Beiträge von Fusselnase

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    Die Vorurteile sind m. M. n. grossteils einem Zeitgeist geschuldet, der übertriebenen Fleischkonsum gutheißt, denjenigen aber, der Bambi, Babe und Muh-Kuh den Garaus macht, zum Unmenschen herabwürdigt.

    Aber es gibt auch viele Menschen, die Wild als das wahre Biofleisch betrachten. Hier in Berlin ist es zumindest so, oder es kommt mir so vor. Die Revierförstereien können sich jedenfalls nicht über mangelnden Absatz beklagen.
    Hundehalter laufen eben gern im Wald herum, und da kommt es gezwungenermaßen auch zu Konflikten (ich mag mich da gar nicht auf eine Seite stellen).

    Nein, aber es ist auch wurscht. Wichtig ist, dass du Verständnis für ihn aufbringst und nicht so schnell die Flinte ins Korn wirfst.
    Es ist auch möglich, dass der Kleine durch Zuchtfehler in irgendeiner Form gestört ist, aber das hätte ja schon vorher auffallen müssen.

    Also: Gib ihm Zeit. Und such dir vielleicht wirklich jemanden, der sich mit dieser Art Hunde auskennt.

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    Ich habe einfach Angst, dass auch mit der Hilfe eines Hundetrainers ich nicht mit ihm klarkommen werde und nur gezwungen mein Leben mit dem Hund weiterführe. Ich weiß genau, dass ich dem Hund gerecht werden würde, so gut es geht, aber ich weiß einfach nicht, ob ich dabei dann noch mir selber gerecht werde.


    Davon mach dich mal frei. Niemand zwingt dich, einen Teil deines Lebens mit einem Hund zu verbringen, mit dem du unglücklich bist.

    Aber du hast schon viele sehr gute Hinweise und Tipps bekommen. Der Kleine ist ein Außerirdischer! Er ist sicher überfordert mit allem und weiß sich nicht anders zu helfen. Schau, wenn ich es richtig gelesen habe, was er immer mit anderen Hudnen zusammen, und auf einmal sind alle weg! Alles, was er bisher kannte, gibt es nicht mehr.
    Die einen schlafen erstmal fast ununterbrochen, die anderen drehen auf, wieder andere schnappen oder liegen vorsichthalber nur im Flur.
    Die ersten zwei Wochen kann man getrost aus dem Protokoll streichen, vielleicht auch die ersten vier.
    Es ist auch völlig normal, dass ein Hund seine bisherige Stubenreinheit erstmal "vergisst", wenn er in eine fremde Umgebung gekommen ist. Das wird schon.

    Ruhe bedeutet für mich: So wenig neue Eindrücke wie möglich, immer die gleichen Gassirunden (und kurze) und den Hund von selbst kommen lassen.
    Wenn er genug Ruhe hatte, dann gib ihm noch mehr Zeit. Wenn du in ein oder zwei Wochen immer noch todunglücklich mit ihm bist, dann würde ich doch über eine Abgabe nachdenken.
    Lies doch mal den Thread "der bissige Fidel", vielleicht kannst du da noch was für dich rausziehen.

    Also ich habe ehrlich gesagt inzwischen nur noch mittelmäßige Ambitionen. Klar, ich schreibe immer wieder, wie klasse meine und viele andere Tierschutzhunde sind (und gehe damit möglicherweise auch einigen auf die Nerven), aber oft redet man doch gegen eine Wand. Das muss schon von innen heraus kommen, wenigstens in Ansätzen...
    Man hat ja eine große Verantwortung, und die muss man mit der Vermittlung auch ein stückweit abgeben. Ich finde das so schon schwierig, aber bei jemandem, der den Tierschutzgedanken nicht mitträgt, ist es umso schwieriger.
    Was, wenn Probleme auftauchen? Es kann ja niemand garantieren, dass der Hund sich so verhält wie gewünscht oder - passend zum Thema - vollkommen gesund ist und bleibt.
    (Abgesehen davon, dass nur "helfen wollen" natürlich auch nicht reicht)

    Und letztendlich muss man es ja auch erstmal schaffen, sie zu erreichen. Ich wüsste nicht, wie, außer indem ich Werbung mit meinen schnuckeligen Tierschutzhunden mache. ;)
    Und Anti-Werbung für Wühltischwelpen. :/

    Vorsteher zu finden ist nicht das Problem, aber es muss schon passen. Brick ist ja auch aus Italien und damit raus.

    Aber ich glaube, du findest einen Hund. Ich würde wie gesagt auch aktiv suchen, d. h. die entprechenden Organisationen wie Krambambulli mit deinem Anliegen anschreiben. Oft haben die viel mehr Hunde auf dem Schirm als online gestellt sind.
    Oder eben Tierschützer, die selbst einen Jagdschein haben. Ich kenne immerhin schon zwei, also muss es doch einige geben.

    Hm............... von einem netten Deutsch Kurzhaar habe ich gerade was gehört. Ich bin nur nicht ganz sicher, ob aus D oder Polen. Ich schau mal nach. Du möchtest aber eine Hündin, oder?

    Ah, mir fällt noch was ein. Eine Tierärztin, die ich kenne, hat gerade den Jagdschein gemacht und immer wieder mit Tierschutzjagdhunden zu tun. Sie ist zwar auch in Polen aktiv, aber bestimmt kennt sie auch "einheimische" Jagdhunde in Not. Wenn du magst, kann ich sie mal fragen.
    Ich will mich nicht aufdrängen - aber wenn du willst, dann kannst du mir ja eine Mail schreiben mit ein paar Eckdaten zu dir und dem Wunschhund. :smile:

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    Es ist ja nicht so, das TS-Hunde qualitativ besser sind als Polenmarkthunde oder Ups-Mischlinge aus dem Anzeigenblättchen, und wenn sie dann wesentlich teuerer sind als vergleichbare Hunde von privat ohne das sich das durch andere Vorteile ausgleicht, wie z.B. zuverlässige Angaben über den momentanen Gesundheitszustand und das Wesen/den Erziehungsstand, dann fragt sich Otto-Normal-Hundekäufer halt schon, wo der Vorteil ist.

    Nun, der Vorteil liegt darin, dass man einem Hund ein Zuhause gibt, ohne einen Vermehrer zu unterstützen.

    Für mich persönlich ist es auch ein Vorteil, dass die Hunde keine Welpen mehr sind, denn ich möchte keinen Welpen haben.

    Es kann aber auch verunsichern. Es werden ja auch Vorurteile bestärkt (Tierschutzhunde sind krank, Vereine wollen nur Quote machen etc.). Das führt einfach zu nichts außer vielleicht zu Verunsicherung.

    Ich bin ein Typ, der es übersichtlich braucht. So ein "Kriterienlisten-Typ". Und immer, wenn es mal in diese Richtung geht, kommt jemand und sagt: "Also ich habe das und das erlebt..." Das macht mich wuschig. Aber wie gesagt - ist vielleicht mein Fehler. Ich arbeite dran. ;)