Beiträge von Fusselnase

    Zitat


    Es waren ja nun schon einige Hunde, die wir chauffiert haben. Aber Dein Wuschelchen ist eines der süßesten :herzen1: . Ein absoluter Sonnenscheinhund :herzen2:

    Ja, das ist sie, und eine ganz liebe, sanfte Maus, die ihr Leben in vollen Zügen genießt. :smile:

    Steffi, Nachhaltigkeit ist immer gut, aber wie ich schon schrieb, schließt das eine das andere aber nicht aus.

    Was die glücklichen Straßenhunde angeht, irrst du dich leider ganz gewaltig. Stellenweise gibt es die, ja. Aber mehr auch nicht. Die meisten sind ausgesetzte Haushunde, die allein nicht klarkommen und ein elendes Leben führen. Nicht umsonst verzweifeln die (einheimischen!) Tierschützer regelmäßig an der Situation dieser Tiere. Die machen das doch nicht, weil ihnen langweilig ist, sondern weil das Elend vieler Hunde einfach unerträglich ist.

    Du hast Recht damit, dass man damit am Gesamtproblem nichts ändert. Daher schadet es aber auch nicht, vorausgesetzt, man vermittelt die Hunde in eine geeignete Umgebung.
    Ich persönlich kümmere mich daher lieber um Tierheimhunde, und da finde ich es auch sinnvoller, wenn sie sich zumindest übergangsweise in einem besseren Tierheim/Shelter/Auffanglager - was auch immer - befinden, in denen sie wenigstens ein bisschen eingeschätzt werden können.

    Steffi, wie kommst du auf diese Zahlen? Ich glaube beim besten Willen nicht, dass eine Organisation ein Fünftel des Straßenhundbestandes einer Stadt vermitteln kann. :???:
    Und klar, man kann die Hunde kastrieren oder ihnen die Nahrungsgrundlage entziehen, wie du vorschlägst. Ersteres ist allerdings nicht so leicht, wie man sich das so vorstellt. Unkastrierte Haushunde stellen wohl ein großes Problem hierbei dar, da sie viele Kastrationsprojekte zunichte machen.
    Trotzdem ist das der einzige Weg, und man muss natürlich bei der Bevölkerung ein Bewusstsein dafür erschaffen. Aber es ist schwer und langwierig. Versuch mal, eine beratungsresistente brandenburgische Bäuerin davon zu überzeugen, ihre Katze kastrieren zu lassen, die ständig Würfe hat. Dann weißt du, was ich meine. :roll:
    Und Zweiteres - naja, da kann ich mir auch bessere Lösungen vorstellen. :/

    Ich glaube auch nicht, dass durch das Vermitteln einiger Hunde die Situation derartig abgemildert wird, dass sich dadurch irgendein Verantwortlicher zurücklehnt und denkt "Oh, prima, Problem gelöst, ich brauch nix mehr zu machen". Das ist bestenfalls Wunschdenken.
    Sicherlich gibt es das Phänomen, dass eine Verbesserung der Situation (weniger Straßenhunde, sei es nun durch Kastration oder durch Einfangen der Hunde) auch wieder eine Verschlechterung nach sich ziehen kann, weil man dann wieder nachlässiger wird. Das ist bekannt, so wie z. B. die allgemeine Anerkennung von "Safer Sex" und Keuschheit zu vermehrtem Auftreten von HIV-Infektionen führen kann. Aber soll man deswegen Kondome verbieten?

    Andersherum ist es doch aber nicht so, dass die Lokalpolitiker anfangen, tierfreundliche und vor allem nachhaltige Lösungen zu finden, wenn das Problem überhand nimmt. Je nach Land werden die Tiere dann eben eingefangen und weggesperrt oder getötet, oder beides.
    Und auch dann sind wieder weniger Hunde auf den Straßen. Also, egal, was man macht um die Zahl der Hunde zu minimieren, dieses Phänomen besteht immer! Und dann gebe ich den Hunden doch lieber ein schönes Zuhause, als dass sie weggesperrt oder umgebracht werden.

    Abgesehen davon sind Straßenhunde nur ein Teil des Problems. Es gibt ja auch massenhaft Hunde in "Tierheimen", mit denen teilweise sehr viel Geld verdient wird (wie z. B. in Italien). Demensprechend besteht auch kein Interesse daran, die Hunde loszuwerden. Diese Hunde sind nicht sichtbar und somit auch nicht im Bewusstsein der Bevölkerung. Wenn die Betreiber dieser "Tierheime" sich dann ein anderes Geschäftsfeld suchen müssen, weil ein paar Tierschützer ihnen ihre Goldesel weggenommen haben, dann kann ich damit sehr gut leben.

