Ich habe hier auch so einen Leinenpöbler aus Unsicherheit. Aber gerade bei Unsicherheit will ich aber mit nichts kommen, was dem Hund unangenehm ist. Denn die Verknüpfung fremder Hund = Zuziehen am Hals = Unangenehm o.ä. kann nicht gut gehen und das kann man nicht ausschließen. Da hätte ich dann Angst, dass er nachher im Freilauf auch nicht mehr verträglich ist, weil er fremde Hund mit etwas negativem verbindet.
Wir kommen da in ganz kleinen Schritten voran, dass er immer für ruhiges Verhalten gelobt wird. Auch wenn das die Gassigänge manchmal recht schwierig gestaltet, weil ich oft umkehre oder stehen bleibe. Es gibt aber auch gute Tage, da reichen schon wenige Meter, dass er ruhig bleibt, wenn sich der andere Hund ruhig verhält und nicht weiter für ihn interessiert. Leider noch nicht immer. Ich hoffe, er lernt auf Dauer, dass fremde Hunde nichts böses sind und an der Leine auch gar nichts von ihm wollen. So baut er mit der Zeit die Angst ab, und ich unterdrücke nicht nur sein Verhalten, indem er durch Unangenehmes ins Meiden fällt. Auch wenn der Weg länger ist, ich glaube, es ist der richtige Weg.
Allerdings habe ich den Vorteil, den Hund mit seinen 20kg noch halten zu können, egal wie er in die Leine springt, daher passiert nichts weiter, wenn er doch mal wieder durchdreht.