Beiträge von Fusselnase

    Ich kann die Argumentation auch nicht ganz nachvollziehen, da ich es wie Dreamy sehe und den Anteil derer, denen das Vermehren in irgendeiner Form von Tierheimen erleichtert wird zwischen "existiert nicht" und "minmal vorhanden" ansiedeln würde.

    Im Endeffekt hilft es ja auch den dortigen TH nicht, weil ja für jeden Vermittelten mindestens ein Neuer nachkommt.

    Naja, das ist nunmal das Prinzip eines Tierheims, wenn wir mal so perfide Systeme wie die privaten Canili in Italien außen vor lassen, die Geld damit verdienen, eben keine Hunde zu vermitteln.
    Und stell dir mal vor, du bist Tierheimleiterin oder -mitarbeiterin und es würden keine Tiere vermittelt werden. Das muss unglaublich unbefriedigend sein. Diese Menschen wünschen sich doch schöne Heime für ihre Schützlinge.

    Grinsekatze, tut mir leid, ich wollte grad üben, etwas stehen zu lassen, aber das kann ich momentan nicht.

    Denn mit jedem Hund der ins Ausland gebracht wird, wird ja zwangsläufig wieder ein Platz für einen Hund frei. Wenn die Leute sich sicher sein können, dass die Tierheime ihre "überschüssig produzierten" Hunde schon aufnehmen werden, dann brauchen sie ihre Meinung ja gar nicht zu ändern. Dann besteht ja aus deren Sicht noch nicht mal ein Problem.


    Du meinst also, dass es grundsätzlich verkehrt ist, ein Tier aus dem Tierheim aufzunehmen, weil das die Produktion ankurbelt?
    Dass also die Gewissheit, die Hunde im Tierheim loswerden zu können, einen Vermehrer/Züchter/was auch immer in dem Vorhaben, Hunde zu produzieren bestärkt?
    Oder andersherum formuliert: Dass sie die Produktion herunterfahren würden, wenn die Tierheime voll wären?

    Na ja, dann sollte man vielleicht die Menschen, die nicht Links und Rechts schauen können, Pauschalieren, einfach ignorieren. Dann fühlt sich auch keiner genötigt sich rechtfertigen zu müssen.

    Hm, vermutlich hast du Recht!

    Bin halt manchmal in Schreibelaune und will der Welt mitteilen, wie toll meine Hunde sind. Tut mir leid, wenn es stört!

    Du verstehst offensichtlich meinen Beitrag nicht. "Angeblich", weil da, wie es auch in dem zitierten Posting steht, auch viel der Hundetyp mit rein spielt.

    Wie dort nachzulesen, hängt das vor allen Dingen auch vom bevorzugten Hundetyp ab. Bevorzuge ich , wie du offensichtlich, generell Hundetypen die gerne zur Gesellschaftsjagd eingesetzt und die (wenn denn ) auf möglichst niedriges Agressionspotential gegenüber Menschen selektiert werden , dann werden auch in Tierheimen eher selten Hunde mit z.B. Agressionsproblematiken sitzen. Was aber dann auch nicht heisst, das die Hunde kein anderes Problem haben mit denen man erstmal klar kommen muss.


    Das "angeblich" passt aber trotzdem nicht rein, weil es nichts anderes bedeutet, als dass du den Wahrheitsgehalt bezweifelst.

    Natürlich spielt der Hundetyp eine Rolle. Sagt ja auch keiner was anderes. Es hat z. B. niemand behauptet, dass alle Tierschutzhunde lieb und nett sind.

    Wobei - einer der allerherzigsten und liebsten Hunde, die ich je in Pflege hatte, war (vermutlich) ein Karst-Schäferhund (bzw. Mix?) - als Welpe auf dem Polenmarkt als kleinbleibende Rasse gekauft. Die muss als Welpe schon größer gewesen sein als ein ausgewachser Hund der angepriesenen Rasse. Das nur mal als Anekdötchen.

    Nur verstehe ich nicht, was besser an einem Hund aus dem Tierschutz ist, den ein oder mehrere Andere nicht immer regelrecht behandelt haben.
    Kann man tatsächlich damit besser umgehen?


    Unter Umständen vielleicht! Ich denke, es ist eine Typfrage, aber auch eine Frage der persönlichen Erfahrungen.
    Ich denke, es gibt in beiden Bereichen (oder sogar in allen) liebe und unkomplizierte Hunde, und natürlich auch die, die nicht so einfach sind.
    Wo man letztendlich einen Hund kauft, ist individuell verschieden (wie man hier sieht) und hoffentlich in jedem Falle gut überlegt.

    Das, was du oben beschreibst, ist aber nicht der einzige Grund, einen Hund aufzunehmen oder eben nicht.
    Hier im Kiez lebt ein total netter, gesunder, gut erzogener kleiner Hund. Gekauft wurde er als Welpe auf dem Polenmarkt. Trotzdem würde ich niemals dort einen Hund kaufen.

    Und es ist ja auch schön, wenn man angeblich so viele unproblematische Hunde von Tierschutzvereinen kennt und wahrscheinlich liegt das wohl auch am bevorzugten Hundetyp (meiner sitzt ja selten ohne Macken und gut veranlagt im Tierheim...).. das Problem ist aber doch, dass man es nicht wirklich wissen kann.


    Du schreibst "angeblich" - weil man es nicht wissen kann? Natürlich kann man es wissen, wenn man selbst mit diesen Hunden zusammenlebt und mit vielen Menschen spricht, die ebenfalls diese Erfahrungen gemacht haben.

    Klar, wenn man 30 Jahre mit jemandem eine glückliche Beziehung führt, dann kann es auch sein, dass einer von beiden noch das Prügeln anfängt. Aber es ist doch recht unwahrscheinlich.

    Evtl noch eine junge, gut veranlagte Privatabgabe.. wobei ich eh nicht ganz verstehe, warum da immer zum "Tierschutz" unterschieden wird. Tierschutz beginnt doch nicht erst da, wo ein Hund durch zig Tierheime gewandert ist.

    Ich tue das nicht! Für mich ist ein Tierschutzhund ein Hund, der den Besitzer wechseln muss, also jeder Hund, der nicht direkt als Welpe beim Züchter oder Vermehrer gekauft wird.
    Deswegen schreibe ich auch meist "Tierschutzhund" und nicht "Tierheimhund", was mir versehentlich aber auch mal passiert.

    Grob gesagt - aber alles andere wäre jetzt Haarspalterei.

    Und es ist ja auch schön, wenn man angeblich so viele unproblematische Hunde von Tierschutzvereinen kennt


    Wieso "angeblich"?