Wie ich schon schrieb, ich leine immer an und bleibe nett und freundlich. Aber es gibt auch manchmal Situationen, da kann ich es nicht ändern. Im Sommer waren wir auf einer Wanderung, ich saß auf einer Bank und meine angeleinten Hunde schnuffelten. Die Joggerin sah ich nicht kommen, erst als sie panisch schrie. Ich also meine Hündin vom Weg genommen und sie ins Sitz genommen, mein Rüde versteckte sich hinter mir, weil er genauso viel Angst hatte wie die Joggerin. Die schrie aber weiter " Nehmen sie die Hunde weg" Ich antwortete ihr , das sie angeleint sind. Sie "nein die waren gerade auf dem Weg, die leine ist so lang, gehen sie weg." Ja wohin, es war ein schmaler Wanderpfad, hinter uns ein steiler Berg, vor uns ein Abhang zum See runter. Am Ende habe ich meine beiden großen Hunde auf den Schoss genommen und die Frau rannte schreiend und schimpfend vorbei. Für mich gab es hier keine Lösung, egal wieviel Rücksicht ich nehmen würde. Die Frau tat mir schon leid, vorallem da in dem Gebiet viele Hunde unterwegs waren. Ich verstehe das auch, ich habe panische Angst vor Schlangen - aber was soll man tun.
Sowas ist heftig. Ich hatte mal eine ähnliche Situation mit einem Mädchen - die geriet in Panik, versteckte sich aber hinter einem parkenden Auto. Also, ich habe sie nicht gesehen und deshalb auch meine Hunde nicht rangeholt. Die Mutter (etwas weiter weg) schrie und fuchtelte mit ihren Armen, und ich verstand gar nicht, was los war.
Ich habe dann Berta sicherheitshalber angeleint, Alma war schon ein Stück weiter (mit meinem Freund). Die Situation war zu verworren, um die genau zu beschreiben, jedenfalls stand Berta kurz darauf angeleint am Zaun und ich hielt das weinende Kind im Arm. Ich sagte nur: "Es ist alles gut, Berta ist angebunden, es passiert dir nichts!" Die Kleine schluchzte und nickte, ließ sich auch beruhigen - aber sie tat mir so furchtbar leid!
Wir sind dann sogar noch ein Stückchen zusammengelaufen, das ging dann auch. Die Mutter hat mich ziemlich angemacht, der war gar nicht klar, dass ich die Situation einfach nicht erfasst habe.
Aber wir konnten das klären und dann war alles OK.
Ich hoffe, dass die Mutter mit der Kleinen eine Therapie macht, das muss für das Mädel ja die Hölle sein, zumal hier in der Stadt ja überall Hunde herumlaufen.
Auch die Dame in dem Zitat oben - wenn man so leidet, dann muss man doch was unternehmen. In ein Flugzeug muss ich nicht einsteigen, aber Hunde gibt es überall. :/
Und Phobien sind doch eigentlich ganz gut therapierbar, oder?