Leider erlebe ich es häufiger, dass Menschen im Umgang miteinander immer aggessiver werden, finde ich besorgniserregend. Dass ein Kind dabei war macht es noch schlimmer...
Sieht man ja auch hier, viele sind sofort bereit, eine gewaltsame Lösung gegen ein Tier verständnisvoll zu entschuldigen. Gewalt wird halt immer mehr auch akzeptiert.
Das man die Situation verstehen kann, hat nichts damit zu tun, daß man Gewalt gut heißt
Also ist der Mann schuld, weil er sich erdreistet hat mit seiner Tochter spazieren zu gehen? Dem ganzen ist ja etwas vorausgegangen: ein Hund, der unkontrolliert Richtung Menschen lief, nicht auf seinen Halter hörte und denen dabei so nah kam, daß er getreten werden konnte.
Kein Hund ist 100 % abrufbar
Die Halterin schreibt, daß der Hund in chaotischen Situationen nicht abrufbar ist. Diese Situation war aber nicht chaotisch. Menschen kamen aus dem Wald und der Hund lief unkontrolliert, nicht abrufbar zu den Menschen (sonst wäre ja gar kein Tritt möglich gewesen). Wenn es schon eine chaotische Situation darstellt, wenn Menschen auftauchen, dann hat man als Hundehalter die Pflicht seinen Hund, dort, wo man nicht alles überblicken kann nicht freilaufen zu lassen.
Ja, die Reaktion des Mannes war übertrieben, aber dass es überhaupt zu so einer Situation gekommen ist lag daran, daß der Hund unkontrolliert zu Vater und Tochter hingelaufen ist und nicht mehr auf seine Halterin reagierte.