Beiträge von Fusselnase

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    Was mich stört, ist dass zwar jeder Käufer eines Welpen aus irgendwelchen Kleinanzeigen hier im DF zu Recht darauf hingewiesen wird, mit welchen gesundheitlichen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten man da rechnen sollte. Geht es um Tierschutzhunde, ist das aber nicht so. Dabei sind es oft "dieselben" Hunde.

    Tierschutzhunde sind die "Kinder", die schon in den Brunnen gefallen sind. Die sind da, und die haben natürlich ein Recht auf Leben und auf ein angemessenes Zuhause.
    Ob sie krank sind oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Sie sind, wie sie sind! Und es bleibt einem nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass sie einen Menschen zu finden, der sie so nimmt, wie sie sind.

    Hundehandel unter dem Deckmantel des Tierschutzes ist kein Tierschutz, sondern Betrug. Gerade wenn man einen Welpen haben will, hat man die Pflicht, doppelt und dreifach hinschauen, mit was für einem Verein man es zu tun hat. So schwierig finde ich das aber eigentlich nicht, jedenfalls nicht schwieriger als ich mir die Suche nach einem gescheiten Züchter vorstelle.

    Meiner Meinung nach ist "Dabeisein" für einen Hund sehr wichtig, und wenn ihr ihm das bieten könnt, ist das eine Menge. Wenn ihr ausreichend mit dem Hund spazierengeht (euch da vielleicht noch mit anderen Hundehaltern trefft, für die Sozialkontakte) und dazu noch ein Wochenendgrundstück habt, ist das doch wunderbar.

    Ich wohne auch mitten in der Stadt und kann nur am Wochenende und einmal in der Woche in den Wald/aufs Land fahren. Ansonsten gehe ich in den Park, der aber sehr weitläufig ist, ähnlich wie der Englische Garten bei euch.
    Weshalb kannst du denn nicht öfter rausfahren? Mangels Auto?

    Ich habe das für mich so gelöst, dass ich nur ältere Hunde aufnehme. Ich bevorzuge Jagdhunde und würde es mir wirklich nicht zutrauen, einen jungen Jagdhund ausreichend Bewegung zu verschaffen.
    Da du ein kleines Kind hast, ist ein alter Hund allerdings möglicherweise nicht optimal. Vielleicht ein mittelalter.

    Ich habe allerdings ein Wochenendgrundstück mit fast 2000m², und ich muss zugeben, dass ich das schon ziemlich angenehm finde und die Hunde gern stöbern gehen, wenn wir dort sind. Das würde mir schon fehlen!

    Bei uns gestaltet sich das so: Wir gehen morgens eine relativ kurze Runde, so 20 Minuten. Das allerdings deshalb, weil die Mädels schnurstracks wieder nach Hause wollen, frühstücken. Ich würde auch länger gehen :roll: . Mittags gehe ich etwas länger, und da meist im Park. So eine Dreiviertelstunde bis Stunde. Einmal die Woche versuche ich, in den Wald zu fahren, wo sie noch freier herumrasen können. Nachmittags geht dann in der Regel mein Freund ebenfalls ca. 45-60 Minuten. Abends kurz vorm Schlafengehen noch eine Pieselrunde.

    Am Wochenende geht mindestens ein ganzer Vormittag für einen langen und ausgedehnten Spaziergang im Wald oder auf dem Feld drauf. Das ist Pflicht! Manchmal auch an beiden Tagen, vor allem, wenn wir im Wochenendhäuschen sind, wo das Feld nicht weit ist.

    Wichtig ist es je nach Hund auch, einen Spaziergang auch mal interessant zu gestalten, Suchspiele einzubauen o. ä. Das finde ich persönlich noch wichtiger als Hundesport, aber das hängt auch vom Hund ab.

    Also, im Grunde spricht nichts dagegen, wenn ihr euch einen entsprechenden Hund aussucht, also kein Arbeitstier. Das, was ich geschrieben habe, sollte meiner Meinung nach mindestens drin sein, und da musst du überlegen, ob du das mit Kleinkind schaffst.
    Durch den Kleinen und die Katzen solltet ihr euch am besten nach einem Hund von einer Pflegestelle oder aus einem guten Tierheim umsehen.

    In welchem Stock wohnt ihr eigentlich, bzw. werdet ihr dann wohnen?

