Beiträge von SabineAC69

    Und aus diesen Gründen, unter anderen Gründen, die für mich dagegensprechen, hab ich auch kein eigenes Pferd mehr. Es ist mir schlicht auch zu teuer und im Handumdrehen sind 4stellige Summen weg, wenn das Tier eine Kolik hat oder eine Darmverschlingung und in die Klinik muss. Selbst zwei mal bei der RB erlebt, aber der Besitzer konnte sich das leisten.

    Genau deshalb habe ich auch kein Pferd mehr. Ich hatte damals eine Stute mit einem Weideunfall mit 6-wöchigen Klinikaufenthalt. Die hat mich in einem Jahr nur an TA und Klinik über 10.000€ gekostet. Also dachte ich bei Pferd 2 bist Du schlauer Sabine und hatte die Stute OP-Kosten versichert. Die bekam dann eine schwere Kolik. Genau an dem einen Tag im Jahr, wo meine TA nicht greifbar war und ich musste einen fremden Tierarzt kommen lassen...an einem Feiertag...4 mal bevor es dann hieß ab zur Klinik. Da dachte ich noch okay, Sabine, jetzt bist Du ja OP-Kosten versichert. Aber Dakota war dann nur 3 Tage in der Klinik. Die Darmverschlingung konnte ohne OP gelöst werden (für das Pferd klasse, keine Frage). Hiess aber auch die OP-Kostenversicherung griff nicht. Ich habe dann 2.500€ Klinikkosten gehabt plus 1.100€ für den fremden TA. Also mal eben 3.600€ in 3 Tagen.

    https://m.facebook.com/story.php/?sto…100044562994368

    Das hab ich grad zufällig bei Facebook gelesen …

    Öhm, die GOT tritt am 23.11. in Kraft und am 24.11. hatte er bereits massenhaft Leute, die ihre Tiere wegen Lappalien einschläfern lassen wollen. Hm...

    Ja und Pharmaindustrie hat dadurch keine höheren Umsätze, denn die Medikamentenpreise haben nicht mit der GOT zu tun :face_with_rolling_eyes: Gerade zu dem TA erinnere ich mich an Videos zu Kastration usw wo nicht mal minimalste Hygiene eingehalten wurde. So kann jeder billig (zu Lasten der Tiere)

    Also ich habe seit Januar erstmals Tiere voll krankenversichert (meine Katzen) und gehe deshalb nicht öfter zum Tierarzt, da ich schon ehr immer der Typ bin, lieber mal drauf schauen lassen, statt etwas zu verschleppen. Mit den Katzen war ich bisher da für: allergische Reaktion auf einen Wespenstich und einer Blasenentzündung mit dem Kater und mit der Katze wegen Fressproblemen, die dann nach Dentalröntgen zeigten, dass noch ein Milchzahn unter den bleibenden Zähnen dass und raus musste. Also alles begründete Sachen. Als Mila vor kurzem unerklärlich abgenommen hat, habe ich direkt bei der Terminvereinbarung gesagt, dass ich Blutabnahme, Ultraschall und Röntgen möchte. Und Mila ist nicht bzw nur OP Kosten versichert. Ich mache da keine Unterschiede weil die Katzen versichert sind und der Hund nicht.

    Und ich bin der Meinung, dass viele, die hier so laut von ihrem moralischen hohen Ross runterplärren, ganz anders reden würden, wenn es bei ihnen ans Eingemachte ginge. Ich bin nur dafür, sich ehrlich zu machen.

    Gut, dann mache ich mich mal ehrlich. Es gab eine Zeit, da ging es mir nach der Trennung von meinem 1. Mann finanziell echt mies. Damals hatte ich noch aus den besser gestellten Zeiten 1 Pferd. Ich hätte zwar noch gerade die Stallmiete weiter aufbringen können, aber bei allem weiteren wie Hufschmied usw wäre es zu eng geworden, geschweige denn beim Tierarzt. Also habe ich schweren Herzen meine Dakota verkauft. Und das ist mir verdammt schwer gefallen, ich trauere ihr noch heute 16 Jahre später hinterher. Aber wenn ich mir keine Grundversorgung mehr leisten kann, dann hat es das Pferd woanders besser, egal, wie sehr ich es liebe.

    Nun ja, mein alter TA wäre schön bedient, als Steinzeitler betrachtet zu werden, nur weil er kein hypermodernes US-Gerät einsetzt und sein Röntgen auch nicht das allerneueste ist. Ihm rennen die Leute trotzdem die Tür ein, weil er noch diagnostizieren kann und sich nicht zu fein ist, Patienten bei gravierenden Problemen an einen spezialisierten Kollegen zu überweisen. Er bietet eine solide, bisher kostengünstige Basisversorgung. Und lebt nicht unter der Brücke, sondern leistet sich sogar noch Unterstützung für bedürftige Tierhalter. Wofür er von Kollegen mit teurer, aber leerer Praxis in der Vergangenheit übrigens schon bei der Kammer angeschwärzt wurde.

