Beiträge von Fusselnase

    Ich kann dir vermutlich auch keinen Trost spenden. Ich sage mir halt, dass es auch ein Geschenk an unsere Hunde ist, sie bis zum Ende zu begleiten und das für sie auszuhalten! Wer weiß, ob uns mal einer das Händchen hält, wenn wir an der Reihe sind.
    Und stell dir vor, es wäre andersherum und wir würden vor ihnen sterben (was ja manchmal vorkommt) und könnten uns dann nicht mehr um sie kümmern. Das wäre doch noch viel schlimmer.
    Wir können ihnen das Leben so schön wie möglich machen, und wir können den Schmerz am Ende aushalten. Sie geben uns so viel, und das ist das, was wir ihnen zurückgeben können.

    "Warum tun sie sich das an? Der Schmerz, wenn er geht, wird sie zerreißen. Wir haben uns nie wieder einen neuen Hund geholt, weil wir DAS nicht noch einmal durchmachen wollten."

    Für mich ist die Antwort ganz einfach: Warum soll ich einen alten Hund im Tierheim, womöglich noch in einem ganz miesen, elendig alleine verrecken lassen, nur um keine Trauer durchmachen zu müssen?

    Das ist ja eine goldige Maus! Die hätte ich auch genommen! :smile:

    Also erstmal herzlichen Glückwunsch im Voraus! Ich bin ein Fan von alten Tierheimhunden, habe selbst schon ein paar aufgenommen und keine Sekunde bereut.

    Zum Kastrieren kann ich dir leider nichts sagen, alle meine Hunde waren schon kastriert.

    Zur Treppe: Wo führt die denn hin? Zum Schlafzimmer? Also muss sie die unbedingt benutzen? Ich kenne diese Treppen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sie hochlaufen kann. Aber wer weiß! Wenn sie unbedingt rauf will, weil sie z. B. bei euch sein möchte, dann wird sie es wohl versuchen.
    Was würdet ihr denn tun, wenn sie unbedingt rauf will, es aber nicht schafft?
    Es kann ja sein, dass sie nicht alleine unten bleiben will.

    Ansonsten würde ich gleich mit ihr rausgehen, ihr seht ja, wie sie drauf ist - manche Hunde schlafen erstmal ihren Stress weg, manche sind ängstlich, andere wollen sofort neugierig alles kennenlernen und auf gar keinen Fall schladen man könnte ja was verpassen)...
    Aber auf jeden Fall solltet ihr am Anfang langsam machen. Lieber kleine Runden gehen und immer dieselben. Die haben anfangs so viele Eindrücke zu verarbeiten, da sollte man den Input erstmal gering halten.

    Zu Hund und Katze müssen auch die anderen was sagen. :smile;

    Ich freue mich, dass ihr die Maus aufnehmt, viel zu wenige trauen sich da ran - aber diese älteren Hunde sind einfach meist richtige Goldstücke!

    Ich wüsste da jetzt keine Alternative! Du musst bedenken, dass die Steine schnell wiederkommen können (zumindest bei Struvitsteinen ist das so), und im Gegensatz zu Struvit können Oxalatsteine nicht aufgelöst werden.

    Ich meine, es gibt einen etwas günstigeren Anbieter in den Niederlanden - Trovet oder so? Google doch mal.

    Ohne Gewähr, ich bin Laie: Ich glaube, bei diesen Steinen ist eine oxalsäure- und calciumarme Diät angesagt.

    Was hast du denn bisher gefüttert und was würdest du am liebsten füttern (Trofu, Nassfutter, frisch)?

    Falls du frisch fütter/barfen willst, solltest du dich beraten lassen, z. B. an der Uni München oder bei Futtermedikus. Letztere bieten auch ein Pulver an, das du zufügen kannst.
    http://www.futtermedicus.de/nahrungsergaen…mix-oxalat?c=89

    Aber wie gesagt, das geht nur mit ausführlicher fachlicher Beratung!

    Geld sparen kannst du mit keiner der Möglichkeiten, fürchte ich. Wenn es nur darum geht, würde ich Trockenfutter vom Tierarzt nehmen.

    Oh, darf ich mitmachen, obwohl mein erster Hund vor 10 Jahren eingezogen ist? :smile:
    Ich mach´s einfach, ha.

    Wie alt wart ihr, als euer erster eigener Hund einzog?
    Ich war 31. Ich wollte mein Leben lang einen Hund haben, habe mir aber - eher unterschwellig - einreden lassen, dass das eigene Leben quasi aufhört. Wie blöd von mir, das waren auch immer Menschen, die selbst keinen Hund hatten.
    Ich wohnte damals seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen, und ich weiß gar nicht mehr, wie das entstanden ist, aber irgendwann haben wir uns einfach dazu entschlossen. Ich glaube, wir haben einen älteren Hund bei "Tiere suchen ein Zuhause" gesehen, der uns total berührt hat.

    Hattet ihr schon viel Hundeerfahrung?
    Nein, ich kannte natürlich ein paar Hunde, aber ich hatte nie einen zuhause oder so.

    Wieso habt ihr euch gerade für diese Rasse/für diesen Hund entschieden?
    Ich habe im Internet auf irgendeiner Tierschutzseite einen English Setter gesehen und fand den total schön. Habe dort angerufen, und die haben mir gleich den Zahn gezogen, einen 3-jährigen ES-Rüden als Ersthund aufzunehmen, der noch im Tierheim in Italien sitzt.
    Gott sei Dank!
    Man bat mich dann, den Kontakt zu der Ansprechperson in Berlin Kontakt aufzunehmen, die könne mich beraten. Das tat ich und sie schlug mir eine 10-jährige Setterine vor, die 7 Jahre lang im Tierheim saß. Das war Berta. Ich dachte erst: "Ach, was soll ich denn mit so einer korsischen Bergziege?", aber als die Dame mir berichtete, was für ein Hund das ist und dass sie der Liebling der Tierschützer vor Ort sei, waren wir schon verliebt. Berta war so struppig, weil sie auf diesem Bild das erste Mal seit 7 Jahren den Zwinger verlassen hatte. Deshalb kniff sie auch so die Augen zusammen, die hat sich einfach kaputtgelacht vor Freude.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.



