Beiträge von Fusselnase

    ich habe einige jahre soziale arbeit in meiner freizeit geleistet, mit obdachlosen und drogen/alkoholabhängigen. ich hab da auch oft beobachtet dass der hund sehr aversiv behandelt wurde, und auch oft mal die geduld mit diesen menschen durchgegangen ist und der hund extrem hart bestraft wurde.


    Ich kenne das leider auch so. Es gibt viele Obdachlose, die ihre Hunde wirklich gut behandeln und bemüht sind, alles für die Hunde tun und bei denen man sagen kann, dass die Hunde ein glückliches Hundeleben führen.
    Aber leider gibt es auch eine andere Seite. Die Hunde werden angebrüllt, trauen sich kaum noch zu atmen, kennen keine richtigen Spaziergänge sondern hängen quasi nur mit ihren Besitzern ab. Von Situationen, in denen die Besitzer überhaupt nicht mehr in der Lage sind, sich um ihre Hunde zu kümmern, mal ganz zu schweigen.
    Zwischen diesen Extremen gibt es sicherlich etliche Grauzonen, so dass man nicht sagen kann, dass diese Hunde ein schlechtes Leben führen. Aber auch nicht automatisch ein gutes. Nein, ich glaube, das ist so individuell unterschiedlich wie bei jedem von uns auch.

    Aber: Die, die sich gut kümmern (können), die bieten ihren Hunden mitunter schon ein tolles Leben - aber ich bin eben auch der Meinung, dass es für die meisten Hunde am wichtigste ist, mit ihren Leuten zusammen zu sein.

    Ich suche auch gerade nach einem Hund für ein älteres Ehepaar, der in etwa die gleichen Anforderungen erfüllen soll. Es gibt unzählige, die in Frage kämen! Solltet ihr in den umliegenden Tierheimen nicht fündig werden, dann schaut ruhig bei den Tierschutzvereinen, die Auslandshunde vermitteln. Lasst euch nichts einreden, die Vorurteile gegenüber Auslandshunden sind einfach unerträglich.
    Sicherlich muss man da einige Punkte beachten, aber das sollte man immer bei der Hundeanschaffung.

    Ich selbst hatte immer einfache Mitläufer, nur angeschlagen hat bisher noch keiner. Doch, Ylvi gestern spätabends, weil mein Vater eine Lampe im Garten aufgestellt hatte, die die Farbe. Die war ihr suspekt. :smile:

    Ich glaube, es geht den meisten auch nicht ums Abraten, sondern darum, die Realität aufzuzeigen. Oder besser gesagt die verschiedenen Wahrnehmungen und Möglichkeiten. Letztendlich muss das die Themenerstellerin selbst entscheiden, aber um die Entscheidungsfindung geht es hier ja gerade. :smile:

    Ach ja, ich kenne eine Familie mit Kindern (allerdings schon etwas größer, davon ein Kind aber etwas "speziell"), die sich einen King Charles Spaniel angeschafft haben. Eine ganz süße Maus ist das! Nun weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob "Cavalier" oder nicht - ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass es da verschiedene gibt. Aber die ist echt super lieb und wuselig und hübsch.
    Man müsste dann versuchen, einen Züchter zu finden, der ganz besonders auf die Gesundheit achtet, aber ich kenne mich nicht aus und weiß nicht, inwiefern das möglich ist.

    Ich will dir den Welpen überhaupt nicht ausreden, aber wenn du dich doch Richtung Tierschutzhund umschauen willst, dann schau mal bei AKTUELLE M4D-Tierschutzarbeit – Starke Stimme für ARTgerechten Hundeschutz e.V.. Die haben nicht so wahnsinnig viele Hunde in Pflegestellen, aber ein paar schon. Es ist aber vor allem ein sehr guter Verein!
    Auf jeden Fall würde ich dann aber einen Hund ins Auge fassen, der auf einer Pflegestelle mit Kindern ist. Ich finde die Kombi Kleinkind im Krabbelalter (bzw. wenn sie grad laufen können - da bist du ja erst recht am Hinterherrennen) + Hund etwas ungünstig und anstrengend, aber ich bin auch kein Maßstab, ich mag´s gern einfach. :smile:

    Ansonsten finde ich die Idee sehr gut, mal eine Ausstellung zu besuchen und mit mehreren Züchtern zu sprechen. Oder schau doch mal, wo die Hundemenschen in deiner Gegend spazierengehen und unterhalte dich mit denen.

    Havaneser fänd ich auch passend, oder einen Spaniel.

    Da deine Hündin ja schon älter ist, würde ich auf gute Verdaulichkeit achten. Ich würde diese Möhrenpellets vermutlich gar nicht füttern, sondern auch lieber auf Gekochtes zurückgreifen.
    Ich kenne diese Dosen nicht, aber oft bestehen die relativ günstigen zu einem hohen Anteil aus Innereien und bindegewebsreichen Schlachteabfällen (ist zumindest meine Vermutung), was wiederum gerade älteren Hunden Probleme bereiten kann.
    Wenn deine Hündin öfter Durchfall hat, muss das ja einen Grund haben. Oder hast du dazu was geschrieben? Muss nochmal nachlesen.

