Beiträge von SabineAC69

    Ich war schon mehrere Jahre im DF, als es meinen Hund traf. Also zu keiner Bubble dazugekommen, WEIL ich einen so teuren Hund habe. (10.000 Euro in den ersten 9 Monaten nach Diagnose mit 5 Jahren und inzwischen sind wir irgendwo zwischen 25 und 30.000)

    Was bei solchen Sachen ja auch immer dazu kommt, dass es ja nicht am Anfang heißt, der Hund hat XYZ und das kostet Dich jetzt direkt 10.000 € für die nächsten 9 Monate. Das wäre vielleicht etwas, wo viele sagen würden, kann ich mir bei aller Liebe nicht leisten. Aber das weiß man eben nicht vorher. Ich hatte mal eine Stute, die sich verletzt hatte und in die Klinik musste. Ja, da dachte ich okay, Sabine das bist Du mit ca. 4.000 € dabei (war die erste Schätzung), die kriegst Du zusammen. Aber dann ergaben sich Komplikationen und sie stand 6 Wochen in der Klinik und am Ende des Klinikaufenthaltes waren es dann 7.000€. Okay, ging auch noch irgendwie. Und dann musste ich alle 4 Wochen wieder zur Klinik für eine bestimmte Behandlung, die jedesmal 350€ kostet, mittendrin kam dann nochmal eine Woche Klinik dazu etc und plötzlich war ich bei 12.000 € in einem Jahr. Hätte mir einer am Tag der Verletzung gesagt: Sabine, das kostet Dich jetzt 12.000€ hätte ich heulend gesagt, kann ich mir nicht leisten und sie eingeschläfert. Aber so schleichend, wo zieht man da die Grenze? Da sagt man dann nicht, wenn wieder 350€ fällig sind, nee ist mir zu viel, ich schläfere ein, wenn man weiß am Ende wird sie wieder gesund.

    Meine mittlerweile verstorbene Abby hat mich auch einen 5-stelligen Betrag mit ihrer IBD und einer weiteren Autoimmunkrankheit gekostet. Wusste ich am Anfang auch nicht. Das ganze kam peu a peu und sie hatte dank Behandlung bis zu ihrem Leberkrebs 10 beschwerdefreie Jahre.

    Dementsprechend ist eine Information vor der entsprechenden Behandlung schon angebracht.

    Verlangst Du wirklich, dass jeder einzelne Schritt Dir vorher mit Kosten angesagt wird? Sprich, das wird jetzt die allgemeine Untersuchung, die X kostet, nun setze ich eine Injektion und das setzen kostet Y plus das Medikament, welchen Z kostet plus die Spritze die XYZ kostet, plus die Kanüle, die ABC kostet?

    Interessanter Thread.

    Gründe warum ich zu "meiner" Praxis gehe

    • Sehr fachkompetent, bilden sich sehr viel weiter
    • Gute ausgestattete Praxis (digitales Röntgen, eigenes Labor, Endoskopie, Dental Röntgen, Ultraschall inkl. Herzultraschall, Physiotherapie inklusive Unterwasserlaufband etc.)
    • beziehen immer die komplette Krankengeschichte ein
    • kennen ihre Grenzen und wenn die erreicht sind wird an Spezialisten überwiesen
    • knien sich unwahrscheinlich in komplizierte Fälle ein. Als Mila einen MRSA Keim im Ohr hatte wurde Kontakt zur Fachgruppe für multiresistente Keime bei Haustieren der Uni Berlin aufgenommen. Als Abby damals Nasenbluten hatte, welche nicht gestoppt werden konnte und wo auch die Klinik in Duisburg, wohin wir für CT etc überwiesen wurden nicht mehr weiter wusste wurde sofort Kontakt mit Prof. Oechtering der Uni Leipzig aufgenommen.
    • sehr empathisch, erkundigen sich laufend auch zwischendurch am We, wie es dem Patienten geht
    • alle super freundlich, nicht nur die TA´s sondern auch die TFA´s
    • ich mir 100% sicher sein kann, dass keine unnötigen Behandlungen gemacht werden, aber alles was sinnvoll ist
    • mir ehrlich sagen, wenn der Zeitpunkt zum loslassen kommt.
    • erklären mir immer die Behandlung
    • bieten am We eine Notfallsprechstunde an

