Beiträge von Fusselnase

    Ah, zu Berta fällt mir noch ein, dass sie die ersten zwei oder drei Tage nicht fressen wollte. Nur getrockneter Pansen ging.
    Pieseln wollen sie manchmal auch nicht, Häufchen schon gar nicht.
    Bei anderen funzt das von Anfang an, wieder andere bekommen erstmal Durchfall.

    Erfahrungsgemäß sind die Hunde froh, wenn sie mal was anderes bekommen als Trockenfutter, aber sie vertragen´s meist auch ganz gut. Ich kaufe meist einen kleinen Sack Aldi-Trofu für die ersten Tage, notfalls verfüttere ich das dann später als Leckerli.
    Ich weiß ja nicht, was ihr später mal füttern wollt, aber Dosenfutter führt nicht selten erstmal zu Dünnpfiff und Pupseritis. Da sollte man dann langsam umstellen, z. B. erstmal einen Esslöffel Nassfutter unter das Trockenfutter mischen.
    Wenn ihr frisch füttern wollt, würde ich einfach frisch füttern, ggf. erstmal kochen.
    Aber die haben so lange billiges Trofu bekommen, da kommt´s auf zwei Wochen mehr auch nicht an.

    Hier stehen auch noch ein paar hilfreiche Hinweise:
    http://www.adoptiere.eu/tipps_infos/se…s_erstetage.htm

    Nur die Hundeschule, die werdet ihr vermutlich nicht brauchen. ;)

    Ich denke, bei der Kleenen müsst ihr nicht so wahnsinnig viel beachten, denn ihr habt weder Kindern noch andere Tiere... (oder?)

    Ich sage immer: In der Ruhe liegt die Kraft. Ach, und die ersten zwei Wochen muss man aus dem Protokoll streichen, das fällt alles noch unter Eingewöhnung.
    Alma hat z. B. gebellt, wenn sie draußen Autoreifen quietschen gehört hat. Hat sie später nie wieder gemacht. Feli kam wie ein Torpedo knurrend in den Flur geschossen, wenn jemand klingelte - ist auch Geschichte. Fricka hat geschnappt, wenn man sie bedrängt hat (was ja auch dämlich war), später war sie der liebste Hund der Welt.
    Ylvi hatte fast so etwas wie Depressionen, aber sie kam aus Süditalien hier ins nasskalte Winterwetter. Wen wundert es da? Das hat sich auch schnell gelegt.
    Resa hat sie ersten zwei Tage nur im Flur gelegen, sie wusste gar nicht so recht, wo sie hinsollte. Was war das schön, als sie am dritten Abend die Nase durch die Wohnzimmertür steckte und dann einfach reinkam und sich auf den Teppich legte...

    Die müssen eben alles erstmal kennen- und einschätzen lernen. Aber das kriegen die meisten gut hin, ich bin jedenfalls jedes Mal fasziniert davon, wie gut die das meistern.
    Und wenn doch mal was suboptimal läuft, dann sage ich mir: Für mich ist es nur ein neuer Hund, für den Hund hingegen hat sich alles geändert. Der hat alles verloren, was er bisher kannte!
    Und schon hat man alle Geduld der Welt. :smile:

    Da ich nun schon sechs Tierheimhunde hatte und mit Kindern arbeite und zwar auch mit Autisten (allerdings Asberger), und die Hunde manchmal mit zur Arbeit nehme, kann ich nur sagen: Einfach nach einem lieben und ruhigen (in sich ruhendem) Hund im Tierschutz suchen.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass wuselige Hunde eher als beängstigend empfunden werden als ruhige.
    Man muss eben ein Verhalten auch einschätzen können, und das fällt Autisten eher schwer und braucht seine Zeit.

    Ich würde nach einem möglicherweise geeigneten Hund auf einer Pflegestelle suchen, mit dem Jungen hinfahren und schauen, wie er auf ihn wirkt.

    Nein, natürlich nicht, aber man muss ja erstmal mit den Infos "arbeiten", die man hat!
    Man kann doch sagen "Ich finde 7 Stunden zuviel", wenn dann daraus die Konsequenz ist, dass eine andere Lösung oder zumindest Plan B gefunden wird - umso besser! :smile:

    Ehrlich nicht? Das tut mir leid. Kannst du das so gar nicht annehmen, dass das der Lauf der Dinge ist?
    Und dass es letztendlich auch gut so ist?

    Ich weiß nicht... mich machen andere Dinge traurig, z. B. wenn ich Hunde sehe, um die sich keiner kümmert und die kein schönes Leben haben.
    Vielleicht sehe ich auch zu viele von denen.

    Bei meinem ersten Hund habe ich auch gedacht: Wenn Berta stirbt, sterbe ich auch.
    Aber ich hab´s auch überlebt. :smile:

    Ich hatte aber auch das Glück, dass sie sehr alt gworden ist - da ist es leichter, finde ich. Bei Alma war es schlimmer, die wurde nur 10 oder 11 und war nur 20 Monate bei uns. Aber jeder Tag war ein Geschenk!

    Ich finde es schon wichtig, darauf hinzuweisen, dass Hunde in der Regel nicht gern allein sind.
    Es ist ein Unterschied, ob ich sage:

    "Es ist nicht optimal, Hunde sind gern Rudeltiere und wollen eigentlich nicht allein sein. Aber sie können sich daran gewöhnen (manche auch nicht)."
    oder
    "Das ist überhaupt kein Problem, meine sind sogar soundso lange alleine, das macht denen überhaupt nichts aus, die verpennen die Zeit."

    Auch wenn unterm Strich das Gleiche herauskommt, beide Aussagen vermitteln unterschiedliche Haltungen.

    Außerdem ist es doch gut, verschiedenen Stimmen zu ein- und demselben Thema zu hören, man muss ja nicht mit allen konform gehen.

    Für meinen Anspruch sind 7 Stunden nicht erstrebenswert, wenn keiner zwischendurch mit ihnen rausgeht. Es kann aber funktionieren, wenn man den passenden Hund dazu hat. Aber was, wenn nicht?
    Ich würde einen Hund durchaus in so ein Zuhause vermitteln, aber nur, wenn die Leute sich Gedanken darüber gemacht haben, was z. B. einen Plan B beinhalten (Nachbarn, Gassigänger, Freunde, Hund mitnehmen etc.).