Beiträge von SirBeno

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    Schön, dass du es durchbekommen hast!

    Ja, es gibt Angebote - allerdings gibt es nach meinen Recherechen keine spezielle Ausbildung und leider auch so gut wie keine Literatur dazu (lediglich Erwähnungen). Und der Großteil der Anbieter bietet Besuchsdienste bzw. tiergestützte Interventionen aber nicht direkt "Therapie".
    In Deutschland hat sich Ulrike Sänger intensiv mit der tiergestützten Sterbebegleitung beschäftigt und schreibt aktuell an einem Buch dazu. Auf ihrer Homepage findet man ein paar Infos.

    Huhu! Danke für dein Angebot, meine Arbeit ist bereits fertig. Solltest du in den Büchern aber noch explizit Artikel zur tiergestützten Sterbebegleitung finden, freue mich über einen Hinweis, weil das wirklich spannend ist, leider sehr mau sind und es mich weiterhin über meine Arbeit hinaus interessiert!

    Falls du noch Buchempfehlungen brauchen kannst: Ich kann dir das Buch Praxis der hundegestützten Therapie. Grundlagen und Anwendung. von Wohlfahrt und Mutschler (2016) empfehlen. Das ist ziemlich neu und versucht auch von einer wissenschaftlichen Seite darauf einzugehen (Studien...).
    Als Primärliteratur fand ich Otterstedt sehr aussagekräftig.

    Viel Erfolg für deine Arbeit und viel Freude beim Schreiben wünsche ich dir!

    Wegsperren würde ich sie nur dann wenn die Situation nicht managebar ist. Also wirklich richtiger Besuch kommt und Sunny damit überfordert ist. Ihr also nicht kleinschrittig üben könnt. Wenn sie weg ist, lernt sie ja nichts, das dient nur dazu den Hund aus einer Situation und Überforderung zu nehmen die eben im Moment nicht anders managebar ist. Ist also kein "Training" in dem Sinne.

    Ich kann sie auf ihre Decke schicken und das macht sie auch. Dann bellt sie aber von dort aus wie ein Weltmeister. Schaue ich nicht mehr hin und biege um die Ecke oder schließe die Tür, verlässt sie die Decke einfach (aber die hilft ja eh nicht...). Ich könnte sie anbinden, aber was bringt das genau? Sie bellt ja egal wo sie ist. Und da wir nur 2 Zimmer haben, merkt sie den Besuch sowieso und kann nicht wirklich Abseits.

    Das hört sich an, als wäre die Decke zu schnell mit zuviel Ablenkung aufgebaut worden. Sie scheint gelernt zu haben auf der Decke zu bleiben solange du sie unter Kontrolle hast, aber nicht unter langsam steigender Ablenkung selbstständig entspannt dort liegen zu bleiben.

    Zum "Deckenkommando": Ich weiß nicht wie ich das üben soll. Ohne Ablenkung bleibt sie perfekt da drin sitzen. Wie kann ich denn die Ablenkung steigern? Normales Wohnungsleben klappt und Besucht klappt nicht. Eine Idee was man zur Ablenkung machen könnte, die geringer als Besuch aber stärker als normal in der Wohnung sein ist? Mit Tüten in der Küche knistern?

    Verschiedene Dinge inszenieren. Futter auslegen, Spielzeug, herumhüpfen - Bewegungsmuster ausprobieren, plötzliche Reize - etwas fliegt oder macht "Lärm", zur Haustüre gehen - auf und zu machen, Räume wechseln, Hallo rufen - wahlweise bei der Haustüre... und auch mal die Decke an einen anderen Ort legen. So kannst du nach und nach steigern, wenn sie aufsteht weist du, es war zu viel. Sei kreativ.

    Besuch ist auch nur eine Form von Ablenkung: Wenn sie bei oben genannten und ähnlichen Reizen zuverlässig und entspannt liegen bleibt kannst du Besuch ins Training einbauen. Da würde ich es auch langsam machen. Mit erstmal nur Tür auf und zu, zurück Leckerlie. Tür auf, Hallo, Tür zu, zurück Leckerlie... Nicht bei jeder Übungssequenz einen kompletten Besuch mit reinkommen und Co. durchgehen.

    Leider ist ja jeder Besucher spätestens nach zwei Besuchen "verbraucht". Sie kennt denjenigen dann und bellt nicht mehr.

    S.o. Kleinschrittig aufbauen. Üben, dass die einzelnen Dinge die bei Besuch passieren (leuten, klopfen, Tür öffnen, Hallo....) langsam entspannt hingenommen werden können. Nicht bei jeder Übungssequenz einen kompletten Besuchsablauf durchgehen.

    Wenn du möchtest, dass dein Hund ruhig bleibt und die Situation als völlig normal und ohne Erwartungshaltung betrachtet, dann verhalte dich selbst einfach so als ob es das normalste auf der Welt wäre.

    Ich würde den Hund einfach anleinen und mit ihm den Besuch herein lassen. Die Leine dient zum Schutz/dass er niemanden anspringt, ihn niemand begrüßt und als Begrenzung, dass er quasi hinten ansteht. Dabei wird er (besonders vom Besuch) nicht beachtet.

