Beiträge von SabineAC69

    @naijra Dazu wären mal Zahlen ganz nett, sonst kann man da nichts halbes und nichts ganzes dran fest machen
    So kann man aber zumindest erklären, wieso Dackel und DSH so günstig sind. Die Nachfrage ist nicht da.

    Zahlen kann man nicht wirklich liefern, denn es gibt nur eine Welpenstatistik vom VDH, aber keine der FCI oder der ganzen Diss Vereine und Hunden ohne Papieren. Und insgesamt gehen die unter VDH gezüchteten Hunde auch zurück. Seit dem Jahr, was als erstes in der Statistik auftaucht bis 2016 um über 14% Ob man bei über 10.202 deutschen Schäferhunden von mangelnder Nachfrage schreiben kann mag ich auch zu bezweifeln. Sicherlich ist sie zurück gegangen, aber 10.202 Welpen pro Jahr ist schon noch eine Hausnummer. Genauso bei den Dackeln mit 5.978 Stück für 2016 (seit 4 Jahren wieder steigende Zahlen).

    Wenn man aber sagt, dass der KHC oder der Pudel nun (wieder) Modehunde sind, so scheint das nicht zu stimmen. Tatsächlich sollte es weniger Pudel zu sehen geben und so exorbitant viele KHC kann es ja nicht geben. Soweit ich weiß, gibt es da zu diesen Rassen keine großartige Alternative außerhalb der FCI.

    Die Statistik zeigt nur VDH Welpen, aber keine FCI. Und auch wieder hier keine Diss Vereine und Hunde ohne Papiere. Und die Pudelzahlen des VDH steigen seit 2013 wieder. Der Anzahl der KHC sind von 2015 auf 2016 um über 44% gestiegen-

    Okay deine These ist: es gibt 10.000 Schäferhunde weniger, weil es im VDH 200 Malis + enorm viele Dissi-Malis (die man auf Wettkämpfen aber nicht sieht, weil da AT Pflicht ist) plus diverse andere Hunde, wobei sich da die Wurfzahlen nicht unterscheiden, gibt, weil du durch deinen Opa weißt, dass es keinen Nachwuchs mehr gibt

    Nein, lies mal bitte meine Beiträge richtig. Es machen deutlich weniger IPO Leute als früher plus es gibt mittlerweile viel mehr Hunderassen, die in der IPO geführt werden. Selbiges schrieb Rikah ja auch schon

    Es gibt ja andere Herkünfte für Welpen als nur Diss oder VDH. Gibt ja genug ganz ohne Papier, oder nur mit Nummer.
    Vor dreißig Jahren liefen die DSH im IPO auch bei den rasseoffenen Vereinen (DVG z.B.) ganz oben mit. Ebenso auf den vereinsübergreifenden Meisterschaften.
    Alternativen zum DSH gab es wenig (Dobis, RS, Rottis, AT halt, alle teurer).
    Heute sind sie eher Randerscheinungen. Malis sind führend. Wer den Sport ernsthaft betreibt holt sich idR einen Mali, außer er ist Rasseenthusiast.

    Fairerweise muss man aber auch sagen, unser Sport wird immer weniger.
    Heute macht man lieber Agility, Flyball, Mantrailing usw. Da ist derDSH nicht der geeigneteste Hund. Und ihm haftet ein "Opa-Image" an. Und er ist halt gesundheitlich sehr verschrien (da kauft man eher "altdeutsch" oder Ostblut, eher nicht im SV).

    So erklären sich die massiv fallenden Welpenzahlen.

    Deine Kalkulation geht nicht auf. Wenn es 10.000 schäferhunde weniger gibt, aber nur 200 Malis mehr, können die Hunde Hundesportler nicht allesamt von DSH auf Mali umgestiegen sein.

    Ich schrieb ja auch "und Co" Gibt ja auch genug, die heute diverse Herder halten usw. Zudem habe ich den Eindruck, dass die IPO Zeiten grundsätzlich vorbei sind. Ich kenne jede Menge Hundehalter, aber nur 2, die IPO betreiben. Auch habe ich vor kurzem noch den 1. Vorsitzenden des SV Club getroffen, wo mein Opa 60 Jahre Mitglied war und ich meine Kindheit verbracht habe. Die haben Nachwuchssorgen im Verein. Schau mal in den IPO Thread und frag mal wieviele IPO'ler deutsche Schäferhunde führen.

