber habe, möchte arbeiten und tut er es nicht, dann hat man eins der durchgeknallten Exemplare, von denen einige hier berichtet haben. Ich kenne einige, die wirklich als Blinden- und Rettungshunde geführt werden. Die Trainerin, der Hundeschule, die ich besuche und die einige Doodle in den letzten Jahren auf dem Platz hatte, hat mir noch vor kurzem gesagt, daß Mila, der erste wirklich vernünftig geführte Labradoodle ist, den sie kennen gelernt hat. Alle anderen war in Händen von Ersthundbesitzern und ziemlich durchgeknallt, weil die Leute eben gedacht haben, daß es ein Begleithund im Sinne von, läuft einfach nebenher und braucht keine große Erziehung und Auslastung ist. Der Labradoodle kann wirklich ein absolut klasse Hund sein, ich bin von unserer, an die ich total erwartungsfrei ran absolut positiv überrascht. Aber ich weiss auch, daß Mila in anderen Händen, die den Hund nicht vernünftig auslasten und erziehen kann schnell anders sein könnte, weil man sie auch schnell überdrehen könnte.
Zitat von SabineAC69Landet ein Doodle z.b. Ersthundehaltermit 2 Kindern, die permanent mit dem Welpen spielen, kann ich mir schnell einen überdrehten Hund heranziehen. Der selbe Hund wäre in einem ruhigen Haushalt mit anderer Erziehung und Auslastung ein ganz anderer.
Es macht unwahrscheinlich viel aus, wo ein Hund landet. Wenn er bei Ersthundbesitzern landet, die sich haben von unseriösen Werbeversprechen haben blenden lassen, dann ist der unerzogene Hund vorprogrammiert.
Worüber sich viele Leute keine Gedanken machen: Der Labradoodle sollte mal eine Gebrauchshundkreuzung als Therapiehund sein. Viele Leute übersetzen naiv Therapiehund mit besonders lieb. Das so ein Hund, dessen Ziel eigentlich ist ein Arbeitshund zu sein, wenn er nicht entsprechend anderweitig ausgelastet wird, sich dann andere Hobbys sucht und nicht weiss wohin mit seiner Energie ist dann nicht wirklich verwunderlich.
Wie Du siehst, habe ich nie gesagt, daß ein Labradoodle anfängergeeignet sind sondern mehrfach darauf hingewiesen, daß sie genau das nicht sind. Und das obwohl ich selber einen habe ![]()