Beiträge von Fusselnase

    Aber wenn man "nicht will" muss auch kein Haustier diese Lücke füllen, oder?

    Warum nicht? Da komme ich jetzt irgendwie nicht mit. Hunde sind doch keine Kinder, und auch wenn man, aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder haben will, kann man doch trotzdem Hunde oder andere Haustiere haben wollen.
    Genauso, wie man ja auch Haustiere haben kann, obwohl man auch Kinder hat.
    Das ist doch nicht zu vergleichen, Haustiere haben ganz andere (weniger) Ansprüche als Kinder, und die Verantwortung ist lange nicht so groß.

    Ich kann mir grad nichts unter solch "unglaublicher Liebe" vorstellen - was ist daran nicht glaubhaft? Oder ist unglaublich im Sinne von obsessiv gemeint, also eine Liebe, die auch bezogen auf menschen krankhafte Ausmasse annimmt?

    "Unglaublich" ist einfach ein Adjektiv, das zur Verstärkung benutzt wird.
    Das darf man doch nicht wörtlich nehmen.
    Ob es krankhafte Ausmaße annimmt oder nicht, kann man an dem Wort auch nicht festmachen.
    Man sagt ja auch: "Ich habe mich unglaublich gefreut!", und das ist weder im Sinne von "nicht glaubhaft"gemeint, noch soll es krankhafte Freude ausdrücken.

    Seltsam finde ich auch Pärchen, die lieber fünf Hunde betüddeln (und teilweise selbst von "felligen Kindern" sprechen) als ein menschliches Kind großzuziehen ... ich akzeptiere das, frage mich aber, warum man sich dafür entscheidet. :)

    Es ist ja nicht immer eine Frage der Entscheidung!

    Aber mal ehrlich: Wer eine gut funktionierende, gesunde Beziehung hat, und Kinder, und Familie, und Freunde - wer sagt denn dann, dass er seinen Hund mehr liebt als z. B. seine Kinder?

    Und wenn jemand eine nicht so gute Beziehung hat, oder keine Kinder, oder keine Familie oder keine, in der er sich wohl fühlt - warum soll er dann seinen Hund nicht mehr lieben als alle anderen?

    ich hab in einem Thread gelesen, wie unglaublich die Userin ihren Hund liebt. Und frage mich, wie das bei euch ist: Wie sehr liebt ihr euren Hunde/eure Hunden/einen von euren Hunden?


    Ich liebe meine Hunde von ganzem Herzen. Und zwar alle 6, die ich bisher hatte, gleich.
    Das Gute an Liebe ist ja, dass sie nicht irgendwann aufgebraucht ist.

    Ich unterscheide auch nicht zwischen "lieb haben" und lieben - ich finde letzteres nicht so absolut, ich nutze es für viele Dinge (gutes Essen, gute Filme, Musik, Literatur, Beisammensitzen mit Freunden/Familie, Spaziergänge im Sonnenschein - was man eben so liebt). Natürlich gibt es diverse Menschen, die mir wichtig sind und die für mich über allem stehen und die ich liebe: Meinen Freund, meine Eltern, meine drei Brüder, ihre Frauen und Kinder, meine Freunde.

    Aber ich liebe auch meine Hunde. Gibt ja auch keinen Grund, es nicht zu tun! Ich habe bisher auch alle Abschiede überlebt, obwohl ich beim ersten Hund dachte: Wenn Berta stirbt, sterbe ich auch!
    Bin ich aber nicht. :smile:

    Mag sein, dass die Liebe zu einem Tier für manche Menschen ungesund ist, aber ich denke, dass in diesen Fällen auch anderes im Argen liegt, und wer will darüber urteilen?

    Das wundert mich auch, allerdings hätte ich es vielleicht etwas anders formuliert (eher erklärend). So klingt es schon ein wenig danach, dass sich jemand aus der Verantwortung ziehen möchte.

    Zu den Direktimporten: Meine Hunde waren alle welche, ich will das auch gar nicht anders haben. Ich weiß nun nicht, wie risikoreich das im vorliegenden Fall ist (es steht mir auch nicht zu, da eine Einschätzung abzugeben), aber grundsätzlich kann man das schon machen. Pfegestellen machen das ja auch!
    Es hängt halt immer davon ab, wie viel man sich zutraut und wie die Gegebenheiten sind. Je mehr Kriterien ein Hund erfüllen muss, desto heikler ist es natürlich.

    Also ich kann dir nur von unserer Vorkontrolle berichten. Es kam eine (zugegeben sehr ungepflegte) Frau spontan vorbei, wollte sich die Wohnung gar nicht erst ansehen, setzte sich aufs Sofa, warf einen Blick auf unseren Balkon (wo sich die Kaninchen befinden), empfand die Haltung als toll,wollte noch den Hund sehen, den wir adoptieren wollten, fand uns nett und so zog wenige Tage später Mavy ein. Ich glaube und hoffe nicht, dass das so von jedem Verein gehandhabt wird.

    Ich finde das gar nicht so erschreckend. Zumindest nicht, wenn vorher ausführliche Gespräche mit dem/der Vermittler/in stattgefunden haben. Meiner Auffassung nach muss eine Vorkontrolle gar keine Vermittlungsarbeit leisten, sondern nur schauen, ob die Angaben stimmen (soweit nachprüfbar) oder ob ihr etwas unangenehm auffällt (ungepflegte Haustiere o.ä.).