Beiträge von overture

    Ich könnte in der Hundehaltung niemals mehr verzichten auf:

    - Biothane-Leinen (stinken nicht, Haare kletten sich nicht dran fest)
    - grosse Rolle Kotsäckchen immer dabei :lol:
    - gute Jacken/Westen mit viel Stauraum und, besonders wichtig, grosser Tasche am Rücken (für die vollen Kotbeutel und Spielis)
    - Gummi-Striegel
    - Bademantel und ganz viele Frotteetücher
    - diese Badematten/Microfaser-Matten am Eingang des Hauses und in der Autobox, damit der gröbste Dreck davon aufgenommen wird

    Bin ich die Einzige hier, die neben hundetauglichen Klamotten auch eine ausreichende Anzahl an Klamotten hat, die sie eindeutig nicht zum Spazieren gehen anziehen würde?

    Nein =)

    Ich hab eigentlich in erster Linie andere Kleider (also nicht fürs Gassi oder so, aber dennoch keine Luxuskleider. Einfach solche, um die es schade wäre hahaha). Gassikleider sind bei mir in erster Linie Hosen und unschöne Pullis, welche für Nicht-Hundeaktivitäten nicht mehr brauchbar sind :ops:

    Daher kann ich auch nicht einfach von der Arbeit kommen und direkt Gassi gehen :headbash:
    Okay, man muss dazu sagen, hätt ich Lenny nicht und stattdessen einen normalen Hund, würde ich auch nicht jedesmal aussehen wie 3 Wochen Kleider nicht gewechselt :roll:

    Und die Frage dazu wäre noch - eigentlich wollen viele FB-Halter ja vom Wesen her genau den Hund, wie er jetzt ist - 'ein Kasper', 'so anhänglich'/unkompliziert... .

    Ich glaube nichtmal dass der durchschnittliche Halter soweit überlegt.
    Sie wollen einfach diesen lustigen Hund der immer grinst.
    Im Forum gabs doch mal ein Thema wo darüber geschrieben wurde, dass die meisten FB immer angeleint sind weil sie scheinbar nicht gehorchen. Ich kann mir also beim besten Willen nicht vorstellen dass die vorherrschende Motivation zum Kauf der FB ist, weil sie "so gut hört" oder "immer gefallen" will. Ehrlich gesagt hab ich das noch aus keinem Mund eines FB-Halters gehört.

    Ich sag auch "er ist ein Kasper". Das kann aber auch ein DSH sein wenn er was Lustiges zeigt.

    Mir würde die FB wohl immer gefallen und wenn sie gesundheitlich akzeptabel aufgestellt ist, würde ich immer eine haben wollen.
    Auch wenn sie mässig Jagdtrieb hat, auch wenn sie mal stur ist, auch wenn sie auf doofe Ideen kommt.
    Ich würde mich einfach freuen wenn es dadurch einen Hund von kräftiger Postur ("Molosseroptik") geben würde, der eben mit Familienleben oder beengteren Wohnverhältnissen besser geeignet ist als die grösseren Pendants.

    SO besonders macht sie das natürlich nicht.


    Wir hatten die Thematik ja auch schon mal hier im Thread - phänotypische Änderungen würden sich vermutlich auch im Verhalten niederschlagen -

    Daran glaube ich tatsächlich wirklich.
    in Bambam's Familie findet sich kein einziges Exemplar was so "von der Rolle" oder "crazy" oder in gewisser Weise auch "lernunfähig" ist wie alle Standards, die ich kenne. Kann das vom Kopf her kommen? Kein Platz fürs Gehirn bei den ganz Platten? Ich weiss es nicht.
    Müsste ich von meiner persönlichen Erfahrung her einen Schluss ziehen würde ich also sagen, dass sich wohl auch der Charakter nur zum Besseren wenden kann. Aber halt nicht zum Besseren aus Sicht eines "ich will dem Hund nichts beibringen und nichts mit ihm machen"-Halters. So schliesst sich der Kreis, dann machts nämlich keinen Unterschied mehr zu dem was ich ganz oben geschrieben habe.

    Natürlich wäre es besser, die Kurve zu bekommen und diese extreme rückgängig zu machen. Aber, zum einen dauert so etwas sehr lange und.. ob es dafür nicht zu spät ist?

    Das ist die "million dollar"-Frage..
    Die Extreme rückgängig zu machen bzw. in erster Linie soweit abzuschwächen, als dass der Körper an sich wieder funktionaler/beweglicher wird und somit die Wirbelsäule gesünder wird, mittels längerer Nasen wieder mehr Platz geschaffen wird um eine gute Basis auch für gute innere Atemwege zu bekommen usw....da seh ich schon tolle Hunde, die nah an etwas dran sind, was ich mir als "neue" Französische Bulldogge vorstellen könnte. Natürlich nur, wenn auch auswertungstechnisch alles gut aussieht. Aber es wäre eine "Form", find ich, die nicht per se Gesundheit verunmöglicht.

    Ich mache mir aber auch viele Sorgen darum ob man nicht zu früh anfängt, wieder zu strenge/bzw. falsche Vorgaben zu erlassen.
    So, dass es längerfristig wieder nicht möglich ist, genügend verschiedene Hunde in die Zucht zu bekommen. Ich kenns nur von einem Verein - da ist es momentan erlaubt, papierlose Hunde mit "grobem" Phänotyp Bulldogge testen zu lassen und bei entsprechenden Ergebnissen in die Zucht zu nehmen. Einfach weil man innerhalb der dokumentierten Hunde (viele auch aus FCI-Linien) zu wenig Auswahl hat. Und das brauchts halt einfach.