Ich glaube, was Ulixes geschrieben hat, war ironisch gemeint.
Beiträge von Fusselnase
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Fragt nur keiner nach den Gründen, interessiert auch keinen, so ist unsere Welt.
Nö, aber eine Meinung haben sie trotzdem dazu. Mein früherer Nachbar hat mich mal auf dem Parkplatz zur Schnecke gemacht, wie das sein kann, dass ich Hunde habe statt Kinder. Das sei doch nicht normal und überhaupt!
Ich stand mit mehreren Fragezeichen auf dem Kopf da. Mir ist später zwar eine passende Reaktion eingefallen, aber schlagfertig ist man ja leider immer erst auf dem Weg nach Hause.
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"Tucholsky" wusste es eben.

PS: Kerstin, deine Wünsche sind eher in dem Bereich Luxus anzusiedeln.
Mit "leben zu können, wie sie möchten" meine ich doch eher den normalen Standard. 
Ich weiß ja, wie du es meintest. Du hast Recht, ich kann mich glücklich schätzen, ich habe eine Eigentumswohnung, ein Auto, die Hunde und kann in Urlaub fahren (auch wenn ich vermutlich nie nach Bali fliegen werde).
Aber es ist ja nicht so, dass man nicht trotzdem sein Päckchen zu tragen hat. Ich habe mir z. B. immer ein Haus voller Kinder gewünscht (komme selbst aus einer kinderreichen Familie), aber es sollte nicht sein. Das ist mein "kleiner Stich".
Hätte ich Kinder, hätte ich mehr Stress und weniger Geld, aber ich hätte Kinder! So ist es für mich ein kleiner Ausgleich, dass ich mir Zeit für die Hunde und dafür nehme, es uns schön und muckelig in unserer kleinen Wohnung zu machen. Glücklicherweise sind die Sachen, die ich wirklich brauche, nicht mit viel Geld verbunden. -
Deshalb kann ich nur sagen, dass die TZler sich glücklich schätzen können, so leben zu können, wie sie möchten.
Najaaaaaaa... Das sähe bei mir dann allerdings so aus: Ich hätte einen sanierten Seitenhof und 4 Kinder. Noch mehr Hunde und einen Gnadenhof für Esel. Außerdem würde noch ein Teil meiner Familie dort wohnen. Der kulturellen Mondänität wegen würde ich dort auch Ausstellungen, Lesungen und Klavierabende organisieren (nee, nicht wirklich).
Aber wie sagte Tucholsky so schön?
"Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten."Aber ich schätze mich schon glücklich, so insgesamt. Auf jeden Fall.
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Jemand hatte geschrieben, dass er sich nicht abhängig vom Partner würde machen wollen. Ja, den Gedanken hab ich auch. So gerne ich nur TZ arbeiten würde und dies in der Firma jetzt möglich wäre, was ist, wenn die Beziehung zu meinem Partner in die Brüche geht? Machen meine Chefs dann für mich die Rolle rückwärts und ich darf wieder VZ arbeiten? Darauf kann und will ich mich nicht verlassen. Also bleibt alles so, wie es ist.
Das ist nachvolliehbar und auch vernünftig gedacht. In meinem Fall ist das so, dass ich dann relativ einfach auch mehr arbeiten könnte.
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Wenn ich mal hier in unserer Region ne Friseusin (oder Friseurin) raus picke, die als VZ-Kraft so ca. 600 € bekommt, dann frage ich mich, was die bei TZ bekäme?
Naja - es ist leider einfach so, dass eine Friseurin sich das nicht leisten können wird.
Natürlich ist es ein Privileg, Teilzeit arbeiten zu können, aber es ist manchmal (natürlich nicht immer) auch eine Frage der Prioritäten. -
Ich auch. Aber bei meinem Job ist mehr zu arbeiten schwierig, weil das Zeitfenster einfach nicht so groß ist.
Ich hätte auch gern ein Häuschen mit Garten (OK, mein Sommerhaus ist Luxus) und noch mehr Hunde - aber dann müsste ich auch mehr arbeiten um das zu bezahlen (und zu pflegen) und hätte weniger Zeit um Haus und Garten und Hunde zu genießen. -
Wie ich herauslese, haben aber eigentlich fast alle, die TZ arbeiten, irgendeine Art von Unterstützung, sei es mietfrei/kreditfrei Wohnen, kostenlose Tierbetreuung oder einen Partner der Vollzeit arbeitet.
Nicht alle, aber die meisten vermutlich. Sonst wäre es auch schwierig, klar.
Ich müsste mehr arbeiten, wenn ich alleine wäre, hätte dann aber auch eine kleinere Wohnung (obwohl die jetzige mit 66m² auch nicht groß ist), kein Auto und vermutlich keine Hunde.
Puh, ich bin froh, dass das nicht so ist und werde dem Herrchen heute was Leckeres kochen, damit er auch bei mir bleibt.
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Wie das funktioniert ? Ich bin bescheiden, ich brauche nicht viel und setzte einfach Prioritäten. Irgendwann habe ich mich gegen Karriere entschieden und mein Leben entschleunigt. Eine längere Krankheit tat ihr übriges, es gibt einfach wichtiges im Leben. Ob das ewig funktioniert, keine Ahnung, aber im Moment sind wir sehr glücklich damit.
Es gibt ein schönes Buch mit dem Titel "Was ich wirklich brauche". Ich bin sonst eigentlich kein Ratgeber-Leser, aber das hier hat mir echte Lebenshilfe gegeben.
Ich brauche: Eine gute Beziehung zu meinem Freund, meiner Familie, meinen Freunden, ich brauche ganz dringend meine Hunde (logo!), Zufriedenheit bei der Arbeit mit Wertschätzung und Feedback, Spaziergänge in der Natur, gute Gespräche, gute Bücher und Filme, mal einen Rotwein (am liebsten mit Freund/Freunden/Familie/einem gutem Film - dann muss es auch nicht der teuerste sein), Musik (!!), gutes Essen (keine Haute Cuisine)... sowas halt.
Dafür braucht man ein bisschen Geld, aber nicht viel. Vieles davon gibt es sogar umsonst und ist sowieso unbezahlbar!Luxus ist auch OK, aber man muss sich immer überlegen, ob man das wirklich braucht oder nur meint, es haben zu müssen. Für mich ist Zeit zu haben der wahre Luxus!
Cool, jetzt erinnere ich mich an einen Song aus meiner Jugend, der schon in diese Richtung ging:
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Das mit dem fehlenden Zeitgefühl ist ein Ammenmärchen, das denke ich auch.
Ich würde auch mehr arbeiten, wenn wir keine Hunde hätten. Aber so ist es mir lieber, ich arbeite ungefähr 25-30 Stunden in der Woche und kann so jeden Tag gegen Mittag mit den Mädels in den Wald fahren und mich ehrenamtlich betätigen.
Dafür darf ich niemals in Rente gehen.