Beiträge von Camillo09

    Im Normalfall ist unser Hund am Geschirr.

    Halsband heißt für ihn: kein Ziehen an der Leine, und v.a. auch kein Schnüffeln, Markieren etc. Also schön leinenführig dahin und in dem Tempo, was das andere Ende der Leine vorgibt. Das ist dann also beim Joggen, Fahrrad üben und wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dort wird nicht gepinkelt. Am Geschirr hat er mehr Freiheiten und darf mal ziehen, stehen bleiben etc. Wenn wir unterwegs sind und mehr Freiheit ok ist, kommt er vom Halsband ab. Er trägt immer beides und wird nach Bedarf angeschnallt.

    Ich glaube, diese Hunde werden auch bei etwas längeren Schnauzen nicht so atmen wie andere Rassen, selbst wenn die Nasen inzwischen länger werden. Ich erlebe jede Woche in der HuSchu eine Franz. Bulldogge und die scheint mit der Luft an sich keine Probleme zu haben. Tobt wie ein großer, rennt beim longieren schneller als alle anderen, aber ich habe trotzdem das Gefühl, ihn ständig unter ein Sauerstoffzelt stellen zu wollen, weil man auf mehrere m Entfernung noch die Atemgeräusche hört.

    Danke für eure Antworten!

    Das mit dem Vorstehen loben ist ein interessanter Ansatz. Hoffentlich klappt das. Zögern und stehen tut er ja jetzt auch schon. Ich habe das nur Gefühl, er ist da in Gedanken ganz woanders. Wenn er mit Hilfe der Schlepp wieder bei mir ist, dann reagiert er zwar auf Sitz, aber ist scheinbar total konzentriert auf etwas anderes. Leckerlies nimmt er zwar auch, aber ob das als Lob ankommt?

    flying-paws: wir arbeiten daran, dass er auf dem Weg bleibt und nicht in Felder läuft, aber für Haufen und Pinkeln rennt er ja auch ins Gebüsch. Darf er das dann auch nicht mehr? Ich stelle mir da dann die Konsequenz so schwer vor. Im Moment hat er halt Wege, da darf er ins Feld, bei anderen nicht.

    friedapaula: meinst du das Training vor Ort oder das Buch? oder beides? Vor Ort ist schlecht, weil das sehr weg weit ist und ich kein Seminar gefunden habe, sondern nur den Kurs über mehrere Wochen. Wie findest du das Buch? An sich mag ich es, mir Wissen an zu lesen und das dann umzusetzen (zumindest zu versuchen). Trainer haben wir auch, den will ich auch noch mal fragen, aber seine Seminare sind soweit ich weiß, auch auf Sichtjäger ausgelegt. Zumindest liest sich das Programm so.

    3 Monate ist immer noch Welpe ;) . Viel jünger sollte man ihn sich eh nich holen (mind. 8 Wochen, also ca. 2 Monate alt).

    Wir gehen mit unserem 3-jährigen Hund meist 4x am Tag raus, 2 große Runden und 2x Pipirunde (mittags und sehr spät abends), die großen Runden sind morgens vor und abends nach der Arbeit.

    Zu den Rassen kann ich dir auch nichts sagen, die sind gar nicht mein Fall ;) .
    Kosten haben die anderen ja schon geschrieben. Für einen gesunden Hund wird das hinkommen, für kranke/sensible Hunde z.B. beim Futter, wird es deutlich mehr.

    Unser Hund hat kein Problem mit dem allein sein, aber das weiß man nicht. 8 h ist auch schon sehr lange, gut auf keinen Fall. Machbar mit manchen Hunden bestimmt, unserer musste das früher bei seinen alten Besitzern auch (und noch länger), aber toll ist das für ein Rudeltier sicher nicht.

    Warum habt ihr euch für diese Rasse(n) entschieden? Was wollt ihr mit dem Hund machen? Sind alle mit dem Hund einverstanden und wollen sich um ihn kümmern?

    Wir haben einen Hund aus dem Tierheim. Da hatten wir zwar keine Probleme mit der Grunderziehung, Stubenreinheit etc., dafür andere, die wir mit einem Welpen wohl nicht hätten.

    Hallo zusammen,

    gestern abend hatten wir ein deutliches Erlebnis, dass unser Hund nicht auf Sicht jagt, sondern nach Gehör und/oder Fährte. Er war an der Schlepp und rennt plötzlich mitten aufs Feld, weil er darin einen Fasan wahrgenommen hat. Der war 100% nicht zu sehen. Wenn Kaninchen über den Weg rennen oder Vögel vor ihm hochfliegen, interessiert ihn das recht wenig bis gar nicht, schaut entspannt hinterher.

    Er rennt zwar nicht unbedingt sofort los, wenn er was hört/riecht, aber er ist gar nicht mehr ansprechbar, wenn er mal Wild registriert hat. Abrufen ist nicht. Ansonsten hört er sehr gut, aber gegen Gehör und Geruch sehe ich mir erst mal machtlos, das Tier vor ihm zu merken. Sicht ist kein Thema, aber danach geht er ja nicht.