    Welpe oder erwachsener Hund? Züchter, TH, Tierschutz?
    Ich hatte schon immer Tiere aus dem Tierheim und bin gar nicht auf die Idee gekommen, zum Züchter zu gehen. Auch hat es mich irgendwie zu älteren Tieren hingezogen, die haben so eine besondere Ausstrahlung. Und ich habe mich wohl von Anfang an ganz gut selbst eingeschätzt und gewusst, dass ein junger, aufgedrehter Wusel nichts für mich ist.

    Habt ihr euch das Leben mit Hund genau so vorgestellt oder kamen viele Dinge ganz anders?
    Nein, ich habe es mir bei weitem nicht so toll vorgestellt! Berta war der allerbeste erste Hund, den man sich vorstellen kann. Mein Leben war vorher schon ganz schön, aber kein Vergleich zu dem mit Hund.
    Ich kann einfach beim besten Willen keine negativen Erfahrungen berichten. OK, sie hatte Blasensteine und brauchte eine OP, aber bei einem alten Hund rechnet man mit so etwas natürlich.
    Ich kann einfach nichts Negatives berichten!


    Gibt es Dinge, die ihr beim nächsten Hund anders machen wollt?
    Also, da ich ja inzwischen schon Hund 5 und 6 hier habe, kann ich sagen, dass ich beim bewährten Prinzip geblieben bin. In meinem Fall sind das "Ältere Hündinnen (Jagdhunde) aus dem Tierheim" und habe das bisher nicht bereut. Wichtig ist mir nur, dass sie lieb, verträglich, nicht zu ängstlich und eher ruhig sind. Der Rest findet sich.
    Mit Feli bin ich etwas aus der Reihe getanzt, die ist erst 5 und eher ängstlich - aber es passt trotzdem sehr gut.
    Was ich aber bei Berta falsch gemacht habe, war, dass ich sie anfangs nie allein gelassen habe. Ich war gerade in den Endzügen meines Studiums und musste für die Prüfungen lernen. Dadurch war ich immer da, und es hat ein bisschen Mühe gekostet, ihr später das Alleinbleiben anzugewöhnen. Aber es ging, und nach 1,5 Jahren kam Fricka dazu, da war das dann kein Problem mehr. Und lange mussten/müssen sie hier auch nicht allein sein.

    Aber klar, man lernt immer dazu, und natürlich macht man dies und das anders als beim ersten Hund. Aber Berta hat es mir leicht gemacht, und ich würde es im Groben immer wieder so machen.

    ihr schreibt, das ihr das leben genießen wollt. kann man das leben ehr genießen, weil man 2 stunden weniger am tag arbeitet?


    Ich mache ein bisschen was ehrenamtlich, das würde ich vermutlich nicht tun, wenn ich vollzeit arbeiten würde.
    Das heißt, ich arbeite schon, werde aber nicht bezahlt. Blöd eigentlich, oder? xD
    Naja, und ich muss mich auch immer weiterbilden.
    Aber abgesehen davon finde ich genau die zwei Stunden mehr Freizeit am Tag tatsächlich sehr entspannend. Das ist nämlich genau die Zeit, in der ich mit meinen Hunden schön durch den Wald latschen kann. Ich sage immer: Ich habe jeden Tag eine Stunde Urlaub!

    Interessantes Thema. Ich finde es faszinierend wieviele Familien in dem alten Rollenmodell leben. Ist es eine Frage des Unterschiedes zwischen Mann und Frau, dass viel mehr Frauen gerne mehr Zeit (für Haushalt/Kinder/Hunde) haben als Männer? Arbeiten Männer lieber als Frauen? Wollen die Männer nicht vielleicht auch weniger arbeiten, aber können/dürfen nicht, weil dann die finanzielle Situation drastisch verschlechtert würde?

    Ich finde die Überlegung und die Fragen berechtigt und interessant! Ich habe auch schon öfter drüber nachgedacht.
    Letzlich ist ja nicht das Lebenskonzept an sich verkehrt, sondern nur die Tatsache, dass die Frauen das früher nicht selbst wählen konnten und sich fügen mussten oder aber sehr viel Kraft brauchten und womöglich aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden.
    Die letzte Frage kann (und sollte) man nur individuell für die eigene Beziehung klären.

    Ich wohne hier ja in einer schwul-lesbischen Hochburg und muss mal die Mann-Mann-Eheleute fragen, ob es bei denen auch so eine Aufteilung gibt. Das wäre doch auch mal interessant (die haben auch alle Hunde statt Kinder).

    Bei uns ist es so, dass ich den Haushalt-Hunde-Kram total gerne mache. Aber wenn es mal andersherum ist (ich muss arbeiten, er hat frei), dann genieße ich es auch sehr, wenn ich vor der Arbeit nicht noch einkaufen/putzen/kochen/mit den Hunden gehen... muss. Also, die andere Seite hat auch was, vorausgesetzt, man geht halbwegs gerne arbeiten und macht sich nicht kaputt.
    Mein Freund hat vor, in Altersteilzeit zu gehen, dann werde ich vermutlich mehr arbeiten müssen. Da wird der Spieß dann umgedreht, und das finde ich total OK. Ich werde auch deutlich länger arbeiten müssen als er.
    Also, das sind alles Dinge, die man natürlich geklärt haben sollte.