Beiträge von Fusselnase

    aber ich stimme dennoch zu, dass die allermeisten ihr verstecktes Päckchen tragen.

    Und verstehst du unter "Päckchen tragen" das Gleiche wie "frollein"?

    Dann leben wir wohl auf unterschiedlichen Planeten.

    Oder es ist tatsächlich so, dass die fiesen Hunde in italienischen (etc.) Tierheimen tatsächlich unter der Masse an friedlichen Hunden untergehen und dass das hier aufgrund der höheren Nachfrage nicht so ist. Ich kann es mir nicht anders erklären.

    Ich finde es nicht albern, wenn man den sozialen Druck zurückweist, der auf Hundehalter ausgeübt wird, bzw. diesen ein wenig zurückspielt.

    Dass ich es albern finde, heißt ja nicht, dass ich nicht auch so denke wie du. :pfeif:

    Ich gehe z. B. nicht zu Hasir in der Maaßenstr., weil die mich da mal wegen Berta rausgeworfen haben, obwohl wir quasi draußen saßen.
    Aber ich habe hier auch jede Menge Alternativen. :D

    aber aufopfern würde ich mich - unter normalen Umständen - nicht.

    Muss man unter normalen Umständen ja auch nicht, oder? :smile:

    Unter Hundebesitzern wird mein Verhalten eigentlich ganz normal bewertet (glaube ich zumindest, aber wer weiß), aber bei Nicht-Hundebesitzern bin ich mir nicht so sicher.
    Doch, ich bin relativ sicher, dass die nicht verstehen können, warum ich so viel Geld für die Hunde ausgebe (Tierarzt).
    Beim Auto versteht es komischerweise jeder...

    Das muss man differenziert betrachten, da oft die Begleitunmstände entscheidend sind. Ich tippsel mal in Rot meine Gedanken dazu rein.


    Manches mag sicher der eine oder andere übertrieben finden, aber ich sage mir, dass die Hunde schließlich nicht darum gebeten haben, bei mir wohnen zu dürfen, und dass ich so schon die Verpflichtung habe, auf ihre Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen (wozu nicht unbedingt der Cafébesuch gehört).
    Aber das heißt nicht, dass ich kein Leben außerhalb davon habe. Das ist auch nicht nötig, denn man kann beides gut vereinen, vor allem, wenn man einfach auch gern mit den Hunden zusammen ist.

    Unter "Päckchen zu tragen" verstehe ich schon Hunde mit massiven Verhaltensproblemen. Ich rede nicht von "normalen" erzieherischen Baustellen, wie z.B dem Rückruf, Leinenführigkeit, Impulskontrolle und so weiter. Sondern ich habe Hunde im Kopf die massiv aggressiv auf fremde Menschen reagieren;


    Und das ist für dich der Normalfall im Tierschutz und die netten sind nur Ausnahmen? Das ist nicht dein Ernst, oder?

    Wenn ich Dutzende von Hunden aus dem Ausland importiere, diese dann für eine Kundschaft beschreibe, denen man nur genug Honig um den Mund schmieren und etwas von Selbstlosigkeit, viel Liebe und heilenden Händen erzählen muss damit sie weich werden und die Mitarbeiten einen Labrador von einem Staff nicht unterscheiden können (oder wollen) ist natürlich Chaos vorprogrammiert.

    Und wenn die schwierigen dann hier im Tierheim landen oder bei Menschen, die dann mit dem Hund Probleme bekommen, dann ist es vielleicht nicht verwunderlich, wenn ein falscher Eindruck entsteht.
    Das ist schlecht gemachte Vermittlungsarbeit, heißt aber nicht, dass die Hunde in diesem Bereich (Auslandstierheim) alle schwierig sind.

    Aber wie gesagt - die Abgabegründe sind hier anders als beispielsweise in Italien. Vielleicht auch die Rassen!
    Und es ist doch sicher so, dass sie einfachen Hunde, die du aufgezählt hast, auch gut vermittelt werden können, oder?

    Wenn wir jetzt aber mal die relativen Vergleiche beiseite lassen und uns die absoluten Zahlen ansehen, dann kann man doch sagen: Es gibt sehr viele unkomplizierte oder weitgehend unkomplizierte Tierschutzhunde.
    Mehr, als es Plätze für sie gibt.

    Zumindest international, national vielleicht nicht.

    Wenn ein Verein nicht nur Welpen vermittelt, sondern auch ältere/kranke/schwierigere (=kostenintensive) Hunde, dann kann man davon ausgehen, dass die Welpen nicht extra produziert werden. Denn dann steht ein "Helfenwollen" im Vordergrund (ja, das gibt es tatsächlich!).
    Es ist ja auch nicht nötig, da genügend Welpen oder trächtige Hündinnen ausgesetzt oder abgegeben werden. Ist doch auch klar, wenn z. B. auf dem Land die Hunde einerseits viele Freiheiten haben, andererseits nicht kastriert werden.
    Hilfreich ist es, wenn einen die Thematik interessiert, mal eine Weile in so einem Tierheim zu arbeiten, z. B. im Urlaub. Dann bekommt man einen Einblick, wie das Ganze läuft.

    Bei Welpen sollte man aber wie schon hundertmal betont im Tierschutz ziemlich genau hinschauen, wer sie da vermittelt. Im Zweifelsfall würde ich lieber einen älteren Hund nehmen oder zu einem Züchter gehen.

    Ich gebe mal ein Beispiel für einen Hund, den ich ohne große Bedenken nehmen würde: Fiona.
    http://www.adoptiere.eu/hunde_15/fiona201503.htm

    Sie hat ein Alter, bei dem ich davon ausgehen kann, dass sie keine Flausen mehr im Kopf hat. Sie ist ein ruhiger Hund, sie wird im Tierheim mit verhuschten Hunden zusammengesetzt, die einen Ruhepol brauchen, und das klappt ziemlich gut. Sie hat ein liebes Wesen, freut sich über Streicheleinheiten usw. Was soll da groß schiefgehen?

    Wenn ich mich jetzt wirklich für sie bewerben würde, würden mich trotzdem verschiedene Bedenken plagen: Was, wenn sie bellt? Was, wenn sie nicht alleine bleiben kann? Was, wenn sie einen enormen Jagdtrieb hat? etc.
    Also, ich kann diese Ägnste durchaus verstehen, weil ich sie jedes Mal erneut durchlebe - im Kleinen! Aber bisher ist das alles nie eingetroffen, und wenn, dann kann man damit auch umgehen, wenn man den Hund erst kennt. Und man kennt ihn eben erst, wenn er da ist - da beißt sich die Katze in den Schwanz.