    Wenn dein Hund es kennt auf eine Decke zu gehen, dort zu warten und dies mit Entspannung verknüpft, kannst du ihn sobald er ansprechbar ist dorthin schicken, somit lernt er weiter dass nix spannend ist und er sich entspannen kann.

    Sonst lässt du ihn einfach so lange an der Leine, bis er von selbst entspannt und sich evtl. hinlegt. Wenn er wirklich innerlich ruhig ist, kannst du die Leine abmachen. Ich würde ihn dann aber max schnuppern lassen und dem Besuch sagen, dass sie ihn auch jetzt nicht begrüßen sollen - sonst hast du evtl. das selbe Problem zeitversetzt.

    Die Leckerliegabe, sehe ich eher als Erziehungsmittel für den Besuch : ) damit diese ein Alternativverhalten haben, bringt den Hund meiner Ansicht nach aber nur in eine nicht notwendige Erwartungshaltung.

    Ui, da habe ich eine Frage an die ArbeitenschreiberInnen die sich hier als solche geoutet haben und schummel mich somit mal mit halbem "Off-Topic" herein.

    Auch ich schreibe gerade an einer literaturbasierenden wissenschaftlichen Arbeit zum Thema. Habt ihr ein paar gute Literaturtipps für mich? Ich habe zwar schon eine Menge an Büchern und auch gar nicht mehr allzu viel Zeit zum Schreiben, doch wäre ich für ein paar evtl. brauchbare Inputs noch dankbar!

    Speziell kann ich Literatur (gerne auch Onlinelinks, Fachzeitschriften und besonders Studien/Projektbeschreibungen) zur tiergestützten Sterbebegleitung und Palliativversorgung brauchen!

    Habt ihr Ideen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Ich habe letztes Jahr die Fensterscheibe mit Alufolie beklebt und hatte den Eindruck, dass das wirklich eine Verbesserung war. Man kann auch nur das halbe Fenster abkleben oder die Folie auf einem Flipchart festmachen damit man es hochklappen/aufrollen kann wenns nicht zu finster werden soll.

    Hatte mir auch schon mal ueberlegt ob so eine "Einweg-Spiegel" TransparenzFolie funktionieren wuerde...

    Ich finde einige der genannten Punkte sehr aussagekräftig aber je nach Perspektive auch nicht...

    Gute Pflegestellen sind ein positiver Bestandteil eines Vereins - sagen aber meiner Meinung nach nicht unbedingt etwas positives über den Verein aus.

    Ebenso sind "erfolgreich-"Vermittlungstexte für mich nicht aussagekräftig. Denn nette Texte schicken in erster Linie die Leute die besonders begeistert sind und diese die besonders schlechte Erfahrungen gemacht haben. Welche davon veröffentlicht werden...nunja keine Frage.

    Wie finde ich eine gute Orga?
    Gibt es seriöse Anlaufstellen, wo ich Infos bekomme?

    Die beiden Fragen packe ich mal zusammen:

    Kontakt mit Menschen aufnehmen (und zwar nicht über die Orga selbst, sondern über Foren etc...) die Hunde der jeweiligen Orga übernommen haben und diese über ihre Erfahrungen befragen. Wie lief alles ab? Würden die Leute wieder einen Hund von dort übernehmen...

    Das gleiche mit Pflegestellen - hier vor allem wie lange seid ihr schon dabei?! Wie wird man überhaupt Pflegestelle? Was macht der Verein gut, was würdet ihr kritisieren...? Wie wird im Verein mit Hunden umgegangen die nicht gut vermittelbar sind?
    Wie gut ist das Netzwerk und wie hoch die Fluktuation von Pflegestellen? Wer übernimmt Verantwortung/Anlaufstelle wenn nach der Übergabe Probleme auftreten...

    So findet man raus ob es dem Verein um den Profit geht oder um die Tiere. Nat. muss das eine das andere nicht ausschließen, aber eine Tendenz gibt es oft!

    Welche Punkte beachte ich und wo suche ich?
    S.o. und bitte im Internet/Bekanntenkreis nach Meinungen suchen und nicht über den Verein selbst. Dieser stellt ja nur Kontakt zu den Menschen her die noch dabei und zufrieden sind.

    Ich sehe das Thema auch sehr ambivalent.

    Zum "Lautstärkeempfinden" wurde bereits schon einiges gesagt.

    Was ich bedenklich finde - unabhängig ob ein- oder uneingeschränkter Hund - ist, dass es für einen Hund sehr belastend ist/sein kann so viel Zeit in dem beschriebenen Umfeld zu verbringen. Und wenn er ein paar Tage bei dir in der Arbeit ist und den Rest bei einem Sitter ist das Stresslevel meines Erachtens nach auch nicht niedriger. Wann und wo kommt der Hund dazu das Erlebte zu verarbeiten und zu entspannen?
    Zum Thema Belastungsgrenzen möchte ich folgende Zahlen nennen: Ein (fertig ausgebildeter) Hund der in der tiergestützten Therapie eingesetzt wird soll max. 2-3 Einsätze in der Woche machen und dabei max. 60 min arbeiten.

