Ich halte Hunde nicht für so blöd, dass sie nicht merken, wann sie abdampfen können und wann nicht, egal ob die Schlepp gekürzt wurde oder nicht. Ich denke ja, dass das eher an der Souveränität in der Stimme liegt, ob das Kommando nun ignoriert werden kann oder nicht. Deshalb funktioniert es auch alles, solang die Schlepp dran ist (Mensch ist sich sicher, der Hund kommt, er kann ja nicht anders) und wenn sie ab ist, wird Mensch automatisch unsicherer. Meiner ist da super sensibel, der hört bei anderen HH (!) genau in der Stimme, ob ihr Hund das Kommando befolgend wird oder gleich in ihn reinrauscht. Die HH ahnen ja auch (fast) immer, ob der Rückruf nun pro Forma (weil eh ignoriert) oder ernstgemeint ist.
Zum Thema:
Ich finde es sinnvoller, den Freilauf andersrum aufzubauen, quasi wie die Leinenführigkeit, nur ohne Leine. Anfangs hat der Hund nur so viel Freiraum, wie du noch Einfluss auf ihn hast. Und wenn es nur 1m oder ein halber ist. Diesen Raum dehnst du je nach Fortschritt des Hundes nach und nach aus, er muss immer die geistige Verbindung zu dir halten und erst dann darf er weiter weg. Da das natürlich anstrengend ist, auch hier, wie in der Leinenführigkeit, kleine Einheiten. Ansonsten machste einfach die Schlepp dran und lässt ihn laufen, ohne Freilauf-Training.