Beiträge von Fusselnase

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    Was soll man machen? Wie kann man die Leute aufklären? Das würde mich mal interessieren. Bei der Frau z.B. weiss ich nicht mehr weiter. Sie scheint auch schon Stammkunde beim TA zu sein.

    Das ist das Problem: Man kann ja nur Leute aufklären, die aufgeklärt werden wollen.
    Mich fragt jedenfalls nie jemand, der sich einen Hund anschaffen will, was ich ihm raten würde (bzw. selten). Normalerweise läuft es doch so, dass die Leute schon eine Idee im Kopf haben und die auch unbedingt umsetzen wollen.

    Also wir als Privatpersonen zumindest. Klar, du kannst Fotos machen und sie ins Internet stellen, Warnungen in die Kleinanzeigen setzen etc. pp. Aber wie erreichst du darüberhinaus Menschen, mit denen du überhaupt nichts zu tun hast?
    In Zeitschriften, in verschiedenen Fernsehdokus usw. wird ja schon gezeigt, was hinter Billigwelpen steckt - aber es gibt trotzdem noch genügend Menschen, die so einen Hund kaufen.

    Man müsste politisch was ändern. Wie genau das aussehen könnte*, weiß ich nicht - ich versuche gerade herauszufinden, ob es schon Bemühungen diesbezüglich gibt. Wenn mir dazu jemand was sagen könnte, würde mich das freuen! :)

    *Mein Vorschlag wäre, dass für jeden Welpen, der außerhalb einer Zucht produziert wird, die einem höheren Ziel dient (z. B. Rasseerhalt), 250 Euro an das nächstgelegene Tierheim gespendet werden müssen. Hahahaha! :p :kg:

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    Beispiel: Familie mit 2 Kindern ( 8 und 5), beide berufstätig, keine Erfahrung mit Hunden: Hütehundmischlingshündin aus Rumänien, extrem ängstlich, 4 Jahre alt, hat in ihrem Leben noch nie ne Leine gesehen. Suuuuuperpassend oder ? Die Hündin muss mit zur Grundschule und wir dort von jeder Menge Kindern angetatscht. Das ist Tierschutz ? Wohlgemerkt wurde ihnen der Hund empfohlen. Sie haben ihn nicht selbst ausgesucht.

    Naja - da hätten sie aber auch selbst drauf kommen können, dass das nicht unbedingt das Richtige ist. Ein bisschen Mitdenken wär schon nicht schlecht, ob beim Züchter, beim Tierschutz oder von privat.
    Für die ganz Unbedarften gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich vor dem Hundekauf beraten zu lassen, z. B. in Hundeschulen.

    Aber wie soll man die Menschen erreichen, die sich einfach nicht drum scheren? Es gibt ja keinen Zwang, sich vor der Anschaffung eines Hundes beraten zu lassen. Mein Nachbar schüttelt auch den Kopf, warum ich mir einen alten Hund für 150 Euro kaufe, wo ich doch ganz in der Nähe Welpen für 60 Euro bekomme. Und seit ich ihm versucht habe zu erklären, was meine Beweggründe sind, schüttelt er nur noch mehr den Kopf.

    Am besten zieht noch das Argument, dass der Kaufpreis des Hundes sich meist aufgrund der hohen Tierarztkosten, die bei diesen Welpen folgen, relativiert. Das ist die einzige Sprache, die sie verstehen.

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    Ich will nur wissen was Tierschutz Hunde besser macht als "vermehrer" Hunde.

    Und es ist nun mal so das ein Papierhund nicht automatisch gesund ist. Und auch nicht das ein "Vermehrer" Hund automatisch krank geschweige denn ein Mischling ist.

    Diese Garantie gibt es nun mal einfach nicht!

    Wenn es einem lediglich um die Gesundheit geht, dann ist es nicht grundsätzlich besser, einen Tierheimhund aufzunehmen als einen Welpen direkt von einem x-beliebigen Vermehrer. Das stimmt wohl.

    Außer vielleicht dass die Hunde aus Tierheimen im Normallfall schon etwas älter sind und da immerhin schonmal jemand Kompetentes einen Blick draufgeworfen hat (Tierheimmitarbeiter, Tierarzt o.ä.).

    Es gibt aber noch andere Gründe, einen Hund aufzunehmen (oder nicht aufzunehmen), als den Gesundheitszustand. Ich würde z. B. auch keinen Hund vom Vermehrer nehmen, wenn mir jemand garantieren könnte, dass er gesund ist und bleibt. Ich würde aber durchaus einen kranken Hund aus dem Tierheim nehmen.

    Ein Vermehrer ist für mich übrigens jemand, der aus niederen Beweggründen Welpen produziert, in erster Linie um Profit zu machen. Ob die dann Papiere haben oder nicht, ist für mich nicht relevant (kenne mich damit auch nicht aus).

    Hm, gute Frage, weiß ich auch nicht. :???:

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    Wenn Du Platz und Zeit hast für einen dritten Hund aber kein Geld für die ja doch recht aufwendige medizinische Versorgung einer grauen Schnauze, dann bietest Du das an, was Du hast: Zeit und Platz. Das Tierheim kann dann ja immer noch entscheiden, ob ihnen das reicht oder ob sie lieber sagen 'Ganz oder gar nicht'.
    Ich habe schon viele Anzeigen für sehr alte Hunde gesehen wo ganz klar ein Pflegeplatz gesucht wurde.
    Aber vielleicht habe ich auch falsche...wie soll ich es ausdrücken...Werte? Ich finde nur die Unwahrheit immer schlimm. Wenn man ehrlich sagt 'Das kann ich anbieten, das nicht' ist das doch ok, oder?

    Klar ist das O.K. - ich bekomme ja auch öfter derartige Anfragen. Aber ich bezahle für meine Hunde lieber selbst. O.K., wenn sich ein Sponsor finden würde... :D

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    süss isse.
    Wenn Verlorenewasser staatlich wäre, würde ich ja sagen, biet Dich als Pflegestelle an. Dann werden zumindest die arztkosten übernommen.

    Das würde ich aber trotzdem nicht machen. Da würde ich mir schäbig vorkommen. :???:

    Ich mag da gar nicht hinfahren, solange sie dort ist (hatte es eigentlich demnächst vor, ein paar Spenden hinbringen). Hilfe!

    Mein erster Hund war 10, als ich ihn bekam. Das war das beste, was mir passieren konnte. Ich empfehle Hundanfängern gern ältere Hunde, wobei die ja nicht 10 sein müssen. Aber vielleicht so ab 5 oder 6.
    Das Gute ist, dass man sich da gezielt z. B. ruhige Exemplare heraussuchen kann (oder worauf auch immer man Wert legt).
    Da ihr ursprünglich einen Welpen wolltet, denke ich mal, dass ihr euch auf einen älteren Hund eher nicht einlassen werdet. Aber bezieht die in eure Suche ein, ihr werdet ganz tolle Tiere darunter finden. Dann braucht ihr auch keine Bücher (oder nur nebenbei ;) ).
    Ältere Hund können noch viel lernen, vor allem kann man aber auch von ihnen viel lernen. :)