    Für mich gehört definitiv dazu, dass ein alter / nicht mehr zuchttauglicher Hund im Rudel und in seinem zu Hause bleibt.Althunde sind so wertvoll für die Welpenaufzucht!
    Und ENGSTE Mitgleider der Familie, die gibt man auch nicht der Schwester, dem Onkel oder sonst einem aus der Familie weiter, weil man sonst zu viele hat!
    Dann wartet man eben mit dem nächsten, den man zur Weiterzucht behält!

    :respekt: Das zeugt für mich von Idealismus und wirklicher Liebhaberzucht.

    Die Welpenzahlen bei den DSH die letzten 10 Jahre haben sich halbiert, beim Dackel ist es 1/4 weniger. Das ist für mich eher das Zeichen, daß diese Preise ruinös sind. Wer da dann eben keine "Mischkalkulation" betreiben kann, hört auf.

    Ich denke, daß es nicht daran liegt, daß die Preise ruinös sind, sondern weil die Nachfrage nach deutschen Schäferhunden sinkt. Mittlerweile wollen viele Leute, die IPO betreiben mittlerweile ehr Mali und Co. Früher sah man diese Hunderassen wenn überhaupt im Polizeidienst. Die Bandbreite an Hunderassen, die heutzutage gehalten ist doch deutlich breiter als früher.

    Wenn er ein Gewerbe anmeldet.

    Nein siehe hier: 321821.pdf oder auch Satzung VDH 2.1: Als ordentlicher Züchter und Halter gilt, wer lediglich aus Gründen der Liebhaberei (Hobby) die Zucht und/oder die Ausbildung nach kynologischen Grundsätzen betreibt und fördert. Dem steht eine etwaige tierschutzrechtliche Verpflichtung zur Beantragung einer Genehmigung oder eine behördliche Einstufung der Zucht als gewerblich grundsätzlich nicht entgegen.

    Aber grad weil ich Einblick in die Zucht habe und weiß was es kostet einen Wurf großzuziehen bin ich mir sicher bei Preisen unter 1000 € für ne große Rasse wie den Schäferhund und 800€ für kleine wie den Dackel (und den genannten 400 für JT) kann nichts übrigbleiben es sei den die Züchter rechnen sich das schön.

    Ich denke auch, daß da wenig bis nicht viel übrig bleibt. Heisst es aber nicht auch, daß die Züchter dieser Rassen, es dann scheinbar wirklich noch aus Hobby und Idealismus machen, eben weil sie nichts bis wenig daran verdienen?

    Bis zu einem gewissen Punkt schon, ja. Ich erwarte von einem Züchter nicht, dass er die Hunde genau so hält wie ich es tue (Hunde schlafen im Bett, kommen mit zur Arbeit / Uni, sind selten allein, etc.), erwarte keine identischen Erziehungsstile und Wertvorstellungen rund um den Hund und auch nicht, dass er jeden Hund bis an sein Lebensende behält.
    Wohl aber erwarte ich, dass die Hunde gut behandelt werden (das schließt ggbf. Vermittungen mit ein), gut sozialisiert werden, mit ihnen gearbeitet wird, sie als Individuen wertgeschätzt und nicht nur als Zuchtmaschienen betrachtet werden, etc.

    Ich denke, daß die Hunde im Bett schlafen erwarten die wenigsten. Ich zumindest auch nicht, obwohl meine es hier dürfen und auch machen. Ich kann auch damit leben, wenn jemand einen Hund, der eigentlich für die Zucht gedacht war und dann mit einem 1 Jahr dann doch nicht in die gewünschte Richtung geht abgibt. Oder eine 2-jährige Hündin, bei der man festestellt, daß sie doch nicht so gut vererbt, diese dann aus der Zucht nimmt und privat vermittelt. Aber wenn ich jeden Hund als Individium wertschätze und nicht als Zuchtmaschine betrachte, dann wäre meine Wunschvorstellung, doch daß die Hündinnen dann auch ihren Lebensabend dort verbringen dürfen und nicht plötzlich mit 8 Jahren abgegeben werden, weil sie lt. ZO nicht mehr belegt werden dürfen, wenn sie davor dem Züchter mehrere Würfe ermöglicht haben und 8 Jahre Teil der Familie waren. Das wäre z.b. ein Punkt für mich für eine Zucht, die eine Liebhaberzucht ist und nicht ausschliesslich kommerziell.

    Aber damit gehen wir auch gerade eigentlich Offtopic. Da gab es auch schon mal einen Thread zu.