    Also mein TA hat eine gute Ausstattung und unterstützt den Tierschutz und auch Wildtiere. Seine Praxis ist nicht leer, ganz im Gegenteil, es gibt einen Aufnahmestopp für Neupatienten. Gerade als auch Katzenhalter würde ich mit dem heutigen Wissen nie zu einem TA gehen, der kein Dentalröntgengerät hat. Und auch für meine Hunde lege ich Wert darauf, dass ggfs mal schnell ein Ultraschall oder ein Blutbild gemacht werden kann. Das gehört für mich zur Basisversorgung dazu.

    Beispiel Katze: unter 5 Jahren leidet jede 3. über 5 Jahren sogar jede 2. Katze an FORL. FORL ist eine Erkrankung, wo man zwingend ein Dentalröntgengerät zur Diagnostik und entsprechend dann Behandlung benötigt. Also ist ein Dentalröntgengerät für mich kein Schnickschnack, sondern gehört zu einer vernünftigen Praxisausstattung dazu. Ich finde z.b. auch ein Endoskopie wichtig. Wie viele Tiere haben z.b. Grannen in der Nase. Die muss dann ein TA ohne Endoskop zur nächsten Klinik überweisen. Mein TA kann die mal eben entfernen. Und ich lege z.b. auch darauf Wert, dass eine vernünftige Narkoseüberwachung stattfindet und auch eine schonendere Inhalationsnarkose stattfinden kann. Das ist für mich auch noch Basisversorgung.

    Das ein Tierarzt eine moderne Ausstattung hat, heißt nicht zwangsläufig, dass er teuer ist. Ich bezahle da trotzdem weniger als in einer großen Klinik. Und wenn es was ist, wo er nicht weiterkommt, oder er diagnostisch etwas nicht leisten kann wie ein CT oder MRT, dann ist er sich auch nicht zu fein mich zu überweisen.

    Und wenn sich jetzt viele Tierärzte aus nachvollziehbaren Gründen weigern, Tiere aus finanziellen Erwägungen heraus einzuschläfern, tragen sie ungewollt zur Verschärfung des Problems bei.

    Nein, das Problem erzeugt, der, der ein Tier hält und es im Notfall nicht versorgen lassen kann und nicht der Tierarzt. Zu mal der TA auch gegen das Tierschutzgesetz verstossen würde, wenn er ein Tier einfach so einschläfern lassen würde.

    Ja, Tierärzte und ihre Angestellten müssen und sollen anständiges Geld verdienen. Aber braucht jede kleine Praxis das volle Hightechequipment? Früher haben TÄ diagnostiziert und behandelt, ohne das volle Spektrum an technischer Diagnose auszureizen. Sie hatten Erfahrung und genossen Vertrauen. Heute ist das MRT oder CT möglich - also muss es eingesetzt werden. Ich glaube, DAS sind die wahren Kostentreiber, nicht das Gehalt der Angestellten oder Ärzte.

    Also wäre Dir lieber, die TA blieben auf Steinzeitniveau stehen und würden sich nicht entsprechend weiter entwickeln? Meine Stamm-TA-Praxis ist auch relativ gut ausgestattet, trotzdem wird doch nicht jede Untersuchung angeraten sondern nur zielführende. Und ich bin z.b. froh, dass es dort ein Dentalröntgengerät gibt. Sonst hätte z.b. meine Katze noch immer Zahnschmerzen, weil ein Milchzahn im Kiefer unter einem bleibenden sass. Von aussen nicht sichtbar. Mit normalen Röntgengerät nicht darstellbar. Nach Dentalröntgen war klar, dass insgesamt 3 Zähne entfernt werden mussten. Auch hilft es im Krankheitsfall, dass man dort ein eigenes Labor hat und nicht alles wegschicken muss. Gerade bei akuten Erkrankungen ist oft ein Blutbild nötig um schnell handeln zu können. Endoskopien sind dort ebenfalls möglich.

    Super, freut mich so, dass es ihm wieder gut geht :smiling_face_with_hearts:

    Ich habe gerade weihnachtlich geschmückt. Auf Low Level Niveau im Gegensatz zu sonst. Und permanent laut vor mich hin fluchend: "Nein Dolittle", "Lass das, Kater", "Dreamy, geh da weg", "runter da Ihr beiden" :zany_face:Ich fürchte dann Mitte Dezember mit Tannenbaum wird es noch "lustiger" werden. Die beiden sind jetzt 13 Monate und haben noch immer nur Blödsinn im Kopf :upside_down_face:Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ihre Vorgänger (hatte ja 15 Jahre Katzenpause bevor Dreamy und Dolittle im Januar einzogen) auch so viel Blödsinn im Kopf hatten (okay Katzenkinder im Tannenbaum hatte ich früher auch schon mal).

    Böse Frage, aber haben denn jetzt auch alle TFA und angestellten Tierärzte eine Gehaltserhöhung bekommen? Pünktlich zur neuen GOT müsste das doch selbstverständlich sein..

    Die TFA´s haben eine ordentlich Gehaltserhöhung erhalten. Teilweise um die 500€ und mehr pro Monat: Mehr als 500 Euro plus: TFA-Einstiegsgehälter steigen deutlich - (Presse-) Newsroom - Der Verband - Ihre Gewerkschaft - Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf-online.de)