    Ich stelle mir vor, dass der Alltag in deinem Beruf sehr stressig sein kann! Den Stress bekommt der Hund über alles was er sieht/"hört", über dich... mit. Auch wenn er in seinem Körbchen liegt (liegen muss).

    Ich würde den Erziehungsaufwand in diesem Umfeld nicht unterschätzen, dieser ist bei einem tauben Hund noch um einiges höher. Wobei ja der Aufwand Arbeit, uneingeschränkter Hund - Kinder mit Beeinträchtigung schon nicht zu unterschätzen ist.

    Ich würde mir an deiner Stelle gut überlegen wie realistisch eine Hundeanschaffung momentan ist (unabhängig von der Gültigkeit des Angebots deiner Chefin-es hört sich an, als würde sie dadurch erst wieder aktuell werden) und es nicht von diesem Angebot abhängig machen. Wenn ich unabhängig davon zu einem ja komme, überlegen wie "gesund" die Idee ist den Hund in die Arbeit mitzunehmen und welche Alternativen es gibt. Dabei würde ich die genannten Punkte dauerhafter Stresslevel für Hund, vor allem Anfangs hoher Zeit- und wohl auch für dich Stressaufwand um den Hund an den besonderen Alltag zu gewöhnen mit bedenken!

    Ich finde den Rat von @Ninma auch sehr gut dich - nach reichlichen Überlegungen - einmal mit erfahrenen Therapiehundeausbildnern auszutauschen!

    Das Jammern vorm Rausgehen ist wohl einfach Ungeduld und/oder eine hohe Erwartungshaltung. Hier würde ich ihr vermitteln dass ruhiges Abwarten zum Ziel führt, sie also nur im ruhigen Zustand anleinen und das Haus verlassen wenn sie ruhig (nicht nur "verbal" auch körperlich) ist. Du kannst auch zwischendurch mal Jacke anziehen und wieder ausziehen um der Sache den Reiz zu nehmen.
    Du hast einen Hund der noch nicht richtig mit Aufregung umgehen kann.

    Pipijammern? Im Zweifel würde ich wenn sie jammert ruhig nach draußen gehen - nur zum Geschäfte machen. Wenn es ein Fehlalarm war gehst du einfach wieder ruhig hoch.
    Ich finde übrigens dass ihr schon weit seid wenn dein Hund dir verständlich machen kann, dass sie mal muss *Lob* : )

    Bzgl. Frustrationstoleranz:
    Das Alleinebleiben ist im Grunde schon ein Training in diese Richtung. Andere Übungen sind zum Beispiel:
    Gewisse Situationen aushalten, sich zurückzunehmen und mit der Zeit dabei zu entspannen!
    -> Bleibtraining/Einschränkungen (auf einer Decke oder mit Kommandos) und Ablenkunken inszenieren. Diese langsam steigern und aushalten von Situationen belohnen!
    Eine ganz einfach einzubauende Übung ist z.B. warten vor dem Napf und die Ruheübung bevor es rausgeht. Diese beiden Übungen sind für den Anfang für einen Welpen wahrscheinlich schon genug.

    Mit der Zeit kannst du auch Übungen mit Leckerchen machen, die du hinlegst und sie darf sie nicht nehmen. Sobald sie ein erstes Anzeichen von zurücknehmen oder Kommunikation zeigt (z.B. Schritt zurück, hinsetzen, Blickkontakt zeigt...) und sei es noch so klein, bekommt sie eines. So lernt dein Hund Schritt für Schritt mit "Frust" umzugehen.
    Gehe bewusst in die Situationen herein (Hunde in Sichtweite) und nutze sie zum Üben. Wenn es zu viel ist gehst du ein Stückchen aus der Situation heraus und näherst dich in ihrem Tempo immer mehr an.

    Mit dem Anbinden: du kannst die Übung schon machen, allerdings würde ich nur so weit gehen dass sie noch entspannt zusehen kann. Lobe sie für jeden (symbolischen) Schritt den du weiter weg gehen kannst und komme immer wieder zu ihr zurück. Mit der Zeit werden es immer mehr werden!

    Das ist eine Auswahl an Übungen die man über einen Zeitraum aufbauen kann. Führe die eine oder andere langsam ein und nicht alle auf einmal. Ein kleiner Welpe ist schnell einmal überfordert!


    Das Allerwichtigste ist, dass Zuhause Ruhe einkehrt, es draußen nur kurze, entspannte Entdeckungssequenzen gibt und drinnen dann wieder genug Raum ist das Erlebte zu verarbeiten und zu schlafen! Was auch immer du tust. Sei es füttern, rausgehen, spielen... Achte darauf dass dein Hund ruhig ist und du bestimmst wann es losgeht! Gib dir und ihr Zeit - Wochen und Monate! Schraube deine Erwartungen hinunter, dann hast du größere Freude mit Erfolgen und bist nicht so schnell enttäuscht : ) Ihr schafft das schon!