    Aber du hast ja geschrieben, dass sie das Futter eigentlich gut verträgt. Das heißt, den Durchfall hatte sie vorher?
    Trotzdem, ich würde wohl auf ein hochwertiges Alleinfutter umsteigen und keine reinen Fleischdosen füttern.

    Was ist denn falsch daran, den Hund zu loben, dass er für seine Verhältnisse mutig ist? Ich hab dabei doch keine leidende Stimme sondern eine ermutigende. Und um die Worte geht es natürlich nicht, aber um die Stimmung, und die ist ruhig und lobend.

    Gar nichts, ich finde das richtig. Bzw. im Grunde hängt es davon ab, was Fine gut tut. Wenn sie Angst hat und es gibt etwas, das ihr gut tut, dann mach es, egal was! Dazu muss sie auch nicht mutig sein, freundlich kann man immer sein, wenn ein Hund Angst hat. Ob es was nützt, ist die andere Frage, aber schaden kann es nicht! :smile:

    Ansonsten finde ich auch, dass du eine vernünftige Haltung hast. Natürlich kann und soll man mit so einem Hund nicht alles Angstmachende meiden, aber man muss sich auch bewusst machen, dass man ihn in diesem Situationen mehrmals täglich Stress aussetzt. Dadurch hat so ein Hund im Grunde ununterbrochen Stresshormonen im Blut, weil es ja eine ganze Weile dauert, bis die wieder abgebaut sind. Das ist auf Dauer wirklich ungesund!
    OK, es ist aber nicht zu ändern, da sie ja raus muss. Ich würde das wohl erstmal ritualisieren, damit sie genau weiß, was sie erwartet. Neues wie z. B. Waldrunden etc. würde ich nur jeden zweiten oder dritten Tag machen. Allerdings hängt das auch davon ab, was genau sie stresst und was nicht.

    Es gibt noch diverse Hilfmittel, die einem ängstlichen Hund helfen können. Auf jeden Fall würde ich ein Entspannungssignal konditionieren, das ist total einfach und zumindest bei uns zeigt das gute Wirkung!
    Außerdem gibt es noch das Thundershirt, Entspannung mit Düften, Adaptil etc. ... es gibt so einiges, was man aber leider alles ausprobieren muss. Dem einen hilft´s, dem anderen nicht.

    Dann gibt es noch diverse Nahrungsergänzungsmittel, die auf Hunde eine beruhigende Wirkung haben können. Meine Feli bekommt Sedarom direkt, das ist ein Mittel, das hauptsächlich L-Theanin enthält. Das habe ich mal auszuschleichen versucht, aber da wurde sie glatt wieder etwas ängstlicher. Ich versuche es im Sommer nochmal mit dem Ausschleichen, aber wenn es dann wieder einen Rückschritt gibt, dann bekommt sie es halt immer.
    Man kann aber auch das reine L-Theanin geben. Oder aber L-Tryptophan oder Zylkène...
    Das würde ich auf jeden Fall probieren.

    Schade, dass ihr keinen Hund habt. Feli profitiert doch sehr von Ylvi, die ziemlich gechillt ist. Die schauen sich so viel von anderen Hunden ab... Einige haben dir ja schon geraten, mit einem souveränen Hund Gassi zu gehen. Das solltest du auf jeden Fall tun, wenn sie andere Hunde mag und ihr so einen Hund im Bekanntenkreis habt.

    Gib mir doch mal deine E-Mail-Adresse per pn, dann schicke ich dir ein Skript von einem Seminar, das ich zu dem Thema besucht habe. Bzw. zu einem ähnlichen Thema.

    So, und jetzt sage ich noch was Ketzerisches: Wenn sie sich bei dir tatsächlich nicht weiterentwickelt und du mit der Situation unglücklich bleibst, dann scheu dich nicht davor, ihr ein neues Zuhause zu suchen. Es ehrt dich sehr, dass du sie nicht zum Wanderpokal werden lassen möchtest, und das wäre ja auch tatsächlich fatal. Aber du hättest mein vollstes Verständnis, wenn du ihr ein Zuhause suchen wollen würdest, in dem es ihr besser geht. Wenn du sagst: Nein, auf keinen Fall, sie bleibt hier! - OK. Aber wenn du es noch drei oder sechs Monate versuchst, ohne dass ihr zusammenwachst und du das Gefühl hast, es könnte ihr in einer anderen Umgebung besser gehen - dann wäre das vielleicht die bessere Lösung.
    Vorausgesetzt, man findet einen geeigneten Platz.

    Ich hoffe aber natürlich, dass das überhaupt nicht nötig sein wird! :smile: