Aber braucht man denn nicht jede Menge Hunde-Erfahrung und Können, um bei solchen Tieren auch Erfolge erzielen zu können und nicht alles nur noch schlimmer zu machen?
Nein, ich bin weit davon entfernt, ein Hundeexperte zu sein. Geduld ist auch nicht meine Stärke (deswegen möchte ich ja auch keinen Welpen haben)! Ich wurde anfangs gut beraten, und vielleicht mache ich da auch aus dem Bauch heraus ein paar Sachen richtig (bestimmt auch ein paar Dinge falsch!).
Ist aber vielleicht auch eine Typfrage, in meiner Arbeit bekomme ich auch gerne die Kinder, die etwas aufgebaut werden müssen.
Man muss hier aber unterscheiden, ob ein Hund wirklich eine Verhaltensstörung hat, ober ob er diverse Dinge einfach noch nicht kennengelernt hat. Ersteren würde ich mir auch nicht zutrauen, wobei ich mit Aggressivität (ob nun Menschen oder anderen Hunden gegenüber) wohl schlechter leben könnte als mit Ängstlichkeit.
Ich habe ja jetzt auch einen etwas ängstlichen Hund hier, aber mit viel Potential, das zu überwinden. Sonst hätte ich sie nicht behalten.
Ganz wichtig ist auch, einen Hund nicht danach zu beurteilen, wie er sich in den ersten Tagen im neuen Zuhause verhält, sondern allenfalls die Tendenzen, die er zeigt.
Die "Probleme", die ich beschreibe, stammen alle aus der Eingewöhnungsphase.
Ich bin wie gesagt auch eher ein ängstlicher/vorsichtiger Mensch, und viele Tierschutzhunde würde ich mir nicht zutrauen. Es ist ja nicht so, dass ich gar keine Auswahl treffe. Für mich muss ein Hund eher ruhig sein, verträglich und nicht zu ängstlich.
Wenn dann noch das Alter und die Rasse stimmt, mache ich mir keine großen Sorgen (Muffensausen habe ich trotzdem immer).
Ich bin dabei übrigens überhaupt nicht gegen Züchterhunde und will sie auch niemandem ausreden! Nicht, dass du das denkst. ![]()