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    Eine Rolle spielen bei der Fütterung gegen Struvit vor allem Phosphor, Magnesium und Proteine. Wird hiervon langfristig zuviel gefüttert, kann dies zu Struvit führen.

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    Bei Proteinen wäre ich vorsichtiger [als beim Magnesium], davon bekommen Hunde schnell mal zuviel. Den Energiebedarf dann lieber über Fett decken. Ich würde durchwachsenes Fleisch füttern, im Verhältnis 60:40 mit Gemüse/Kohlenhydraten oder gar 50:50.

    Das bedeutet: Nicht so viel (mageres) Fleisch füttern! Das ist gerade die Gefahr beim Frischfüttern, wenn der Hund unter Struvitsteinen leidet.

    Da du dich nicht wirklich auszukennen scheinst (das meine ich nicht böse, ich bin da auch kein Experte, nur in diesem speziellen Fall habe ich mich damit beschäftigen müssen), würde ich dir raten, entweder bei dem Spezialfutter zu bleiben oder dich strikt an die Vorgaben der Uni München zu halten. Und nicht "irgendwie" und "kann ja nicht schaden". ;)

    Kannst ja mal berichten, was dir empfohlen wurde.

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    Warum nicht ein lieber, netter, nicht jagender mit hoher Reizschwelle ausgestatteter Hund?! Der bei der Übernahme keine Besonderheiten im Verhalten zeigt?

    Verstehe ich auch nicht so ganz... Es gibt so viele unkomplizierte Hunde im Tierschutz, als Anfänger mit Kindern würde ich mir keinen mit solchen Baustellen suchen.

    Was ich nicht ganz verstehe: Du bist gegen Hundeimporte aus anderen Ländern, weil hier so viele Hunde ein Zuhause suchen, ziehst aber einen Hund vom Züchter in Betracht. Klingt für mich irgendwie unlogisch.
    Aber das nur am Rande.

    Tierheime abklappern und auf Beratung setzen (bwz. hoffen), ist eine gute Idee! Evtl. müsst ihr etwas länger suchen und ggf. den Radius eurer Suche erhöhen, aber ihr findet bestimmt den richtigen Hund.

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    Dass dies widernatürlich für einen Hund ist, war mir von Anfang an klar. Ein Hund "möchte" nicht alleine sein. Er möchte aber auch nicht von sich aus an der Leine gehen und Kommandos wie Sitz, Platz sind ebenso widernatürlich. Es ist ein Tier, dass sich den Bedürfnissen seines Halters "anzupasen" hat, so ist die Lage in der Vorstellung. Ich kenne kaum einen Hundehalter, der 24 Std am Tag mit seinem Hund verbringt, 6 Std am Tag mit dem Hund draußen ist, einen Parkähnlichen Garten hat und sich immer nur nach dem Hund richtet......Wenn man sich einen Hund hält, dann muss man sich bewusst sein, dass der HUND einen Kompromiss eingeht.

    ...eingehen muss. Er hat ja kein Mitspracherecht, und wenn er trotzdem "mitredet", wird er womöglich im Tierheim abgegeben, weil er nicht alleine bleiben kann, bellt und Sachen zerstört.
    Du hast natürlich Recht, auch an der Leine gehen ist widernatürlich - also muss ich zusehen, dass mein Hund möglichst viel ohne Leine laufen kann. Ein Hund will nicht alleine sein, also muss ich zusehen, dass er möglichst wenig alleine ist. Sitz und Platz können meine Hunde auch nicht, aber das Thema kann wohl ins Uferlose führen...

    Die Frage ist nur: Wo zieht man die Grenze? Die liegt bei jedem wohl woanders, aber man muss sich bei der Sache ganz ehrlich fragen, ob man im Sinne des Hundes entscheidet oder in seinem eigenen.

    Du schreibst, der Hund hat sich den Bedürfnissen seines Halters anzupassen. Das sehe ich anders, auch wenn es in vielen Bereichen natürlich so ist, auch bei mir. Aber umgekehrt hat sich der Mensch als allererstes den Bedürfnissen des Hundes anzupassen, denn er entscheidet, dass der Hund bei ihm leben soll und nicht umgekehrt.
    Deinen Hinweis darauf, dass es keine Garantie gibt, finde ich absolut richtig und wichtig.

    An vier Tagen die Woche 2x4 Stunden allein sein finde ich nicht optimal, aber akzeptabel, wenn man all die angesprochenen Punkte berücksichtigt.