Hundebücher gibt es in Hülle und Fülle, und je nach momentan herrschendem "Erziehungs-Modetrend" wird in die Tasten gehauen. Es verwundert also nicht, dass sich diese Ratgeber mit Unsinn überschlagen.
Entschuldige, aber wenn ein Hund auf der Straße plötzlich einen Menschen anknurrt, ist das ein Verhalten das SOFORT korrigiert werden muss! Aus dem Dulden von solchem Verhalten kann sich ruckzuck noch mehr entwickeln.
Es ist etwas vollkommenden anderes, wenn ein Hund in ängstlicher Weise zurückweicht und dabei knurrt - dann muss in der Tat an dem Angstproblem gearbeitet werden.
Grundsätzlich zu sagen, Knurren ist hündische Hundeausdrucksweise und muss hingenommen werden halte ich für absolut gefährlich.
Was ist an Knurren bitte gefährlich? Ich weiß nicht, ich kenne keinen Fall, wo knurren weh getan hätte. So laut es ja doch meistens nicht.
Warum sollte sich aus der Duldung mehr entwickeln? Hunde tun Dinge, um Ziele zu erreichen. Wenn ein Hund einen fremden anknurrt, dann will er i.d.R. Abstand. Wenn er sein Ziel mit Knurren erreicht, perfekt. Warum sollte er dann beim nächsten Mal schnappen? Knurren hat doch ganz prima funktioniert.
Kein Hund wird denken- Knurren macht Spaß, dann ist Schnappen bestimmt noch viel cooler.
Wenn in Hund knurrt, hast du die Chance zu reagieren, bevor er beißt. Schnappt er gleich, hast du die Chance nicht. Wo liegt jetzt also das Problem beim Knurren?