    Ich war damals vor 34 Jahren, die allererste Patientin (okay besser gesagt meine damalige Dobermann Hündin) und bin der Praxis seit dem immer treu geblieben, auch wenn ich teilweise durch Umzüge 30 km bis dort hatte. Den Chef der Praxis kenne ich seit Kind an auch privat. Ich habe auch seine private Handynummer und war vor kurzem noch auf einem runden Geburtstag von ihm eingeladen. Als z.b. letztes Jahr der Basset meiner Mutter sehr plötzlich eingeschläfert werden musste, hatte der Chef, als er die Röntgenbilder gesehen hatte (Lungenkrebs war quasi explodiert) erstmal mich schnell angerufen und gefragt, ob ich sofort zur Praxis kommen könnte (wohne mittlerweile wieder nur 800 m entfernt), bevor er meiner Mutter die Diagnose mitteilte, damit sie das nicht alleine durchstehen musste.

    Ganz andere Frage: Buddeln Dackel auch so gern wie kleine Terrier?

    Also wenn ich an Milas Gassifreund (Zwergrauhaardackel) denke, dann definitiv. Der ist ähnlich besessen von buddeln wie ein Balljunkie von einem Ball. Sowas extremes habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich finde ihn zuckersüss, aber ich wollte ihn nicht geschenkt haben. Sobald wir beim spazieren im Sommer mal eine Pause machen, will er buddeln und wenn er das nicht darf, dann wird er echt ärgerlich und das ging sogar bis zum schnappen nach der Besitzerin. Nachdem sie jetzt einige Einzelstunden bei ihrer Hundeschule genommen hat ist es besser, aber ich habe noch nie so einen extremen Hund kennengelernt. Der titscht sogar voller Jagdfieber aus, wenn ein Blatt über den Weg weht. Und wehe er kriegt mal eine Spur in die Nase, dann gibt er Jagdlaute vom feinsten von sich und ist nicht mehr ansprechbar.

    Bekommt ihr die Rechnung mit Aufschlüsselung welche Posten abgerechnet sind und was sie kosten vor dem Bezahlen zu Gesicht?

    Bei uns wird die immer erst nach dem Bezahlen ausgedruckt.

    Was in der oder den Spritzen enthalten ist was der Ta spritzen möchte wird auch leider nie von alleine erzählt. Erst auf Nachfrage.

    Bei mir wird die Rechnung nach dem bezahlen ausgedruckt und hat dann auch direkt den bezahlt Vermerk.

    Was mein TA spritzt, weiß ich immer bevor die Spritze im Tier landet. Ich bekomme immer erklärt, was warum gemacht wird und wenn mehrere Möglichkeiten bestehen, werde ich über diese aufgeklärt und entscheide dann gemeinsam mit meinem TA.

    Ich würde die Tierarztwahl obwohl ich nicht Krösus bin, nicht vom Geld abhängig machen. Meinem Tierarzt muss ich mehr Vertrauen als jedem Humanmediziner, weil Tiere nicht sagen können, wo es weh tut und wie sie sich fühlen. Und Tierarzthopping wie z.b. zum günstigeren zum impfen käme für mich auch nicht in Frage. Ich möchte, dass meine Tiere unter Berücksichtigung ihrer Krankengeschichte behandelt werden. Klar kann der TA aus der Großtierpraxis auch eine Bisswunde behandeln. Aber wenn ich 1 Monaten Später z.b. wegen Durchfall beim nächsten TA bin, sollte der schon wissen, was für Medikamente mein Hund in den letzten Wochen bekommen hat. Kleines Beispiel mit einer meiner Katzen. Durchfallbehandlung mit AB (bakterielle Infektion wurde nachgewiesen), Durchfall war weg, 4 Wochen später wieder Durchfall. Da Toffee, aber auch schon im Sommer mit AB nach einer Verletzung mit OP behandelt wurde, gab es dann kein AB und man hat erstmal versucht der Sache anders Herr zu werden. Sowas ist für mich enorm wichtig.