    Gibt es für solche Fälle auch AJT? Ich lese eigentlich immer nur gegen Sichtjagd. Ich würde ihn so gerne ableinen können, aber so geht es halt gar nicht. Hat jemand Tipps für mich?

    PS: kann man irgendwie testen, ob der Hund schlecht sieht? Manchmal habe ich nämlich den Eindruck, dass er schlecht sieht.

    Danke!

    Hier gibt es Käse oder MeatBalls von bestesFutter. Findet beides ganz toll. Aber selbst das hilft manchmal auf dem Platz nicht, weil die Ablenkung so groß ist und er mehr auf die anderen Leute und Hunde fixiert ist, als auf das, was er gerade machen soll. :verzweifelt: Leider kaut er an den MeatBalls immer ne Weile, was beim Longieren schon etwas doof ist. Für unterwegs finde ich sie aber genial als Superleckerchen, weil sie nicht schlecht werden bei warmen Temperaturen, wie Wurst oder Käse, wenn wir mehrere Stunden unterwegs sind.

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    Ich glaube nicht daran, dass die Hunde es spüren oder riechen, wenn ich wiederkomme.
    Komme ich mit dem Auto wieder, springen sie auf und wissen, dass ich komme, weil sie das Geräusch von meinem Auto kennen.

    Das glaube ich bei unserem Hund eigentlich auch, dass er das Geräusch von meinem Auto kennt. Wenn mein Freund zu Hause ist mit Hund und ich komme dann, dann rennt er schon zur Tür, wenn ich meine Autotür schließe. Einmal sind die beiden vom Spaziergang zurückgekommen und ich habe an der Haustür gewartet, da hat der Hund erst gecheckt, dass ich da bin, als er mich gesehen hat (auf der anderen Straßenseite). So sehr verlässt er sich wahrscheinlich nicht auf seine Nase. Aber wissen tu ich es natürlich nicht, fakt ist, dass er an der Tür steht, wenn ich komme.

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    Sei froh das Du keinen SoKa hast. Bei einer "Wesensprüfung" würdet ihr durchfallen.

    Das mag durchaus sein (aber ich glaube, eher wegen anpöbeln anderer Hunde). Aber warum er einen Maulkorb tragen soll, verstehe ich nicht. Er beißt ja keine Fremden. Entweder ist er an der Leine und da kann ich es verhindern, oder er ist frei und würde nicht zu fremden Leuten hinrennen (weder von sich aus, die interessieren ihn gar nicht, noch lasse ich es zu).

    Es ist ja nicht so, dass wir nicht dran arbeiten, aber das geht leider nicht alles von heute auf morgen. Wenn ein Hund Angst hat, muss man die abbauen, aber das dauert. Auch unser Trainer ist der Meinung, dass sich ein Hund nicht unbedingt von jedem anfassen lassen muss. Wenn der Hund auf den Menschen zugehen darf, ist es auch kein Thema, dann lässt er sich auch anfassen.

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    Naja...wenn dein Hund dann einfach beißen würde liegt aber auch bei der Erziehung was im argen.
    MMn sollte das ein Hund mitmachen ohne zu beißen.

    Was meinst du mit "einfach beißen"? Wenn jemand, am besten noch mit Spazierstock o.ä., auf unseren Hund zugeht, sein Knurren ignoriert und sich streichelnd über ihn beugt, würde er wahrscheinlich schnappen. Zumindest dann, wenn er nicht wegrennen kann. Dann fühlt er sich in die Enge getrieben, hat Angst und wehrt sich. Aber muss sich ein Hund von fremden alles gefallen lassen? Ich finde nicht. Ein bisschen Verstand darf man anderen Menschen doch zutrauen, dass es auch Hunde gibt, die das nicht wollen, egal wie niedlich sie aussehen.

    Apropos Erziehung: ich kann einem Hund nicht anerziehen, Fremde zu mögen und sich gerne von ihnen streicheln zu lassen. Es gibt ja auch genug Rassen, für die das typisch ist.
    Da liegt aber vielleicht etwas bei der Erziehung der Menschen im Argen, wenn sie Worte vom Halter und Signale vom Hund einfach ignorieren.

    Ich möchte das auch nicht, aber auch nicht von anderen Hundehaltern und unser Hund auch nicht. ;) Der knurrt und/oder bellt aber auch, wenn man ihm zu nahe kommt (vollkommen ok). Aber mir ist das auch noch nie passiert, dass ihn jemand streicheln wollte, einfach so. Ich meine, wer kommt denn auf die Idee und streichelt einfach einen fremden Hund? Allerdings läuft unserer auch nicht frei, wenn uns Leute entgegen kommen und kann gar nicht zu fremden Leuten hin/sie zu ihm. Er ist misstrauisch Fremden gegenüber und da steh ich immer schön zwischen Leuten und Hund, schon allein um ihm Sicherheit zu geben, aber auch Kontrolle zu haben.