    Die Problematik der Straßen- und Tierheimhunde muss politisch diskutiert werden, und ganz langsam tut sich auch was in der EU und auch in der Öffentlichkeit der einzelnen Länder, auch wenn es noch viele Jahre dauern wird, bis sich wirklich was ändert. Bis dahin soll man doch bitte für so viele Hunde wie möglich ein adäquates Zuhause finden. Da haben die meinem Empfinden nach nämlich ein Recht drauf.

    (Und sie müssen gar nicht "gekarrt" werden. Man kann sie auch ganz liebevoll nach Deutschland bringen ;) )

    Zitat


    Aber mir geht's auch gar nicht darum, dass niemand Tiere aus dem Ausland aufnimmt, sondern, dass der Fokus/die Priorität darauf liegen sollte, die Situation vor Ort, vor allem für die Tiere, aber auch in den Köpfen der Menschen zu verbessern.

    Deshalb kann man die Frage nach Pro und Contra nicht so einfach beantworten, es sei denn, man ist aus ideologischen Gründen dagegen, sich um Belange in anderen Ländern zu kümmern. Dann ist das Gespräch aber ziemlich schnell vorbei.

    Wie diese Hilfe im einzelnen aussehen kann/aussehen sollte, ist schon eher ein Thema, worüber man diskutieren kann. Am besten, wenn man selbst involviert ist und weiß, wovon man spricht.

    Das ist wohl wahr. Wie Ylvi, die du mir freundlicherweise fast frei Haus geliefert hast. :smile:

    Beton und tägliches Einerlei

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    gegen Schafe gucken und herumwetzen

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    ist kein schlechter so Tausch, oder?

    Ich sag immer: Es hilft den Hunden vor Ort nicht, wenn man einzelne Tiere hierherholt. Aber es hilft auch nicht, wenn man es nicht macht.

    Zitat


    Ich nehme da eig. keine moralische Wertung vor: Ich finde es nicht zwangsläufig besser oder schlechter, sich einen Hund aus dem Ausland/Tierheim oder vom Züchter zu holen. Es kommt schließlich immer darauf an, was man möchte und in sein Leben integrieren kann.

    Ich glaube, wir meinen da ungefähr das gleiche. :smile:

    Zitat

    Ich persönlich halte nur nicht allzu viel davon, Straßen Hunde aus sämtlichen Ländern nach D zu importieren. Es mag einige Orgas geben die das mit Verstand machen und nicht alles "an schleppen" aber bei den meisten Frage ich mich warum nicht die Energie in Massenkastrationen und Aufklärung im betroffenen Land erfolgt.

    Meiner Meinung nach ist die Frage nicht sinnvoll gestellt. Denn es gibt nicht "den" Auslandstierschutz. Du schreibst ja selbst, dass es Vereine gibt, die das mit Sinn und Verstand machen. Naja - hier wird ja kaum jemand dagegen sein, etwas mit Sinn und Verstand zu machen.
    Es gibt also - nach deiner Einschätzung - einige wenige, die es gut machen und viele andere, die es schlecht machen. Da wäre die Frage doch nicht "Auslandstierschutz ja oder nein?" sondern: "Was ist sinnvoll, was nicht?"

    Denn so etwas:

    Zitat


    Mich stört es eben immer nur bei Orgas die die Hunde so schnell wie möglich vermitteln wollen, fast egal an wen und wohin.

    wird hier wohl kaum jemand befürworten.

    Meiner Meinung nach muss man auch erstmal unterscheiden, ob es darum geht, als Organisation vor Ort aktiv zu sein (was ja auch beinhalten kann, Hunde nach Deutschland zu vermitteln) oder ob man als "Privatperson" einen Hund aus dem Ausland aufnimmt.
    Das heißt, die Frage "Worum geht es einem überhaupt?" ist wichtig, um Stellung zu beziehen. Wenn ich die Situation vor Ort dauerhaft verändern will, dann sind andere Dinge von Bedeutung, als wenn ich einen Hund suche, mit dem ich durchs Leben gehen will.

    Ich stimme dir übrigens nicht zu, dass es den meisten Hunden aus dem Ausland hier nicht gut geht. Ich habe in den letzten 9 Jahren unzählige kennengelernt, und da waren nicht viele darunter, bei denen ich dachte, es könnte ein Fehler gewesen sein, sie hierherzuverfrachten.

    Ach, das ist doch vom Hund abhängig. Meine stöbern einfach nur rum oder liegen in der Sonne. Also können sie auch ohne mich im Garten sein.
    Obwohl ich das, was du beschreibst, auch kenne und ebenfalls nicht gut finde.

    Aber das ist hier ja nicht das Thema, hier wurde der Hund ja nicht sich selbst überlassen. Nur unter- bzw. überschätzt. :smile: