Hallo Robert!
Ich habe schon von solchen Konzepten gehört. Es gibt Leute die alleine den Hund eine Zeit lang aufnehmen und trainieren und es gibt jene die solche "Camps" für Hund und Halter anbieten. Kann man auch als Trainingsurlaub sehen und sowas ist in meinen Augen durchaus sinnvoll. Da kannst du in einem neutralen Umfeld unter Anleitung mit deinem Hund neue Strategien erlernen und wirst entsprechend geschult, das auch in den Alltag mitzunehmen.
Von ersteren würde ich mich allerdings wirklich fern halten. Zum einen hast du absolut keinen Einblick und auch keine Kontrolle mit welchen Methoden dort gearbeitet wird (wenn man bedenkt, dass dort die Probleme oft schnell "gelöst" werden, gehe ich da erstmal von einem sehr straflastigen Training aus...). Ich würde auch bedenken, dass dieses hin und her großen Stress für den Hund bedeuten kann.
Unabhängig von den Trainingsmethoden, ist es nun aber so, dass das Verhalten eines Hundes nicht nur von seinen Erfahrungen beeinflusst wird, sondern zu einem großen Teil von seinem Umfeld und vom täglichen Umgang. Du kannst also einen perfekt erzogenen Hund aus einem "Trainingscamp" zurückbekommen, der wird aber mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit in seine alten Verhaltensmuster zurückkehren, wenn du ihn genauso behandelst wie vorher. Du kommst also nicht drum herum dich auch nach einem Trainingscamp für deinen Hund selbst mit einem neuen Umgang zu beschäftigen, dazuzulernen und deine Trainingsmethoden entsprechend zu verändern.
Was spricht denn dagegen, dass du dir einen guten Trainer/in suchst und deinen Hund mit dieser Hilfe selbst trainierst? Da entsteht ja auch auch Bindung, man wächst gemeinsam an den Aufgaben und lernt sich kennen. Schließlich ist dein Hund ein soziales Lebewesen. Diese Trainingscamps haben finde ich immer etwas von einer Werkstatt wo man sich geschwind ein kaputtes Gerät reparieren lässt...